Berlin - Während die Profis von Hertha BSC Berlin nach dem Sieg gegen den FC Ingolstadt am Montag einen trainingsfreien Tag verleben durften, ackerten die Verletzten der Hauptstädter mit Physiotherapeut Jörg Blüthmann auf dem Schenkendorff-Platz für ihr Comeback. Die Rekonvaleszenten Marco Djuricin (Knöchelverletzung), Nikita Rukavytsya (Muskelfaserriss) und Christoph Janker (Zerrung des Syndesmosebandes) drehten zunächst bei nasskaltem Wetter ein paar Runden, bevor es zum Schusstraining überging.

Youngster Djuricin musste die Einheit allerdings nach 20 Minuten beenden und verließ mit versteinertem Gesicht den Trainingsplatz. "Ich musste das Training abbrechen, weil ich beim Schießen wieder Schmerzen verspürt habe", sagte der österreichische Jungprofi sichtlich enttäuscht. Die medizinische Abteilung hatte ihm ursprünglich grünes Licht gegeben. "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber wir werden sehen, ob ich vielleicht schon morgen wieder mit der Mannschaft trainieren kann", gab er sich dennoch kämpferisch.

Guter Eindruck bei Rukavytsya und Janker

Nachdem Marco Djuricin das Trainingsgelände verlassen hatte, trainierten die beiden anderen Hertha-Profis unter der Beobachtung von Blüthmann speziell das Flanken und den direkten Torabschluss.

Die beiden machten einen fitten und weitestgehend spirtizigen Eindruck, was sicherlich auch Herthas Chefcoach Markus Babbel freuen wird. Vor einer Woche sagte er zwar, dass der große Kader der Herthaner einige Verletzte kompensieren kann, aber sicherlich wird er jeden Rückkehrer mit offenen Armen empfangen.

"Ich fühle mich wieder sehr gut, und ich hoffe, dass ich spätestens am Mittwoch wieder in das Mannschaftstraining einsteigen kann", sagte Herthas australischer Flügelflitzer.

"Bin auf einem guten Weg"

Ob der Australier beim kommenden Auswärtsspiel beim SC Paderborn schon wieder im Kader stehen wird steht allerdings im Ermessen von Coach Babbel. Sein seit einigen Wochen verletzter Mannschaftskollege Christoph Janker zeigte sich ebenfalls erleichtert, dass er seine Zerrung des Syndesmosebandes auskuriert hat.

"Ich habe in den letzten Wochen hart in der Reha gearbeitet und ich sehe mich auf einem guten Weg. Ich denke, dass ich in den nächsten Tagen wieder mit dem Team trainieren kann. Ich bin zwar noch nicht wieder topfit, aber ich habe zumindest unter Belastung so gut wie keine Schmerzen mehr", sagte der Defensivspezialist.