Absteiger MSV Duisburg ist durchwachsen in die neue Saison in der 2. Bundesliga gestartet. Nach dem 4. Spieltag stehen die "Zebras" mit fünf Punkten auf Platz 8. Zuletzt setzte es bei dem TSV 1860 München eine 0:2-Pleite.

Im Doppel-Interview spricht bundesliga.de mit Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi und Torhüter Tom Starke über die Niederlage bei den "Löwen", das Heimspiel gegen Aachen (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker) und die Gefahr, den Kontakt zu den vorderen Plätze zu verlieren.

bundesliga.de: Hallo Herr Starke, hallo Herr Makiadi. Gegen die "Sechziger", die vorher noch ohne Punkt in der Saison waren, haben Sie am Montag mit 0:2 verloren. Was waren die Gründe für die Schlappe?

Cedrick Makiadi: Wir haben uns viel für das Spiel bei den "Löwen" vorgenommen und wollten unbedingt gewinnen. Wir haben in den ersten zehn Minuten auch Druck gemacht, danach aber nachgelassen. Dann hat 1860 das Tor gemacht und wir haben nicht mehr ins Spiel zurückgefunden. Daher haben wir auch verdient verloren.

Tom Starke: Wenn man es sich ganz einfach macht, kann man sagen, dass die Mannschaft gewonnen hat, die es über 90 Minuten gesehen mehr wollte. Das ist sehr bitter.

bundesliga.de: Warum fehlte der Siegeswille in Ihrer Mannschaft?

Starke: Ich weiß es nicht. Du kommst hierher und weißt, dass die "Sechziger" sehr verunsichert sind. Das hat sich in den ersten 20 Minuten auch bewahrheitet; die haben gezittert. Dann vergeben wir zwei gute Kopfballgelegenheiten und machen es uns danach durch Fehlpässe und individuelle Fehler selber schwer.

bundesliga.de: In der 2. Halbzeit hat Ihr Team bis zur 60. Minute noch mal Druck aufbauen können, ein Tor ist aber nicht gefallen. Warum hat es in der Offensive nicht gestimmt?

Makiadi: Wir haben unser Spiel über Außen nur teilweise aufgezogen. Das hätten wir das ganze Spiel über machen sollen, weil wir dadurch zu einigen Möglichkeiten gekommen sind. Kouemaha hat nach einer Flanke von Chinedu Ede eine gute Möglichkeit gehabt.

bundesliga.de: Am Freitag geht es für den MSV weiter mit einem Heimspiel gegen Aachen. Wie beurteilen Sie das Spiel?

Makiadi: Wir wollen oben mitspielen, und das heißt für uns, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Etwas anderes zählt da nicht.

bundesliga.de: Wie groß ist die Gefahr, dass durch eine Niederlage der Kontakt an die vorderen Plätze abreißt?

Starke: Die Gefahr ist groß! Aber wir müssen aufpassen, dass wir das nicht als Gefahr ansehen, sondern als Motivation. Das müssen wir positiv ummünzen. Außerdem spielen wir zuhause und da werden wir sicher anders auftreten.

Makiadi: Ich denke nicht, dass die Gefahr so groß ist. Wir haben jetzt erst vier Spieltage gespielt und ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Aachen gewinnen und dann haben wir auch wieder Kontakt zur oberen Tabellenregion.

Aus der Allianz Arena berichtet Gregor Nentwig