Die SpVgg Greuther Fürth ist nach zwei Siegen in Folge wieder auf dem Weg nach oben. Beide Spiele wurden zu Null gewonnen. Einen großen Anteil am jüngsten Erfolg hat ein "Kleeblatt", das noch ziemlich grün hinter den Ohren ist: Max Grün.

Seit drei Spielen hütet der 22-Jährige das Gehäuse der Spielvereinigung. Nachdem der erst in der Winterpause in den Kader gerückte Grün vorerst als Ersatz für den angeschlagenen Stephan Loboue zwischen den Pfosten stand, deutet mittlerweile einiges auf eine Wachablösung im Fürther Tor hin. Gerade erst hat die SpVgg eine vertraglich vereinbarte Option gezogen und den Torhüter so bis 30. Juni 2011 an den Verein gebunden.

Im Interview mit bundesliga.de gibt sich Grün äußerst selbstbewusst und zielstrebig. Der Keeper spricht über die Umstellung auf die 2. Bundesliga, seine Lehrstunden unter Hermann Gerland und blickt auf das wichtige Spiel bei der heimstarken Fortuna aus Düsseldorf (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio)).

bundesliga.de: Herr Grün, herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen Rostock. Auch wenn beide Teams sich derzeit in unterschiedliche Richtungen bewegen; war es ein schweres Stück Arbeit?

Max Grün: Ja, das waren 90 Minuten Schwerstarbeit. Wir haben in den ersten 30 Minuten sehr gut gespielt, dann aber nachgelassen und die restliche Spielzeit Probleme gehabt. Die Leichtigkeit hat uns gefehlt und Rostock hat es uns sehr schwer gemacht.

bundesliga.de: Es war bereits der fünfte Sieg im siebten Spiel unter Michael Büskens. Der Trainer scheint die richtigen Worte und Trainingsmethoden zu finden, um die Mannschaft Woche für Woche gut einzustellen?

Grün: Es hat sich hier einiges bewegt, Mike Büskens hat an den richtigen Rädchen gedreht. Er spricht Dinge klar an, positiv wie negativ. Er stellt uns gut ein und hat dabei eine motivierende Wortwahl. Im Training ziehen alle gut mit, das macht Spaß und spiegelt sich dann auch in den Ergebnissen wieder.

bundesliga.de: Für Sie war es der dritte Einsatz in Folge. Zuletzt spielten Sie zwei Mal nacheinander zu Null. Fällt Ihnen die Anpassung an das Niveau der 2. Bundesliga so leicht, wie es den Anschein hat?

Grün: Dafür habe ich die ganze Zeit hart gearbeitet. Ich trainiere, um in der 2. Bundesliga halten zu können. Das funktioniert nur mit täglicher harter Arbeit, aber leicht war es nicht.

bundesliga.de: Sie haben Ihr Handwerk beim FC Bayern erlernt. Kriegt man dort neben allem Sportlichen auch die Art und Weise mit auf den Weg, wie man mit solchen Drucksituationen fertig wird?

Grün: Ich habe dort viel mit auf den Weg bekommen. Die Zeit mit Bayern-Trainer Hermann Gerland, der auch hart und streng sein kann, hat mich gut vorbereitet auf den Druck, der einen später erwartet.

bundesliga.de: Was für ein Typ sind Sie auf dem Platz? Und wo sehen Sie Ihre Stärken?

Grün: Ich glaube, ich bin eher der ruhige Typ. Auf dem Platz versuche ich, durch klare Ansagen die Mannschaft gut zu stellen. Ich versuche, das Spiel zu lesen, Flanken abzufangen und gefährliche Situationen durch Mitspielen vorher zu bereinigen. Eine Stärke von mir sehe ich in Eins-zu-Eins-Situationen.

bundesliga.de: Am kommenden Spieltag ist die Spielvereinigung zu Gast in Düsseldorf. Denken Sie, dass dies ein richtungsweisendes Spiel für den weiteren Saisonverlauf sein wird?

Grün: Ich erwarte ein spannendes und interessantes Spiel. Wir können uns mit einem Gegner messen, der in der Tabelle da steht, wo wir eigentlich sein wollten. Wir wollen unsere Stärken zeigen und ein positives Ergebnis erzielen.

bundesliga.de: Die Fortuna ist zuhause noch ungeschlagen. Wie schwer wird es für die Fürther, dort zu bestehen?

Grün: Wir wollen nicht bestehen, sondern etwas mitnehmen. Dazu müssen wir von der ersten Minute an sehr konzentriert sein, jeder muss für den Mitspieler einstehen, dann können wir auch etwas holen. Aber es wird sicher ein schweres Spiel.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz