München - Nicht nur der FC St. Pauli wird den Karlsruher SC, der mit einem 1:0-Erfolg beim FSV Frankfurt siegreich in die Saison gestartet ist, beim Aufeinandertreffen am Samstagnachmittag (ab 15:15 Uhr im Live-Ticker) zum Schwitzen bringen, sondern auch die angekündigte Hitzewelle: 37 Grad Celsius werden im Karlsruher Wildparkstadion erwartet - so meldet es zumindest der Deutsche Wetterdienst.

Die Anhängerschaft des KSC lässt sich davon aber nicht beeindrucken. Der Club rechnet bei der Heimpremiere mit über 20.000 Fans, die am Samstag den Weg in den Wildpark finden und die Mannschaft lautstark unterstützen.

Frontzeck: "Wetter ist keine Ausrede"



Doch genauso wenig zählt die Wetterlage als Ausrede für St. Pauli-Trainer Michael Frontzeck, der auf der abschließenden Pressekonferenz erklärte: "Von uns wird es keine Beschwerden über das Klima geben. Schließlich muss auch der KSC mit den Bedingungen klarkommen. Als Ausrede für eine etwaige schlechte Leistung gilt das Wetter nicht. Nicht vor und nicht nach dem Spiel."

Dafür, dass zumindest die Zuschauer nicht allzu sehr unter den tropischen Temperaturen leiden müssen, hat der KSC gesorgt. Mit einem Feuerwehrschlauch will der Verein den Anhängern auf den Rängen Abkühlung verschaffen. "Der Schlauch kann ruhig auch mal bei mir vorbeikommen. Da ich kein Haupthaar mehr habe, bin ich bei dieser Hitze natürlich mehr als gefährdet", scherzt Frontzeck, dem die ernstzunehmende Problematik der starken Sonneneinstrahlung natürlich bewusst ist.

Karlsruhe auf der Euphoriewelle



Wie der KSC ist auch der FC St. Pauli als Sieger aus dem ersten Spiel der neuen Saison hervorgegangen. Mit 1:0 bezwangen die "Kiezkicker" den TSV 1860 München, der vor der Saison selbstbewusst das Ziel Aufstieg ausgegeben hat. Auf errungenen Lorbeeren wollen sich die Hamburger jedoch nicht ausruhen und auch am 2. Spieltag punkten. Den Gegner unterschätzen die Paulianer aber auf keinen Fall, wie Frontzeck angibt: "Das wird ein schwieriges Spiel werden, in Karlsruhe herrscht nach dem Aufstieg und dem Auftaktsieg eine ordentliche Euphorie."

Und genau diese Euphorie soll den KSC am Samstag zum Sieg verhelfen. "Mit diesem grandiosen Publikum im Rücken können wir jeden schlagen, auch St. Pauli. Wir haben uns durch den Auswärtssieg etwas Druck genommen. Ich bin zuversichtlich, dass uns ein Sieg gelingt", sagt Kapitän und Torwart Dirk Orlishausen selbstbewusst.

Der Karlsruher SC muss im Spiel gegen die Hamburger auf Manuel Gulde, Dennis Kempe und Martin Stoll verzichten. Bei St. Pauli fehlen weiterhin Kevin Schindler, Dennis Daube, Florian Mohr und Sebastian Schachten. Ansonsten steht Michael Frontzeck derselbe Kader wie beim Spiel gegen die Münchner "Löwen" zur Verfügung.



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