München - Am Samstag probten mehrere Clubs aus der 2. Bundesliga in Testspielen den Ernstfall. Die Spiele im Überblick:

Hansa Rostock - FC Vestsjaelland 2:1

Acht Tage vor dem Start in die Rückrunde hat Hansa Rostock ein letztes Testspiel vor 875 Zuschauern in der heimischen DKB-Arena absolviert. Gegen den dänische Zweitligist FC Vestsjaelland gewannen die Rostocker mit 2:1.

Der erste Treffer der Partie fiel schon in der 6. Spielminute. Stephan Gusche übersah bei einem Rückpass, dass Kevin Müller neben dem Tor stand. Und so gab es frühzeitig das 1:0 für die Gäste. Danach übernahm dann aber Hansa Rostock die Initiative und hatte mehrere Gelegenheiten zum Ausgleich. Eine Minute vor der Pause fiel dann das 1.1. Eine flache Langen-Eingabe von rechts drückte Freddy Borg über die Linie.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit vergab Rostock zunächst weitere gute Gelegenheiten. Tom Weilandt, der nach schönem Zuspiel von Edisson Jordanov über das Tor schoss (53.), sowie Tobias Jänicke, dessen Kopfball Mikkelsen parierte (56.), blieben erfolglos. Am Ende fiel aber doch noch das 2:1 für Rostock. Nach einem Eckball von Timo Perthel stieg Stephan Gusche zum Kopfball hoch und sorgte für die Entscheidung.

Hansa Rostock : K. Müller, Schyrba (46. Pannewitz), Gusche, Holst, Pelzer (46. Jänicke), Janecka, Jordanov (74. Ziegenbein), Langen (46. Weilandt), Mintal (82. Albrecht), Perthel, Borg (82. Schied)

Tore: 0:1 Gusche (6., Eigentor), 1:1 Borg (44.), 2:1 Gusche (87.)


FC Winterthur - 1860 München 1:2

Der TSV 1860 München bleibt in den Testspielen auch nach dem Spiel gegen den Schweizer Zweitligisten FC Winterthur ungeschlagen. Nach 0:1-Rückstand zur Pause drehte das Team von Cheftrainer Reiner Maurer die Partie. Sowohl der eingewechselte Stefan Buck (54.) als auch Sebastian Maier (63.) trafen für die Münchener im zweiten Durchgang zum 2:1-Endstand.

Die Schweizer dominierten die Partie in den ersten 45 Minuten. Bei einigen guten Chancen der Eidgenossen musste "Löwen"-Keeper Gabor Kiraly sich strecken, um sein Team im Spiel zu halten. In der 37. Minute wäre auch er machtlos gewesen, doch Antonio Rukavina verhinderte mit der Hand das Tor. Den folgenden Handelfmeter verwandelte Patrick Alphonse Bengondo zum 1:0 für den FC Winterthur.

Wesentlich engagierter traten die "Löwen" in der zweiten Hälfte auf. Das Blatt wendete sich endgültig zu ihren Gunsten, als Stefan Buck einen Eckball von der linken Seite durch Kevin Volland per Kopf zum 1:1 über die Linie drückte (54.). Sebastian Maier zog wenig später aus 15 Meter Entfernung ab, und traf halbhoch zum Siegtreffer ins rechte Eck.

1860 München: Kiraly (46. Ochs), Rukavina, Bülow, Schindler (78. Kotzke), Feick, Stahl, Bierofka (46. Benjamin), Aigner (46. Buck), Rakic (68. Ziereis), Volland (78.Hofstetter), Lauth (46. Maier)

Tore: 1:0 Bengondo (38. Handelfmeter), 1:1 Buck (54.), 1:2 Maier (63.)


FC St. Pauli - Grashoppers Zürich 1:1

Zum letzten Test vor dem Zweitligaauftakt am kommenden Wochenende empfing der FC St.Pauli den Schweizer Erstligisten Grashoppers Zürich. Nachdem die erste Halbzeit mit wenigen Torchancen angefangen hatte, sorgte ein Freistoß von St. Paulis Dennis Daube das erste Mal für Gefahr. Der lange Ball kam zu Marius Ebbers. Der verlängerte mit dem Kopf ins Tor der Schweizer, deren Torwart zu weit vor dem Kasten stand (28.). Vor der Pause war eine höhere Führung möglich, doch St. Pauli ließ weitere Chancen aus.

Obwohl die Hamburg auch in der zweiten Hälfte druckvoll agierten, musste der eingewechselte Torwart Philipp Heerwagen in 61. Minute hinter sich greifen. Daniel de Ridder erzielte den Ausgleich für Zürich. Aus 16 Metern Entfernung fand der Ball über den Pfosten den Weg ins Tor.

Kurz vor Schluss hatten die Kiezkicker noch einmal die Chance zum 2:1-Siegtreffer, doch Volz' Schuss strich am Tor vorbei. Auch der unmittelbare Konter der Züricher führte zu keinem Tor. Somit blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden.

FC St. Pauli: Pliquett (46. Heerwagen), Volz, Thorandt, Zambrano (78. Gunesch), Funk, Daube (69. Kalla), Boll (78. Morena), Bruns (56. Schindler), Kruse, Naki (56. Sliskovic), Ebbers (46. Saglik)

Tore: 1:0 Ebbers (27.), 1:1 de Ridder (61.)


Dynamo Dresden - Miedz Legnica 3:0

Dynamo Dresden hat im vorletzten Testspiel der Winterpause einen klaren 3:0-Erfolg gegen den tschechischen Erstligisten SK Dynamo Ceske Budejovice erzielt. Die erste Chance für die "Schwarz-Gelben" hatte Romain Brégerie, der nach einem Freistoß per Hacke an den Ball kam und ihn am Torwart der Gäste vorbeispitzeln wollte. Filip Trojan hatte nach 20 Minuten mit einem satten Schuss die beste Gelegenheit, aber sein Versuch ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause gab es zum ersten Mal Grund zum jubeln. Pavel Fort hatte ein Auge für den mitgelaufenen Robert Koch, der aus halblinker Position einfach abzog und die etwas überraschende Führung für die Gastgeber erzielte.

Nach der Pause wurde es gleich aufregend. Zlatko Dedic hatte sich am Mittelkreis die Kugel geschnappt und war in Richtung Strafraum gestürmt. Aus etwa 20 Metern lupfte er den Ball auf die Latte und sorgte für ein Raunen bei den anwesenden Fans. Nach dieser kuriosen Szene nahmen die "Schwarz-Gelben" schließlich das Heft des Handelns in die Hand und dominierten fortan die Partie. Es dauerte auch nicht lange, bis dass Zlatko Dedic, mit einem tollen Kopfball im Rückwärtsfallen das 2:0 erzielte. Wenig später stand Gerrit Müller frei im Strafraum und versenkte das Leder kompromisslos in den Maschen. Ein Tor, dass dem kleinen Dribbler hoffentlich Selbstvertrauen gibt. 3:0 lautete schließlich das Endergebnis. Obwohl die Gäste aus Budweis mit zunehmender Spielzeit schwächer wurden und harmlos agierten, ist das Ergebnis auch in dieser Höhe völlig verdient.

Dynamo Dresden: Hesl, Gueye (83. Möckel), Bregerie, Jungwirth, Schuppan, Fiel (83. Jungnickel), Papadopoulos, Trojan (83. Müller), Koch, Dedic, Fort (74. Walch)

Tore: 1:0 Koch (41.), 2:0 Dedic (56.), 3:0 Müller (88.)


Alemannia Aachen - VfL Osnabrück 1:1

In einem kurzfristig angesetzten Testspiel trennte sich die Alemannia am Samstagnachmittag 1:1 vom Drittligisten VfL Osnabrück. .

In einem ausgeglichenen Spiel hatten Nils Fischer nach Anspiel von Rouven Hennings sowie auf der Gegenseite Benjamin Auer, der eine Flanke von Sergiu Radu am langen Pfosten verpasste, schnell die ersten Chancen. Nach Vorarbeit von Albert Streit über die linke Seite scheiterte Radu aus 15 Metern an Torwart Manuel Riemann. Kurz vor der Pause nutzte Rouven Hennings eine Lücke in der Alemannia-Abwehr und ließ Boy Waterman mit einem Flachschuss aus 13 Metern ins lange Eck keine Chance.

Zur Pause wechselte Trainer Friedhelm Funkel gleich neunmal aus. Zuvor musste bereits Mario Erb nach einem Pressschlag mit Michael Gardawski ebenso wie sein Gegenspieler verletzt den Platz verlassen. Eine Viertelstunde vor dem Ende musste auch Reinhold Yabo angeschlagen vom Feld.

Der eingewechselte Tim Krumpen bewahrte seine Mannschaft kurz nach dem Wechsel mit einer Glanztat gegen den freistehenden Hennings vor dem 0:2. Stattdessen gelang Alper Uludag mit einer Einzelaktion, die er mit einem trockenen Schuss aus gut 20 Metern abschloss, der Ausgleich.