Zusammenfassung

  • Der Hamburger SV und der 1. FC Köln treffen zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufeinander.
  • Hannes Wolf hat als erster HSV-Trainer seit 2014 sein Auftaktmatch gewonnen.
  • Die Kölner sind mit 13 Punkten das stärkste Auswärtsteam der 2. Bundesliga.

Hamburg - Am Montagabend (20:30 Uhr) ist es endlich so weit: Der Hamburger SV und der 1. FC Köln treffen zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufeinander. Es ist DAS Topspiel: Der Tabellenführer ist zu Gast beim Zweiten, beide Teams streben den direkten Wiederaufstieg an. FC-Trainer Markus Anfang ist sich sicher: „Das Spiel wird nicht vergleichbar sein mit den Duellen,  die wir bisher in dieser Saison hatten.“.

Die Fans erwartet ein Match zweier Mannschaften auf Bundesliga-Niveau. Dass der 1. FC Köln mit Teams aus der Bundesliga mehr als nur mithalten kann, zeigten die Rheinländer bereits am vergangenen Mittwoch, als sie sich dem FC Schalke 04 im DFB-Pokal erst im Elfmeterschießen geschlagen geben mussten - nach 120 Minuten, in denen der Tabellenführer der 2. Bundesliga starken Fußball gezeigt hatte.

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Das unglückliche Ausscheiden wolle man laut Anfang vergessen, „aber nicht das Spiel selbst. Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, sollte Auftrieb geben. Wir haben uns gut geschlagen, gut dagegengehalten und können viel Positives mitnehmen.“

Doch auch der Hamburger SV hat im Pokal ordentlich Selbstvertrauen getankt: Der SV Wehen-Wiesbaden wurde souverän mit 3:0 geschlagen. „Drei Tore, zu Null, Einzug ins Achtelfinale – das ist schon alles ganz okay“, sagte der neue HSV-Trainer Hannes Wolf nach seinem zweiten Sieg im zweiten Spiel als Hamburger Trainer. Mit einem Sieg konnte das letzte Mal 2014 ein HSV-Coach starten: Mirko Slomka.

Köln gegen den HSV? „Das ist etwas Besonderes“

Wolf freut sich auf das bevorstehende Topspiel gegen den Tabellenführer: „Wir werden uns optimal vorbereiten, denn es wird ein sehr spannendes und intensives Spiel werden. In diesen 90 Minuten wird zwar nicht die Liga entschieden, aber ich sehe es dennoch als besonders wichtiges Spiel und vor allem als ganz große Chance für uns.“

Traf gegen den SV Wehen-Wiesbaden doppelt: Pierre-Michel Lasogga
Traf gegen den SV Wehen-Wiesbaden doppelt: Pierre-Michel Lasogga © imago / Eibner

Wolf will mit seinen Hamburgern an die Tabellenspitze. Hoffnung darauf macht vor allem Pierre-Michel Lasogga, der unter dem neuen HSV-Coach gesetzt ist. Gegen den 1. FC Magdeburg legte er sehenswert den entscheidenden Treffer auf, im Pokal traf der Stürmer doppelt.

Lasoggas Topform hat "er sich selbst erarbeitet"

„Pierre hat in beiden Spielen entscheidend zum Sieg beigetragen. Stürmer und ihr Selbstvertrauen leben auch von Zahlen, von Statistiken und von Erfolgserlebnissen. Die hat er sich jetzt selbst erarbeitet, das ist sein Verdienst“, lobt Wolf seinen Torjäger, der bislang fünf Saisontreffer in der 2. Bundesliga erzielt hat.

Durfte in dieser Saison schon 13 Treffer beujubeln: Simon Terodde, der Top-Torjäger der 2. Bundesliga
Durfte in dieser Saison schon 13 Treffer beujubeln: Simon Terodde, der Top-Torjäger der 2. Bundesliga © gettyimages / Kaspar-Bartke / Bongarts

Markus Anfang hat im Sturm die Qual der Wahl: Lässt er den Top-Torjäger der 2. Bundesliga, Simon Terodde (13 Saisontreffer), von Beginn an ran, oder doch eher Jhon Cordoba, der gegen Schalke eine starke Partie plus Tor ablieferte?

Auswärtsstarke Kölner mit guter HSV-Bilanz

„Wir werden am Samstag eine taktische Einheit haben und dann werden wir sehen, in welchem Zustand die beiden sind. Es könnten theoretisch auch beide spielen. Wir müssen schauen, was am besten passt“, sagte der FC-Coach.

Die Kölner sind mit 13 Punkten das stärkste Auswärtsteam der 2. Bundesliga, von den letzten fünf Gastspielen beim HSV konnte der FC drei gewinnen (zudem gab es noch ein Remis und eine Niederlage). Diese Zahlen werden Anfang weniger interessieren, für ihn zählt nur, was auf dem Platz passieren wird:

„Hamburg wird vor eigenem Publikum nach vorne spielen wollen. Auch sie werden versuchen, das Spiel zu gewinnen.“ Es werde ein Spiel, „dass nicht vergleichbar sein wird mit den Duellen,  die wir bisher in dieser Saison hatten.“

Patrick Dirrigl