Nach einem Jahr bei der SpVgg Greuther Fürth kehrt Charles Takyi zur neuen Saison wieder zurück zum FC St. Pauli. Im Interview spricht er über die Gründe für seine Entscheidung, erzählt aus seiner Zeit im Frankenland und verrät, auf wen er sich ganz besonders freut.

Frage: Herr Takyi, wie ist es, wieder in Hamburg zu sein?

Charles Takyi: Es ist ein super tolles Gefühl, wieder hier zu sein. Ich sehe alte Gesichter, treffe Bekannte und Freunde wieder - das ist wie nach Hause zurück zu kehren.

Frage: Am Montag sportärztliche Untersuchung, am Donnerstag Trainingsauftakt und ab Freitag das erste Trainingslager: totale Vorfreude oder Bammel?

Takyi: Die Vorbereitungszeit ist immer eine harte Zeit, in der viel gearbeitet und viel gelaufen wird. Natürlich freue ich mich darauf, aber ich weiß auch, dass es hart wird - da muss man mit der richtigen Einstellung ran gehen. Insgesamt freue ich mich aber auf die Saison, weil ich davon überzeugt bin, dass wir eine gute Mannschaft haben und somit auch eine gute Saison spielen werden.

Frage: Viele haben mit Ihrem Wechsel zurück nach Hamburg nicht gerechnet. Wie kam er denn zustande?

Takyi: Es ist kein Geheimnis, dass ich einen guten Draht zu den Trainern habe. Selbst im letzten Jahr hatte ich immer Kontakt zu Stani; ich wusste genau, wie es hier in Hamburg läuft, und er wusste, wie es bei mir in Fürth läuft. Zum Ende der Saison haben wir uns noch einmal ausgetauscht und überlegt, ob und wie wir noch einmal zusammen kommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, mich noch einmal verändern zu müssen und zu wollen. Die Lösung lag dann auf der Hand: Hamburg, St. Pauli und ich - das passt einfach.

Frage: Sie haben nun ein einjähriges Gastspiel in Fürth hinter sich. Was nehmen Sie mit?

Takyi: Ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt. Da sind Sachen passiert, die mir, wenn ich hier geblieben wäre, nicht passiert wären. Ich bin unter der Annahme nach Fürth gewechselt, dass Bruno Labbadia Trainer ist, zwei Wochen später war er jedoch weg. Wie schnell so etwas gehen kann, muss man als Spieler auch einmal miterlebt haben. Insgesamt war es eine erfolgreiche Saison mit Fürth: Wir haben oben mitgespielt und wären fast aufgestiegen. Ich würde mir wünschen, dass wir mit St. Pauli eine ähnliche oder sogar bessere Saison hinlegen. Das würde bedeuten, dass wir hoffentlich ganz oben dabei sind.

Frage: Worauf freuen Sie sich in Hamburg, abgesehen vom FC St. Pauli, am meisten?

Takyi: Am meisten freue ich mich auf Carsten Rothenbach. Ich mag den Jungen. Aber auch zu vielen anderen Spielern, die hier sind, habe ich einen guten Bezug. Es ist ganz selten, dass man in einer Mannschaft spielt, in der Spieler zu Freunden werden. Das war in meiner Zeit bei St. Pauli der Fall. Ich habe mit den meisten der Spieler eine Freundschaft aufgebaut, die mir etwas bedeutet. Ich freue mich, dass der eine oder andere immer noch hier ist und wir wieder zusammen Fußball spielen werden. Generell bin ich froh, wieder bei meinen Freunden wie Guy Demel und Collin Benjamin zu sein - wir Afro-Deutschen freuen uns halt immer aufeinander (lacht).