Möchte man sich ein Bild vom Jahnstadion machen, reichen schon wenige Bilder und Informationen, um zu erkennen, dass die Spielstätte der Regensburger in der Zeit noch ein bisschen stehen geblieben ist. Das ist aber keinesfalls negativ zu bewerten, denn wohl nur noch selten ist die Geschichte eines Vereins mit einem Stadionbesuch so greifbar: die alte Holztribüne, weitestgehend fehlende Überdachung dazu noch die gute alte Stadionkneipe "Jahntribüne" – und das alles nahe des historischen Stadtkerns.

1926 war von alle dem aber noch nicht viel zu sehen. Als der SSV Jahn als Pächter sein erstes Spiel an der Prüfeninger Straße austrug, gab es nur den Jahn-Platz. Mit 7:0 wurde Passau standesgemäß geschlagen.

Mit dem steigenden Zuschauerinteresse stieg auch der Wunsch nach einer Tribüne. Diese wurde 1931 mit der Jahntribüne fertiggestellt und fortan wurde auch in einem "richtigen" Stadion gespielt, dem Jahnstadion. 1949 kamen die ersten Stehränge hinzu.

Holzbänke müssen weichen



1975 war der Verein dann gezwungen, seine Spielstätte an die Stadt zu verkaufen. Der Volksmund spricht seit dem auch vom städtischen Jahnstadion. Schon früh wurde daher der Ruf nach einem neuen Stadion laut. Doch da die finanziellen Mittel fehlten, wurde das Jahnstadion modernisiert. So wurde 1987 die Flutlichtanlage errichtet. Durch das aufstellen von Zusatztribünen gab es immer wieder Veränderungen im Gesamtbild, für die Ewigkeit war das aber nie.

2008 mussten für den Verbleib in der 3. Liga beträchtliche Sicherheitsmängel geschlossen werden. Seit dem haben die Holzbänke im Jahnstadion ausgedient, rote Sitzschalen wurden installiert. Zudem bekam die Haupttribüne erneut einen "Vorbau" verpasst. Auch eine Videoleinwand kam neu hinzu.

Neue Arena in Planung



Mit dem dritten Zweitliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte stehen nun wieder weitreichende Veränderungen an, um den Lizenzierungsauflagen gerecht zu werden. Eine Rasenheizung muss her, eine Zusatztribüne im Norden sorgt für eine höhere Kapazität, für die Medien gibt es modernisierte Plätze, einen Kameraturm und eine neuen Mixed-Zone, die Fluchtwege werden optimiert, die Umkleidekabinen vergrößert und die Lautsprecheranlage verbessert. Viel Arbeit, aber bis zum ersten Heimspiel soll das meiste fertiggestellt sein.

Die Zukunft sieht für den SSV Jahn aber eine neue Spielstätte vor. Die Planungen für eine Arena im Süden der Stadt an der A3 in der Nähe des Klinikums schreiten voran. Schon in zwei Jahren könnte mit dem Bau begonnen werden.