Derbys haben immer einen gewissen Reiz. In der Bundesliga brannte im Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag ordentlich die Hütte.

Aber auch die 2. Bundesliga hat einige brisante Nachbarschaftsduelle zu bieten. So auch am Montagabend wenn Fortuna Düsseldorf die Alemannia aus Aachen empfängt (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Respekt vor dem Gegner

Aachens neuer Cheftrainer Michael Krüger blickt der Partie in der ESPRIT arena voller Freude entgegen. "Ich erwarte ein geiles Spiel vor vollem Haus", sagte Krüger in einem Interview auf der Webseite der Fortuna.

Lob für den Gegner hat der 55-Jährige auch parat. "Die Fortuna macht - wie übrigens die beiden anderen Aufsteiger 1. FC Union Berlin und SC Paderborn 07 auch - einen hervorragenden Eindruck. Man hat das Gefühl, dass es sich bereits um gestandene Zweitliga-Mannschaften handelt." Und weiter: "Fortuna Düsseldorf versucht, Fußball zu spielen. Das sollte meiner Mannschaft entgegen kommen."

Demai-Einsatz fraglich

Verzichten muss Krüger in der Landeshauptstadt definitiv auf Abdul Özgen, Andreas Korte (beide Außenmeniskus) und Andreas Lasnik (Kreuzbandriss). Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Aimen Demai, der unter einer Entzündung am Ohr leidet und am Sonntagvormittag noch einmal behandelt wurde.

Markus Daun und Jérôme Polenz trainierten nach ihren Knieverletzungen zuletzt wieder mit der Mannschaft. Mirko Casper und Nico Herzig sind nach ausgestandener Grippe ebenfalls wieder im Training.

"In solchen Spielen steckt immer Brisanz"

Fortuna-Trainer Norbert Meier begrüßte die versammelten Medienvertreter bereits am Freitag sichtlich entspannt zur turnusgemäßen Pressekonferenz vor dem anstehenden Heimspiel gegen den Tabellenzwölften aus der Kaiserstadt.

"Es handelt sich um ein Westderby wie gegen den MSV Duisburg. In solchen Spielen steckt immer Brisanz, das macht es ja so interessant." Ältere Fortuna-Fans dürften diese Einschätzung teilen, denkt man an die packenden Begegnungen gegen Alemannia Aachen in der Saison 93/94, als die Flingeraner den damaligen direkten Konkurrenten um den Aufstieg in die 2. Bundesliga in zwei dramatischen Spielen in die Schranken verweisen konnte.

Meier hob vor allen Dingen die gute Organisation und die Leidenschaft der "Schwarz-Gelben" auf dem Platz mit einem gut bestückten Kader hervor - und sieht beim kommenden Gegner positive Signale: "Das Spiel gegen 1860, das wir beobachtet haben, zeigte eine aggressive, eine forsche Alemannia. Und auch lange verletzte Spieler sind wieder zurück, da ist Veränderung zu spüren."

Nur Torhüter bereiten Sorgen

Aktuell kann der oberste Übungsleiter der "Rot-Weißen" auf alle 24 Feldspieler zurückgreifen (Meier: "Ein Luxus, den man nur selten hat."). Leichte Sorgen bereiten ihm lediglich seine beiden etatmäßigen Schlussleute.

Während Michael Melka verletzungsbedingt immer noch nicht zum Einsatz kommen kann, plagte Michael Ratajczak nach einem Magen-Darm-Virus zuletzt eine Erkältung. Aber selbst für den schlimmsten Fall ist die Fortuna gewappnet, denn dann wird Maximilian Schulze Niehues aus dem Regionalligateam zwischen den Pfosten stehen.