Mit Alexander Voigt hat Greuther Fürth einen erfahrenen Spieler verpflichtet. bundesliga.de sprach nach dem Testspiel gegen Bielefeld mit dem neuen "6er".

Mit Alexander Voigt und auch Christian Rahn hat die SpVgg Greuther Fürth zwei erfahrene Spieler verpflichtet. Beide standen im Testspiel im Trainingslager gegen Arminia Bielefeld in der Startelf. Voigt, der nach nur einem Mannschaftstraining eine Halbzeit lang spielte, zeigte gleich, dass er sich auf der Position vor der Abwehr richtig wohl fühlt. Im strömenden Regen konnte aber auch er die 0:1-Niederlage nicht verhindern.

Im spanischen Chiclana de la Frontera sprach Voigt mit bundesliga.de über seinen Wechsel, seinen neuen Verein und seine Ziele mit der Elf vom Ronhof.

bundesliga.de: Herr Voigt, Sonntag die Vertragsunterschrift, am Montag die medizinische Untersuchung und nun gleich Ihr erster Einsatz für Fürth. Wie ist Ihr Eindruck von der Mannschaft?

Alexander Voigt: Sehr gut. Viele Spieler kenne ich schon aus Aufeinandertreffen der vergangenen Jahre. Mit Christian Rahn bin ich mit Köln in die Bundesliga aufgestiegen. Und gegen Bielefeld die erste Halbzeit zu spielen, mal reinzuschnuppern, das war schon schön und auch wichtig.

bundesliga.de: Sind Sie eigentlich enttäuscht, dass Sie bei Borussia Mönchengladbach ausgemustert worden sind?

Voigt: Ich sehe das eigentlich ganz nüchtern. Wenn ein neuer Trainer kommt, dieser neue Spieler will und der Kader somit wächst, dann fallen immer ein paar Spieler hinten runter. Und da war ich nun einmal dabei. Auch wenn ich leider keinen richtigen Grund dafür erfahren habe.

bundesliga.de: War Greuther Fürth Ihr einziger Ansprechpartner?

Voigt: Nein, aber die Fürther haben sich sehr um mich bemüht und mir das Gefühl gegeben, dass ich gebraucht werde. Das ist für einen Spieler sehr wichtig und deshalb habe ich auch zugesagt.

bundesliga.de: Fürths Präsident Helmut Hack lobt Ihre "Führungsqualitäten". Sehen Sie sich denn auch als Führungsspieler?

Voigt: Das ist auf jeden Fall mein Ziel. Schließlich habe ich schon viele Jahre Profi-Fußball auf dem Buckel und habe da meine Erfahrung gemacht. Diese Erfahrung will ich an die vielen jungen Spieler in unserer Mannschaft weitergeben. Und dann gehört es natürlich dazu, dass ich auf dem Platz Verantwortung übernehme.

bundesliga.de: Wie kann das aussehen?

Voigt: Ich weiß, wie man aufsteigt. Das habe ich mit Köln ja schon geschafft. Wir haben viele junge Spieler, die alle einen guten Fußball spielen können. Das haben sie in der Hinrunde bewiesen. Aber es fehlt natürlich die Erfahrung. Und da gilt es, ihnen zu helfen. Wenn ich die Mannschaft so organisieren kann, dass wir besser von der Offensive in die Defensive umschalten, dann haben wir sehr gute Chancen aufzusteigen. Denn das war das Problem in der Hinrunde und es wurden zu viele Gegentreffer kassiert.

bundesliga.de: Reicht die Erfahrung, die Christian Rahn und Sie mitbringen, um jetzt endlich aufzusteigen?

Voigt: In den vergangenen Jahren hat Greuther Fürth immer oben mitgespielt, aber es hat nie zum ganz großen Wurf gereicht. Vielleicht bringen Christian und ich ja die letzten Prozente mit, die der Mannschaft gefehlt haben, um endlich in der Bundesliga zu spielen.

Aus Chiclana de la Frontera berichtet Michael Reis