Vier Punkte aus vier Spielen und der damit verbundene 13. Platz - zu wenig für die Ansprüche beim TSV 1860 München.

Am 5. Spieltag der 2. Bundesliga will 1860 München gegen die SpVgg Greuther Fürth (Sa., ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) ein Ausrufezeichen setzen und im bayerischen Derby mit "Spritzigkeit und Aggressivität" nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge in die Erfolgsspur zurückfinden.

Trainer Ewald Lienen blickt positiv gestimmt auf die nächsten Begegnungen der "Löwen". Zwar kommen in den kommenden Wochen einige schwere Brocken auf die Münchner zu, dennoch sieht er genau darin eine "supergute Konstellation. Nach dem holprigen Start sind wir jetzt hart gefordert. Wir werden alles dran setzen, um das Optimale herauszuholen."

Fürths bittere Niederlage gegen Bielefeld

Mit den Fürthern kommt allerdings nicht gerade ein Lieblingsgegner in die Allianz Arena. Von den vergangenen acht Partien konnten die "Löwen" nur eine für sich entscheiden. Bei den "Kleeblättern" ist man derweil ein wenig auf der Suche nach Konstanz. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen konnte man sich oben noch nicht wie erwünscht etablieren.

Besonders beim vergangenen Heimspiel gegen Arminia Bielefeld kassierte die Elf von Trainer Benno Möhlman eine bittere Schlappe. Bereits 2:0 in Führung liegend, verspielte man in der letzten halben Stunde noch den Sieg und verlor sogar noch mit 2:4. Jetzt haben die Fürther die Möglichkeit zu beweisen, dass sie die Niederlage gut weggesteckt haben.

Aigner fehlt

Um in Fahrt zu bleiben, testeten die Münchner in der Länderspielpause ihre Form bei Wacker Innsbruck. Dort verlor 1860 unglücklich mit 1:2, was Lienen aber als nicht dramatisch erachtete. Vielmehr hätten seine Mannen "gute Ballstafetten gezeigt und das Spiel dominiert". Zudem kamen nur vereinzelt Akteure aus der Stammelf zum Einsatz.

Während am Donnerstag die letzten "Löwen"-Akteure von ihren internationalen Einsätzen zurückkehrten, musste sich ein anderer krankheitsbedingt abmelden: Stefan Aigner. Der offensive Mittelfeldspieler leidet unter einer starken Erkältung.

"Für ihn wird es bis Samstag sehr eng. Ich denke, dass es keine gute Idee wäre, ihn mitzunehmen", so der Trainer. Außer Aigner fehlen definitiv Daniel Bierofka nach einer neuerlichen Operation und Antonio Di Salvo, der keine Berücksichtigung im Kader finden wird, wie Lienen betont. Bei den Fürthern ist im Moment noch Stephan Schröck fraglich, der mit muskulären Problemen zu kämpfen hat.


F.C. Hansa Rostock - TuS Koblenz

Am 5. Spielstag der 2. Bundesliga treten die Hanseaten in ihrem bereits dritten Heimspiel gegen den punkt- und torgleichen Tabellennachbarn aus Koblenz an. Für beide steht derzeit Platz 15 zu Buche. Zwei sieg- und torlose Spiele in Folge sprechen nicht gerade für einen gelungenen Start der beiden Teams.

Konnte also keine so angenehme Länderspielpause gewesen sein - was Andreas Zachhuber auch bestätigte: "Ich habe der Mannschaft schonungslos gesagt, was ich von der Leistung bei der 0:2-Heimniederlage gegen Oberhausen gehalten habe. Es wurden auch alle freien Tage gestrichen und wir haben in den vergangenen zwei Wochen sehr intensiv trainiert."

Torabschluss gleich Mangelware

Im Fokus der Kritik stand auch die Chancenverwertung. Enrico Kern bespielweise ist seit 436 Minuten ohne Treffer. Beim aktuellen Spiel wird er allerdings nicht gegensteuern können - er fehlt wegen Bauchmuskelproblemen. Coach Zachhuber lässt auch keine Ausreden mehr zählen: "Es kann nicht sein, dass man sich gegen Oberhausen zehn richtig gute Chancen erarbeitet, aber kein Tor schießt. Gegen Koblenz müssen wir die Bälle endlich auch rein machen."

Auch Neuzugang Oliver Schröder, weiß, dass das 9:0 aus der letzten Saison nicht mehr zählt: "Es geht jetzt gegen Koblenz nicht darum, schön zu spielen, sondern vor allem erfolgreich. Es zählt nur das Ergebnis, wir müssen unbedingt gewinnen, damit wir nach dem Spiel sechs Punkte auf dem Konto haben. Sollte uns das nicht gelingen, würden wir erst einmal richtig unten drin stehen."

Koblenz hat wenig Auswahl

TuS-Cheftrainer Uwe Rapolder stehen in Rostock nur circa 16 Spieler zur Verfügung. Auch in dieser Woche haben sich einige Profis in die Verletztenliste eingetragen. Neben Martin Hudec und Emmanuel Krontiris werden jetzt auch noch die jungen Spieler Michael Stahl, Lars Bender und Johannes Rahn verletzungsbedingt fehlen. Auch Njazi Kuqi wird mit einer Bauchmuskelentzündung voraussichtlich ausfallen.

Anders sieht es da für Zachhuber und seine Hanseaten aus. Die personellen Alternativen sind größer geworden, nachdem sich mehrere verletzte Spieler (Bradley Carnell und Kevin Schlitte) in dieser Woche im Training zurückgemeldet haben. Definitiv ausfallen werden am Sonnabend gegen Koblenz die beiden Defensivspieler Orestes und Tom Buschke sowie der schon erwähnte Enrico Kern.

Norman Thalwitzer