Köln – Nach turbulenten Jahren ist der MSV Duisburg ist wieder zurück in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft von Cheftrainer Gino Lettieri hat in den 3. Liga den Aufstieg perfekt gemacht. bundesliga.de stellt den alten Bekannten vor.

Es waren die schwärzesten Tage in der Vereinsgeschichte der Zebras im Frühjahr 2013: Die finanzielle Lage hatte sich beim MSV Duisburg derart zugespitzt, dass der Verein den  Zwangsabstieg in die 3. Liga nicht mehr verhindern konnte. Dabei hatte man die Saison in der 2. Bundesliga doch als Tabellenzehnter abgeschlossen.

Immerhin konnte der Club auch in diesen schwierigen Zeiten auf seine treuen Anhänger setzen. Eine Welle von Fan-Aktionen, unter anderem eine fünf Kilometer lange Menschenkette, sorgte dafür, dass am Ende alle Beteiligten beinahe gestärkt aus dem Unglück herausgingen.

Gründungsmitglied der Bundesliga

Denn eigentlich gehört der MSV Duisburg ohnehin zum Stammpersonal der beiden besten Ligen in Deutschland. Als Gründungsmitglied hielten sich die Zebras bis Anfang der Achtziger-Jahre durchgehend in der Bundesliga, spielten – abgesehen von einer kleinen Ausnahme zwischen 1986 und 1989 – immer im bezahlten Fußball. Anschließend machte man sich als Fahrstuhlmannschaft einen Namen und so kommt der MSV unter dem Strich auf bisher 28 Jahre Bundesliga und 19 Jahre 2. Bundesliga.

Nun kommt in der kommenden Saison also eine weitere Spielzeit hinzu. Nachdem sich die rund erneuerte Mannschaft im ersten Drittliga-Jahr erst einmal akklimatisieren – und mit Platz 7 zufrieden geben musste, begann 2014/15 der große Angriff. Den etwas holprigen Saisonstart machten die Zebras mit einer beindruckenden Siegesserie zum Ende wieder wett.

Janjic als überragender Akteur

Im Kader befinden sich mit Dennis Grote, Sascha Dum oder Christopher Schorch Bundesliga erfahrene Spieler. Überragender Mann auf dem Platz ist aber derzeit Zlatko Janjic. Der Bosnier kam im Sommer aus der 2. Bundesliga von Erzgebirge Aue und konnte sich bereits 17 Mal in die Torjägerliste eintragen – als offensiver Mittelfeldspieler wohlgemerkt. Zusammen mit dem Nigerianer Kingsley Onuegbu (14 Saison-Tore) stellen die beiden das beste Offensiv-Duo der Liga.

An der Seitenlinie steht seit Sommer 2014 der Deutsch-Italiener Gino Lettieri. Der 48-Jährige war zuvor Co-Trainer bei Arminia Bielefeld unter Norbert Meier, hat als Chefcoach aber auch schon seine Erfahrung mit gefallenen Riesen gemacht. So führte er den FC Augsburg nach dem Lizenzentzug 2002 von der viertklassigen Bayern-Liga zurück in die Regionalliga. Der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte.

"Ohne die Fans würde es den Verein wahrscheinlich gar nicht mehr geben", sagte Lettieri über den Duisburger Anhang nach den schwierigsten Jahren der Vereinsgeschichte. Mit 12.500 Zuschauern im Schnitt sind die Zebras auf jeden Fall jetzt schon reif für die 2. Bundesliga.

Karol Herrmann

Liebe FB-Freunde!Vielen Dank für die Glückwünsche zur Vertragsverlängerung! Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht...

Posted by Lettieri Gino on Dienstag, 10. März 2015