Am 6. Spieltag der zweiten Bundesliga kommt es in der Rostocker DKB-Arena zum Nordderby zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem FC St. Pauli.

Die FIFA hat diesen Spieltag zum weltweiten "Fairplay-Tag 2008" erklärt. Beide Vereine rufen gemeinschaftlich zu einem friedlichen und sportlich fairen Umgang miteinander auf und appellieren an alle beteiligten Spieler, Fans und Offizielle, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden.

"Zeit, Rivalitäten beizulegen"

In der Vergangenheit ist es bei Aufeinandertreffen der Clubs immer wieder zu Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen gekommen.

Die Führungsgremien beider Traditionsvereine wollen dem nun entgegenwirken: "Es ist an der Zeit, die alten Rivalitäten beizulegen", sagt Hansa-Aufsichtsratschef Prof. Horst Klinkmann. "Auf beiden Seiten ist in den letzten Jahren viel geschehen. Die Strukturen innerhalb der Fanszenen lassen sich nicht mehr mit denen von vor einigen Jahren vergleichen."

Der F.C. Hansa Rostock hat beispielsweise auf seiner Homepage eine Selbstverpflichtung veröffentlicht, in der sich Clubführung, Fanvertreter, Polizei und Ordnungsdienst gemeinsam unter anderem für einen respektvollen Umgang mit gegnerischen Fans einsetzen.

"Freuen uns auf eine faire Begegnung"

Auch auf Seiten des FC St. Pauli distanziert man sich klar von den Zwischenfällen der Vergangenheit. Vize-Präsident Dr. Bernd-Georg Spies: "Wir sind in Rostock zu Gast und wollen dort auch so auftreten. Wir verurteilen jede Form von Provokation und Gewalt und freuen uns gerade am FIFA-Fairplay-Tag auf eine faire Begegnung!"

Chef-Trainer Holger Stanislawski stellt ebenfalls das Sportliche in den Mittelpunkt des Nordderbys: "Für jeden Fußballspieler ist es ein besonderes Erlebnis, in Stadien wie dem in Rostock antreten zu dürfen. Wir fordern alle Beteiligten auf, sich bei aller herrschenden Rivalität respektvoll zu verhalten."