München - Nach 19 Spieltagen ist das Rennen um den Aufstieg und gegen den Abstieg in der 2. Bundesliga so offen wie selten zu einem so späten Saisonzeitpunkt. Zeit für eine ausführliche Zwischenbilanz.

Wussten Sie, dass extrem viele Partien gedreht wurden? Dass insgesamt deutlich mehr Treffer fielen als in der Vorsaison? Oder dass die Zweitligateams sehr häufig in der Nachspielzeit treffen? bundesliga.de präsentiert die Trends der Hinrunde.

Tabellenspitze historisch dicht zusammen

Die 2. Bundesliga ist an der Tabellenspitze so spannend wie schon lange nicht mehr - der Tabellenfünfte SC Paderborn (39 Punkte) hat nur drei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (42). So eng ging es auf den ersten fünf Tabellenplätzen nach 19 Spieltagen in der 2. Bundesliga zuletzt vor 13 Jahren (Saison 98/99) zu. Seit dem 11. Spieltag ist die aktuelle Top-5 der Tabelle (Düsseldorf, Greuther Fürth, Frankfurt, St. Pauli, Paderborn) unter sich - der Vorsprung von Platz 5 auf den 6. Tabellenplatz beträgt satte sieben Punkte.

Fünf unterschiedliche Tabellenführer

Insgesamt fünf Vereine hatten bisher das Vergnügen, in der Tabelle ganz oben zu stehen: Eintracht Braunschweig (2 Mal), Fortuna Düsseldorf (sieben Mal), der FC St. Pauli (zwei Mal), die SpVgg Greuther Fürth (sieben Mal) und Eintracht Frankfurt (ein Mal). Aus der aktuellen Top-5 der Tabelle war nur der SC Paderborn in dieser Saison noch nicht Tabellenführer.

Alles offen im Tabellenkeller

Der Rückstand des Tabellenletzten Karlsruher SC zum "rettenden Ufer" beträgt aktuell nur 2 Punkte - in der letzten Spielzeit lag das damalige Schlusslicht Arminia Bielefeld nach 19 Spieltagen bereits zehn Zähler hinter Platz 15. Die Top-5 haben eine überragende Bilanz - dagegen stehen die letzten fünf Teams miserabel da: Keiner von ihnen hat mehr als 16 Zähler auf dem Konto. Auch das ist eine Premiere: Nie zuvor seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren die letzten fünf Teams so schwach.

Deutlich mehr Treffer

In den 171 Spielen fielen insgesamt 493 Treffer (im Schnitt 2,9 Tore pro Partie) - das sind satte 36 Tore mehr als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Spielzeit (457 - im Schnitt 2,7 Tore pro Partie). Das liegt vor allem daran, dass die Gästeteams deutlich häufiger trafen (222 Mal) als in der letzten Spielzeit (181 Mal). Es gab schon zehn Spiele in dieser Saison, deren Ausgang (Sieg/Remis/Niederlage) in der Nachspielzeit durch späte Treffer noch verändert wurde.

Viele Nullnummern

Obwohl mehr Treffer fielen, endeten an den ersten 19 Spieltagen insgesamt schon 16 Spiele mit einem 0:0-Unentschieden. Zum Vergleich: In der Bundesliga gab es an den ersten 17 Spieltagen nur sechs "Nullnummern".

Viele Spiele werden gedreht

Die Spiele sind mit dem ersten Treffer keinesfalls entschieden: In der kompletten vergangenen Saison gab es 33 Siege nach einem 0:1-Rückstand, in der laufenden Spielzeit gab es jetzt schon bereits 20 Dreher. Auch die Anzahl der Heimsiege ist im Vergleich zur letzten Spielzeit deutlich zurück gegangen: An den ersten 19 Spieltagen gingen die Heimteams nur 73 Mal als Sieger vom Platz - zum gleichen Zeitpunkt 10/11 war dies noch 94 Mal der Fall. Nur 43 Prozent aller Spiele endeten mit einem Heimsieg, in der letzten Saison lag diese Quote nach 19 Spieltagen noch bei 55 Prozent.