SCP-Kapitän Uwe Hünemeier ist der Herr der Lüfte, hier gewinnt er den Kopfballzweikampf gegen Düsseldorfs Joel Pohjanpalo - © © imago / Osnapix
SCP-Kapitän Uwe Hünemeier ist der Herr der Lüfte, hier gewinnt er den Kopfballzweikampf gegen Düsseldorfs Joel Pohjanpalo - © © imago / Osnapix
2. Bundesliga

Uwe Hünemeier: "Es war ein Sieg der Moral"

Düsseldorf - Der SC Paderborn 07 hat sich in der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Der Auftaktniederlage gegen Bochum folgte am Sonntag ein verdienter 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf. Damit haben die Ostwestfalen eindrucksvoll den drohenden Fehlstart verhindert und selbst ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nach der Partie zeigte sich SCP-Kapitän Uwe Hünemeier im Interview mit bundesliga.de hochzufrieden über die Fortschritte der letzten Tage.

"Das macht Mut für die nächsten Spiele"

bundesliga.de: Uwe Hünemeier, der SC Paderborn 07 hat das Spiel in Düsseldorf nach Rückstand noch gedreht und 2:1 gewonnen. Wie hat die Mannschaft das angestellt?

Uwe Hünemeier: Wir haben die Ruhe bewahrt und an unsere Stärken geglaubt. Gerade nach vorne haben wir fußballerisch überzeugt. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir den Gegner insbesondere über unsere starke linke Seite vor große Probleme gestellt. Idir Ouali hat ein sehr gutes Spiel gemacht, wir konnten ihn immer gut in Szene setzen. In der ersten Halbzeit haben wir es noch öfter verpasst, den entscheidenden Pass zu spielen. Nach der Pause haben wir das besser gemacht und über 90 Minuten gesehen verdient gewonnen. Wir haben den Kampf angenommen und uns in alles reingeschmissen, was geht. So muss man in der 2. Bundesliga auftreten. Wir haben vieles besser gemacht als in der vergangenen Woche.

bundesliga.de: Der Trainer hat das System im Vergleich zum Bochum-Spiel umgestellt und mit zwei Sechsern und Marcel Ndjeng auf der Außenposition spielen lassen. Ist das ein Model für die Zukunft?

Hünemeier: Ich glaube, das Marcel Ndjeng sich auf der Außenbahn wohler fühlt, sowohl hinten als auch vorne. Uns fehlten vorher auch die Alternativen. Jetzt haben wir Dominik Wydra dazu bekommen. Er hat das sehr gut gemacht, genauso Sebastian Schonlau, der später reingekommen ist und in einer so hitzigen Partie sein erstes Spiel absolviert hat. In diesem System fühlen wir uns wohl. In der letzten Woche haben wir es nicht so gut hingekriegt. Einige Spieler haben auch nicht auf ihren eigentlichen Positionen spielen können, was der Integration der neuen Spieler geschuldet war. In Düsseldorf haben wir gesehen, welche Möglichkeiten wir haben. Wir haben uns unglaublich viele Torchancen erarbeitet. Das muss uns Mut machen für die nächsten Spiele.

bundesliga.de: Sie sprechen Dominik Wydra, den Neuzugang von Rapid Wien an. Er ist Österreicher und macht das, was unsere Nachbarn am besten können: einen Slalomlauf im gegnerischen Strafraum, der zum Siegtreffer führt. Da hatte er doch in dieser Phase eigentlich nichts zu suchen oder?

Hünemeier: Am Ende der Szene hatte er etwas Glück. Aber wenn man den Willen hat, die Chance sieht und daran glaubt, dann kommt auch das Glück dazu. So war es in der Szene. Er hat sich richtig gut eingefügt, auch auf dem Platz strahlt er eine große Ruhe am Ball aus. Er ist auch da, wenn er in harten Zweikämpfen gebraucht wird. Man hat gesehen, dass er für uns sehr wertvoll werden kann.

"Unsere Moral ist intakt"

- © imago / Team2