Zusammenfassung

  • Der HSV überzeugt bei seiner Generalprobe gegen Monaco
  • Aaron Hunt glänzt als Mittelstürmer mit drei Torvorlagen
  • Der HSV scheint für seine Zweitliga-Premiere gerüstet zu sein

Hamburg - Für Bundesliga-Absteiger Hamburger SV kann das erste Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte kommen. Sechs Tage vor dem Start im Nordderby gegen Holstein Kiel überzeugten die Hanseaten mit einem 3:1-Sieg gegen den französischen Vizemeister AS Monaco.

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Trainer Christian Titz ist voll des Lobes, Kapitän Aaron Hunt fast euphorisch und sogar Vorstandsboss Bernd Hoffmann zufrieden - beim Hamburger SV fiebert man dem ersten Zweitligaspiel in der 131-jährigen Vereinsgeschichte voller Optimismus entgegen. Der verdiente 3:1 (2:0)-Sieg im Volksparkstadion gegen den französischen Vizemeister AS Monaco steigerte die Vorfreude auf den Punktspielauftakt am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen den Nordrivalen Holstein Kiel.

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"Wir haben den letzten Härtetest erfolgreich bestanden und hätten sogar noch mehr Treffer erzielen können. Das sollte uns weiter Selbstbewusstsein geben", sagte Ex-Nationalspieler Hunt, der gegen die Monegassen als Stürmer eine gute Partie spielte und alle drei Tore vorbereitete. Eine taktische Variante von Titz, die sich auch für die kommenden Pflichtaufgaben als erfolgversprechend darstellte.

Rückkehr kein Selbstläufer

Der HSV-Coach, in Fragen der Taktik ein sehr anspruchsvoller Vertreter seiner Zunft, nahm die mentale Flexibilität seiner Schützlinge durchaus positiv zur Kenntnis: "Die Jungs haben unsere Ideen gut umgesetzt. Besonders Aaron hat eine hohe Spielintelligenz."

"Jedes Match wird eine Art Pokalcharakter haben." Christian Titz über die 2. Bundesliga

Allerdings war dem 47-Jährigen auch nicht entgangen, dass die Gäste direkt aus einem einwöchigen Trainingslager kamen und zuvor auch gegen den VfL Bochum und den SC Paderborn ohne Sieg geblieben waren. Deshalb warnte er auch eindringlich vor dem Glauben, die sofortige Bundesliga-Rückkehr sei ein Selbstläufer. "Jedes Match wird eine Art Pokalcharakter haben. Es muss klar sein, dass man jede Partie als Kampfspiel annehmen muss", sagte Titz bei Sport1.

Abstiegsdepression verflogen

Nicht nur Hunt funktionierte in der Offensive, auch Neuzugang Khaled Narey mit zwei Toren und Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga, der einen Treffer erzielte, stellten ihre aktuell gute Form unter Beweis. Dagegen wurde die Hintermannschaft einschließlich Torhüter Julian Pollersbeck von den Gästen kaum geprüft.

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Vorstandsboss Bernd Hoffmann nahm positiv zur Kenntnis, dass bei den Fans die Abstiegsdepression verflogen ist. Trotz angekündigten Unwetters wollten 25.502 Zuschauer die Saisoneröffnung sehen, noch mehr besuchten das Volksparkfest vor der Arena. "Eine gelungene Gesamtveranstaltung mit Unterhaltungswert. Mir hat der Auftritt unserer Mannschaft sehr gefallen", bilanzierte der 55-Jährige. So soll es weitergehen.

SID