Simon Terodde (r.) und Co. wollen den Aufstieg des HSV sichern - © via www.imago-images.de/imago images/MIS
Simon Terodde (r.) und Co. wollen den Aufstieg des HSV sichern - © via www.imago-images.de/imago images/MIS
2. Bundesliga

Hamburger SV: Darum klappt im dritten Anlauf die Rückkehr in die Bundesliga

Der Hamburger SV will im dritten Anlauf endlich die Rückkehr in die Bundesliga schaffen. Die Ausgangslage vor dem 28. Spieltag ist ähnlich wie in den letzten beiden Jahren - doch es gibt einige Argumente dafür, dass es der HSV diesmal schafft, am Ende auf einem Aufstiegsplatz zu stehen.

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27 Spieltage hat der Hamburger SV in der 2. Bundesliga absolviert. Die Bilanz: 50 Punkte, Platz zwei. Gute Aussichten für die Endphase der Saison, der Aufstieg scheint greifbar. Doch die HSV-Fans wissen nur zu gut, dass noch lange nichts entschieden ist, schließlich stand der Verein schon in den letzten beiden Spielzeiten nach 27 Spieltagen jeweils auf Rang zwei, aber in der Abschlusstabelle stets auf dem undankbaren vierten Platz. Ergo: kein Aufstieg, keine Relegation, stattdessen Enttäuschung über die verpasste Chance.

Dieses Jahr soll alles anders werden, wenngleich die Situation an der Tabellenspitze äußerst eng ist und der HSV zuletzt in einem spektakulären Spiel bei Hannover 96 noch eine Drei-Tore-Führung verspielte und zwei sicher geglaubte Punkte liegen ließ.

Doch es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, dass es der HSV diesmal schaffen wird, am Ende der Saison die Rückkehr in die Bundesliga zu feiern. Der Hauptgrund ist die Offensivstärke des Teams. Der HSV hat schon 56 Treffer erzielt, das sind die meisten in der 2. Bundesliga und es sind mehr, als Hamburg in den letzten beiden Jahren zu diesem Zeitpunkt vorzuweisen hatte (2019/20: 50 Tore, 2018/19: 38 Tore).

Das liegt unter anderem am Trainer, den der HSV vor der Saison verpflichtet hat. Daniel Thioune, der in der Vorsaison mit dem Aufsteiger VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga überzeugte, ist ein ehemaliger Stürmer und weiß, mit welcher Taktik er seinen besten Mittelstürmer am besten in Szene setzen kann. Apropos: Dieser Mittelstürmer heißt Simon Terodde und hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass er ein Aufstiegsgarant ist. Sowohl den VfB Stuttgart (2017) als auch den 1. FC Köln (2019) schoss der 33-Jährige in die Bundesliga und seine Verpflichtung im vergangenen Sommer könnte sich als der Schlüssel für den HSV-Aufstieg in dieser Saison herausstellen.

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Terodde ist mit 20 Treffern der beste Torjäger der 2. Bundesliga und nach überstandener Corona-Erkrankung bereit für weitere Einsätze. Gegen Hannover kam er als Einwechselspieler in die Partie und hätte fast direkt für das 4:2 gesorgt, wenn er nicht Zentimeter im Abseits gestanden hätte.

Doch der HSV hat noch mehr zu bieten als einen Top-Stürmer. Zuletzt glänzte beispielsweise Angreifer Manuel Wintzheimer mit gleich drei Torvorlagen in Hannover. Die drei Treffer erzielte alle der erfahrene Spielmacher Aaron Hunt. Und auf der rechten Außenverteidigerposition erlebt U21-Nationalspieler Josha Vagnoman gerade eine sehr gute Phase.

Hamburg überzeugt als Team, hat im Schnitt den größten Anteil an Ballbesitz in der Liga (57 Prozent), traf schon zehn Mal Aluminium (nur Fürth häufiger: 14) und hat die zweitgrößte Laufdistanz hingelegt (3117,3 km), auch in dieser Kategorie ist nur Fürth besser (3165,5 km).

Eigentlich, das ist klar, kann sich der HSV nur selbst schlagen. Ein wenig Angst bleibt trotzdem bei vielen Fans, dass das auch dieses Jahr wieder passieren könnte. Thioune sagte jüngst im Interview mit t-online: "Die Enttäuschungen der vergangenen Jahre nehme ich als Antrieb. Etliche Menschen halten zum HSV und wünschen sich bessere Zeiten. Mein Anspruch ist es, die Situation jeden Tag besser zu machen." Der Trainer gibt die Richtung vor: Nicht nervös werden, weiter hart arbeiten und Tore schießen. Dann könnte die Saison dieses Mal nicht mit Enttäuschung, sondern mit Jubel in Hamburg enden.