Nils Petersen traf saisonübergreifend in den letzten 20 Spielen 21 Mal - © © gettyimages / Boris Streubel/Bongarts
Nils Petersen traf saisonübergreifend in den letzten 20 Spielen 21 Mal - © © gettyimages / Boris Streubel/Bongarts
2. Bundesliga

Hohes Tempo, hohe Klasse

Leipzig - RB Leipzig und der SC Freiburg zeigen im Topspiel des 6. Spieltags der 2. Bundesliga eine erstligareife Partie. Während Ralf Rangnick Geduld mit seinen jungen Spielern anmahnt, wandelt Nils Petersen auf den Spuren von Lewandowski und Aubameyang. Am Sonntag wollen beide Teams den nächsten Schritt machen.

Petersen kaum zu stoppen

Noch am Donnerstag Nacht flog der Freiburger Tross zurück nach Baden. Im Gepäck: ein Zähler nach einem starken 1:1 bei RB Leipzig. Schon am Sonntag erwartet den Tabellen-Zweiten die nächste schwere Aufgabe, wenn der FSV Frankfurt seine Visitenkarte abgibt (zur Vorschau). Die Hessen sind mit 13 Zählern überraschend gut in die Saison gestartet und dürften deutlich defensiver agieren als RB Leipzig, das am Donnerstag mutigen Angriffsfußball zelebrierte.

"Die Mannschaften haben jetzt Respekt vor uns", weiß SC-Stürmer Nils Petersen. "Nach Freiburg kommt keiner und spielt Hauruck-Fußball. Auch der FSV wird das nicht tun." Das glaubt auch Marc-Oliver Kempf. Der gebürtige Hesse erwartet, "dass Frankfurt uns alles abverlangen wird. Die haben Selbstvertrauen getankt." Am Donnerstag wurde der Freiburger Auftritt jedenfalls sehr aufmerksam beobachtet. Thomas Oral, Vor-Vorgänger von Rangnick als Leipziger Coach, war an alter Wirkungsstätte und machte sich eifrig Notizen. Derzeit trainiert Oral bekanntlich den Verein aus Frankfurt-Bornheim.

- © imago / Eibner

Ein erstligareifes Spiel

Besonders Petersen dürfte dem FSV-Coach einige Sorgen bei der Vorbereitung machen. Der erinnerte am Donnerstag mal wieder alle Beobachter daran, dass es auch in der Zweiten Liga richtig gute Angreifer gibt. Sein Treffer zur zwischenzeitlichen Freiburger Führung (29.) beim 1:1 in Leipzig war der achte Saisontreffer im siebten Saisonspiel des ehemaligen Bremers, der eine sensationelle Torquote aufweist: In 20 Pflichtspielen für Freiburg traf er saisonübergreifend 21 Mal, eine Quote in Aubameyang/Lewandowski-Dimensionen. Er selbst wiegelte ab und erinnerte an seine Zeit bei den Bayern. "Zur Zeit läuft es. Aber ich kenne auch die Zeiten, wenn die Minuten gezählt werden und die Medien Druck machen."