München - Zum Abschluss der Hinrunde der 2. Bundesliga kommt es zu einem Duell im Abstiegskampf. Wegen der Schneemassen, die derzeit die Hauptstadt lahmlegen, stand lange nicht endgültig fest, ob das Spiel stattfinden kann.

Mittlerweile ist der Anpfiff jedoch gesichert (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). "Wir haben gesagt, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, damit das Spiel stattfinden kann. Wer unseren Verein und die Union-Fans kennt, weiß, was das bedeutet: Heute Abend wird gespielt", so Union-Präsident Dirk Zingler am Mittag.

Die Gesamtbilanz dieser Begegnung fällt eindeutig für den KSC aus. Beide Teams trafen in der 2. Bundesliga bisher acht Mal aufeinander, Union konnte noch keines der Spiele gewinnen (vier Remis, vier Niederlagen). Im Vorjahr trennten sich beide Teams in Berlin mit 1:1, in der Hinrunde hatte der KSC die Partie mit 3:2 gewonnen.

Neuhaus: "Eine schwierige Situation"

Die lange Ungewissheit stellte Union-Trainer Uwe Neuhaus und KSC-Coach Uwe Rapolder vor eine ganz spezielle Herausforderung: "Das ist für beide Mannschaften eine schwierige Situation. Für uns bedeutet dies, trotz der Gefährdung des Spiels, die Spannung hoch zu halten", äußert sich Uwe Neuhaus zu den Umständen.

Personell sprach der Trainer von einer sich stabilisierenden Situation. Neuhaus zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass sich Björn Brunnemann wieder zum Mannschaftstraining zurückmelden konnte. Daniel Göhlert und auch Christian Stuff befinden sich zudem auf dem Weg der vollständigen Genesung. Diese wird zwar erst zum Rückrundenstart erreicht sein, aber einem Einsatz steht wenig entgegen. Weiterhin fehlen den "Eisernen" die Langzeitverletzten Michael Parensen, Santi Kolk, Marcel Höttecke, Ahmed Madouni und Torsten Mattuschka.

Engelhardt fehlt dem KSC

KSC-Coach Uwe Rapolder weiß die Situation seines Clubs einzuschätzen: "Mit drei Punkten könnten wir uns im Abstiegskampf ein wenig Luft verschaffen. Die Bandbreite des Möglichen ist recht groß. Wenn für uns alles optimal läuft, könnten wir noch Platz 11 erreichen - läuft es schlecht stehen wir nach dem 17. Spieltag auf dem Relegationsplatz", weiß Rapolder um die psychologische Wirkung eines Sieges im letzten Spiel der Vorrunde. Die Berliner schätzt er als eine Mannschaft ein, "die um jeden Meter kämpft" und "sehr robuste Spieler hat". Rapolder überlegt deshalb, möglichst viele hochgewachsene Akteure einzusetzen.

Der KSC-Trainer wird seine Startelf in jedem Fall umbauen müssen, denn Marco Engelhardt fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte, zudem ist Timo Staffeldt aufgrund einer Grippe außer Gefecht gesetzt. Darüber hinaus fehlen die verletzten Godfried Aduobe, Serhat Akin, Ole Schröder und Christian Timm. Niklas Tarvajärvi ist nach seiner Achillessehnenverletzung hingegen wieder fit und stünde zur Verfügung. Der ebenfalls wieder genesene Matthias Langkamp könnte sogar in die Startformation rücken; Matthias Zimmermann würde in diesem Fall im defensiven Mittelfeld spielen.