München - Mit dem 1:0-Sieg gegen den SV Sandhausen hat Hertha BSC am vergangenen Wochenende die direkte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht. Doch die Berliner haben ein weiteres Ziel: Die Meisterschaft. Im Gastspiel beim FC St. Pauli will die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay dafür den nächsten Schritt machen.

In den anderen beiden Partien trifft der 1. FC Köln auf 1860 München und der SC Paderborn auf den VfR Aalen. bundesliga.de blickt auf die drei Sonntagspartien (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) voraus.

Mit dem sicher eingetüteten Aufstieg hat Hertha BSC die Pflicht erfüllt - jetzt soll die Kür folgen. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig beträgt lediglich einen Punkt, die Meisterschaft in der 2. Bundesliga ist also noch nicht unter Dach und Fach. "Aus dieser fantastischen Saison wollen wir uns mit der Meisterfelge in Richtung Bundesliga verabschieden", gab Trainer Jos Luhukay die Marschroute für die vier verbleibenden Partien vor.

Mit dem FC St. Pauli erwartet die "Alte Dame" ein Gastgeber, der über die gesamte Spielzeit der hohen Erwartungshaltung nicht gerecht werden konnte. Zu keinem Zeitpunkt der Saison waren die "Kiez-Kicker" besser als Platz 11 positioniert. Zuletzt fanden die Hamburger aber zumindest am heimischen Millerntor zu alter Stärke zurück und holten aus den vergangenen vier Partien zehn von zwölf möglichen Punkten.

"Wir wollen unser Spiel durchbringen und unsere Tugenden auf den Platz bringen. Aggressiv am Mann sein, Zweikämpfe führen und fußballerische Akzente setzen", sagte Coach Michael Frontzeck. Allerdings muss der 49-Jährige wohl auf Top-Torjäger Daniel Ginczek verzichten, der weiter an Adduktorenproblemen laboriert. Florian Kringe fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses definitiv aus. Bei den Hauptstädtern fehlen weiterhin Peter Niemeyer und Peter Pekarik.



Schiedsrichteransetzungen

An diesem Wochenende ist es wieder am 1. FC Köln, im Kampf um den Relegationsplatz vorzulegen. Zwei Punkte trennen die "Geißböcke" von Platz 3, den derzeit der 1. FC Kaiserslautern inne hat. "Wir müssen uns vor allem auf uns und unsere Leistungen konzentrieren. Wir schauen von Spiel zu Spiel, gehen fokussiert in jede Partie und lassen uns nicht durch andere Ergebnisse ablenken", erklärte Mittelfeldspieler Matthias Lehmann.

1860 München hat sich spätestens nach der 1:2-Niederlage gegen den FSV Frankfurt aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Doch genau deswegen wird der TSV in den letzten Spielen der Saison noch einmal alles geben. "Wir wollen unseren treuen Fans wieder ein Erfolgserlebnis schenken und sie für die erste Halbzeit gegen den FSV Frankfurt entschädigen", kündigte Coach Alexander Schmidt an.

Die Rheinländer können am Sonntag wieder auf Torjäger Anthony Ujah zurückgreifen. Der Nigerianer wird wohl für Adel Chihi in die Startelf rücken. Bei den "Löwen" fehlt weiterhin Dominik Stahl.



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Trotz der Platz 11 in der Tabelle lautet das Ziel beim SC Paderborn weiterhin, erst einmal die 40-Punkte-Marke zu knacken. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen erwartet Trainer Stephan Schmidt von seiner Mannschaft "eine positive Reaktion": "Der VfR definiert sich nicht über viel Ballbesitz, sondern steht mit zehn Mann hinter dem Ball und ist mit schnellem Umschalten erfolgreich. Wir benötigen daher eine gute Balance, um nicht in Konter zu laufen", so der 36-Jährige.

Doch auch der VfR Aalen will am Sonntag unbedingt dreifach punkten, um den positiven Trend der vergangenen Wochen fortzusetzen. "Es hat mich freudig gestimmt, wie die Mannschaft gegen Union Berlin aufgetreten ist. Das war wahrscheinlich unser bestes Heimspiel in dieser Saison. Idealerweise punkten wir jetzt auch in Paderborn", meinte Coach Ralph Hasenhüttl.

Aufgrund der Leistung am vergangenen Wochenende wird der Österreicher seine Mannschaft wohl nicht entscheidend verändern. Das Lazarett vergrößerte sich unter der Woche ebenfalls nicht. Bei den Ostwestfalen fehlt Manuel Zeitz wegen seiner fünften Gelben Karte. Christian Strohdiek wird hingegen aller Voraussicht nach wieder von Beginn an auflaufen.



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