Vier Wochen durfte Mathias Hinzmann nur zusehen. Bei einem Trainingszweikampf mit Kristoffer Laban brach der Kapitän der zweiten Mannschaft von St. Pauli sich zum zweiten Mal die Nase. 27 Tage Zwangspause für den Abwehrchef!

Am Freitag gegen TeBe Berlin will Hinzmann zurück aufs Feld. Zwei Jahre ist es her, als der 25-Jährige sich zum letzten Mal die Nase brach. Die Maske hat Hinzmann immer noch. "Die lag bei uns zu Hause noch rum und passt zum Glück immer noch. Ein wenig behindert sie mich schon, aber so schlimm ist es nicht."

"Mein erfahrenster Spieler"

Eines steht fest. Mathias Hinzmann kann dem Team von Trainer Jörn Großkopf ein großes Plus an Stabilität verleihen. Seit 1996 ist der Innenverteidiger beim FC St. Pauli. Ganz festlegen wollte Jörn Großkopf sich aber noch nicht: "Ob er im Kader steht, entscheiden wir nach dem Abschlusstraining. Aber die Tendenz ist natürlich schon vorhanden. Er ist der Kapitän und mein erfahrenster Spieler. Da ist klar, dass wir uns unsere Gedanken machen."

In der Regionalliga ist die U 23 des FC St. Pauli inzwischen angekommen. Neun Punkte aus den letzten vier Spielen lassen erahnen zu was die Mannschaft fähig sein kann. Und beim Stichwort Berlin kommen nur gute Erinnerungen hoch. Das letzte Spiel gegen die Reserve von Hertha BSC konnte St. Pauli mit 3:1 für sich entscheiden.

"Müssen zu 100 Prozent da sein"

Die Mannschaften aus der Hauptstadt könnten leicht zum Lieblingsgegner für die "boys in brown" werden. "Die haben vier Mal auswärts gespielt und dreimal gewonnen. Da müssen wir wirklich vom ersten Moment an wach sein. Es gibt in dieser Liga keine Lieblingsgegner. Da kann jeder jeden schlagen. Wir müssen zu 100 Prozent da sein."

100 Prozent: Die würde auch Mathias Hinzmann gerne wieder geben: "Ich will natürlich am Wochenende spielen, aber entscheiden muss es der Trainer." Anpfiff ist am Freitagabend um 19:30 im Millerntorstadion.