München - Absteiger Hertha BSC trifft am 7. Spieltag auf die auswärtsstarken Dresdner. Der Haupstadt-Club will in dieser Begegnung den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Eine absolut positive Formkurve zeigt momentan der FC Ingolstadt, der zeitgleich im Bayern-Derby 1860 München empfängt (Mittwoch, ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

In den weiteren beiden Spielen stehen sich Tabellenführer Eintracht Braunschweig und der MSV Duisburg gegenüber, ein Duell Erster gegen Letzter, Erzgebirge Aue misst sich mit Tabellennachbar Union Berlin. bundesliga.de gibt einen Überblick über alle vier Partien.

Hertha BSC befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. Nach drei Siegen in Serie holte die Luhukay-Elf nach Rückstand am Lauterer Betzenberg auch noch einen Punkt gegen Mitabsteiger Kaiserslautern. Umso ärgerlicher, dass der Trainer die zuletzt erfolgreiche Elf gegen Dresden umstellen muss. Maik Franz erlitt in der Pfalz eine Gelenklippen- und knöcherne Pfannenverletzung in der rechten Schulter. Für den Abwehrspieler ist ein Partie gegen die "Roten Teufel" offenbar ein schlechtes Omen. Bereits seinen Kreuzbandverletzung zog er sich in einem Spiel gegen den FCK zu. Für Franz dürfte Roman Hubnik in die Startformation rücken. In Lautern stellte Luhukay das System auf ein 4-2-3-1 um. Zu Hause könnten die Hauptstädter hingegen wieder in einem klassischen 4-4-2-System auflaufen um den dritten Heimsieg in Serie zu feiern. Hinter dem erfolgreichsten Torschützen Ronny steht ein kleines Fragezeichen. Der Brasilianer, der in Lautern den Ausgleich erzielte, klagte nach dem Spiel über Oberschenkelprobleme.

Siege gab es in der jüngeren Vergangenheit für Dynamo Dresden nicht, dennoch reisen die Sachsen mit Selbstvertrauen in die Haupstadt. Immerhin weißt das Team von Ralf Loose eine gute Auswärtsbilanz auf, hat nur am ersten Spieltag in Bochum verloren, danach in Duisburg und Sandhausen vier der fünf Saisonpunkte geholt. Gegen die Hertha muss Loose allerdings auf Angreifer Lynel Kitambara verzichten. Der Neuzugang musste bereits gegen Ingolstadt wegen muskulärer Probleme passen und dürfte auch für das Spiel am Mittwoch nicht einsatzfähig sein.



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Ingolstadt hält momentan bei elf Punkten - neun davon holten die "Schanzer" in den letzten drei Spielen, der FCI ist also ohne Übertreibung die Mannschaft der Stunde in der 2. Bundesliga. Damit hat der Club nach sechs Spielen bereits mehr Punkte auf dem Konto, als nach der gesamten Hinrunde der Vorsaison. FCI-Präsident Peter Jackwerth ist nach dem Erfolgslauf der Meinung, dass die Mannschaft "einer sorgenfreien Saison näher kommt." Zuletzt, beim 1:0-Sieg in Dresden, blieb Ingolstadt erstmals in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer.

Die noch ungeschlagenen Münchner "Löwen" kommen am Mittwoch zum Bayern-Derby in den Audi Sportpark - und das ebenfalls mit gehörig Selbstvertrauen, immerhin holten die "Sechzger" am Sonntag gegen die bis dahin fünf Mal siegreichen Braunschweiger einen Punkt. In der Tabelle rangieren die "Blauen" nur einen Zähler hinter Ingolstadt auf Rang 8. Beim Versuch die Serie ohne Niederlage weiter auszubauen, muss Trainer Reiner Maurer nur auf Grigoris Makos (Aufbautraining nach Syndesmoseriss) vorgeben.



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Die Eintracht lacht auch nach sechs Spielen ungeschlagen von der Tabellenspitze. Zum vierten Heimspiel der Saison empfangen die Niedersachsen das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg. Im Spitzenspiel des vergangenen Spieltags kamen die Braunschweiger bei 1860 München trotz vieler Topchancen nicht über ein 1:1 hinaus. Diesen ersten Punkteverlust will die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht gegen den MSV wiedergutmachen. Grund zur Hoffnung auf den nächsten Heimsieg der Eintracht gibt die in München beendete Torlosigkeit von Domi Kumbela. In der vergangenen Spielzeit gab es im Eintracht-Stadion ein torloses Remis der "Löwen" gegen die "Zebras".

Torlos endete auch das letzte Spiel des MSV am Sonntag zu Hause gegen den VfL Bochum, wodurch die Duisburger den ersten Punkt der Saison ergatterten. Zwar ist die Elf von Kosta Runjaic immer noch Tabellenletzter, aber nun nicht mehr ohne Zähler, was auch das Selbstvertrauen der Mannschaft heben sollte. Verteidiger Benjamin Kern äußert sich zuversichtlich vor der Reise nach Niedersachsen: "Braunschweig soll sich nicht zu sicher sein." Immerhin blieb der MSV auch erstmals ohne Gegentreffer in der laufenden Spielzeit. Mit Timo Perthel, Jürgen Gjasula und Markus Bollmann muss Runjaic immer noch auf dieselben Spieler wie gegen Bochum verzichten.



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Null Punkte, 0:4 Tore - die Bilanz der letzten drei Begegnungen von Erzgebirge Aue geben nicht gerade Hoffnung. Am Mittwochabend trifft die Truppe von Karsten Baumann auf Union Berlin, den Tabellennachbarn (Aue ist 15., Union 14.) der "Veilchen". Die Heimbilanz der Auer liest sich sogar verheißungsvoll, immerhin holte die Mannschaft sämtliche Saisonpunkte (vier) im eigenen Stadion. Gegen die Köpenicker muss Baumann allerdings auf Kapitän Rene Klingbeil verzichten. Der Abwehrspieler flog am vergangenen Wochenende in Aalen nach grobem Foulspiel vom Platz. Für ihn wird wohl Dominic Rau in die Startelf rücken.

Unions letztes Erfolgserlebnis auf fremden Platz liegt schon eine Weile zurück. Zum Saisonauftakt sicherten sich die "Eisernen" mit einem 3:3 in Lautern einen Punkt, danach gab es auswärts nur noch Niederlagen. Doch nach dem ersten Saisonsieg gegen Köln (2:1) hat die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus wieder Selbstvertrauen getankt. Da lassen sich die Ausfälle der verletzten Felipe Gallegos, Thomas Parensen, Björn Kopplin und Patrick Zoundi leichter verkraften.



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