Bochum - Zum wiederholten Male ist der VfL Bochum 1848 wegen Abbrennens von Pyrotechnik verurteilt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Verein aufgrund von "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens und eines weiteren unsportlichen Verhaltens" mit einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro belegt. Derweil wurde einer der Verursacher ermittelt.

Sowohl im Zweitligaspiel bei Rot-Weiß Oberhausen (18.9.) als auch in der Partie bei Fortuna Düsseldorf (27.9.) wurden jeweils im Gästeblock Rauchbomben gezündet. Einen der Täter aus dem RWO-Spiel konnten die Sicherheitskräfte mittlerweile identifizieren.

"Das ist kein Kavaliersdelikt"

"Derzeit sind wir mit unserem Anwalt in Abstimmung, in welcher Form wir die Geldstrafe an den Verursacher weitergeben können", erklärt VfL-Vorstand Ansgar Schwenken, der kein Verständnis für dieses kriminelle Fanverhalten hat.

Spätestens seit den Vorfällen im Heimspiel des VfL gegen den 1. FC Nürnberg im Februar 2010, als im Gästeblock mehrere Zuschauer Verbrennungen erlitten, sollte jedem klar sein, "wie gefährlich unkontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ist", so Schwenken weiter. "Im Sinne aller anderen Fans, die unter diesem Schwachsinn zu leiden haben, werden wir alle rechtlichen Mittel anwenden, um diese Chaoten zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern mitunter fahrlässige Körperverletzung."