Mit sechs Zählern Vorsprung auf den Zweiten führt der SC Freiburg souverän die Tabelle an und marschiert Richtung Bundesliga. Oliver Barth ist zwar kein Stammspieler bei den Breisgauern, aber dennoch ein Erfolgsgarant. Im Interview verrät der Verteidiger, wie er mit der Rolle als "Defensiv-Joker" umgeht.

Frage: Herr Barth, hören Sie eigentlich das kollektive Durchatmen auf der Tribüne, wenn Sie eingewechselt werden?

Oliver Barth: Nicht wirklich. Wieso?

Frage: Man muss wirklich kein Statistikfreak sein, damit einem auffällt, dass fast alle Spiele gewonnnen werden, wenn sie rein kommen. Von den bislang zwölf Ligaspielen unter Ihrer Mitwirkung hat der SC elf gewonnen.

Barth: Die Statistik kann sich tatsächlich sehen lassen. Aber im Normalfall sind ja nur die letzten zehn Minuten, in denen ich rein komme, da passiert ja meistens nicht mehr so viel.

Frage: Man könnte auch sagen, es passiert nicht mehr so viel, weil Sie rein gekommen sind.

Barth: So könnte man es natürlich auch ausdrücken. Von mir aus gerne.

Frage: Man stellt es sich sehr schwer vor, immer in der oft hitzigen Schlussphase ins Spiel zu kommen und auf Anhieb voll da sein zu müssen.

Barth: Das ist ja immer das Problem, wenn man von der Bank ins Spiel kommt, nicht nur in der Schlussphase. Auf dem Niveau muss man zu jeder Zeit voll da sein. Es macht aber einen Unterschied, ob man Offensiv- oder Defensiv-Spieler ist. In der Defensive versucht man eben gleich den ersten Zweikampf zu gewinnen. Das gelingt mir eigentlich auch immer gut. Es ist wichtig, mit der ersten Aktion etwas Positives für sich selbst zu machen. Dann bekommt man die Sicherheit, um der Mannschaft zu helfen.

Frage: Und genau dafür werden Sie auch von allen Seiten, auch und gerade aus dem Kreis der Mannschaft, sehr gelobt. Aber längere Einsatzzeiten wären Ihnen trotzdem lieber?

Barth: Klar. Dafür trainiert man schließlich jeden Tag und bietet sich im Training an. Aber die Aufstellung macht der Trainer - damit muss man sich abfinden. Und wenn man dann im Laufe des Spiels die Möglichkeit bekommt, muss man das Beste geben und der Mannschaft helfen - das ist der Job.

Das vollständige Interview lesen Sie auf der Webseite des SC Freiburg.