München - Bei 1860 München steht die Mission Aufstieg ganz klar auf dem Saisonplan. Das Projekt läuft noch nicht nach Wunsch, weshalb die Löwen mit dem neuen Coach Friedhelm Funkel einen echten Aufstiegsexperten verpflichtet haben. Der Routinier beginnt seinen Auftrag beim VfR Aalen.

Der SC Paderborn empfängt zeitgleich den stark gestarteten Karlsruher SC. Zudem gastiert Arminia Bielefeld bei Erzgebirge Aue (ab 18:15 Uhr im Live-Ticker).

Die Aalener haben in der Länderspielpause gute Neuigkeiten von der DFL erhalten. Ihre "TAAlenteschmiede" wurde vom Liga-Verband offiziell zum Nachwuchsleistungszentrum ernannt. "Der Weg dorthin, wo wir jetzt stehen, war kein einfacher. Extern, aber auch intern, mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck. Auch sportlich läuft es richtig ordentlich, der VfR ist seit zwei Spielen ungeschlagen und steht mit acht Punkten auf Rang 13. Mit 1860 kommt nun nach dem 1. FC Kaiserslautern der nächste Aufstiegskandidat auf die Ostalb. Auch die "Roten Teufel" wurden schon mit 4:0 aus dem Stadion geschossen. Die personelle Situation könnte derzeit besser nicht sein, alle Mann sind an Bord, trotzdem warnt Sportdirektor Markus Schupp vor den Löwen: "Das wird eine ganz heiße Kiste. 1860 München hat eine starke Mannschaft, dazu mit Friedhelm Funkel einen neuen Trainer."

Und das war in der Tat die Nachricht der 2. Bundesliga in der Länderspielpause. Funkel übernahm nach der Trennung von Alexander Schmidt das Traineramt bei den Münchnern. "Technik, Taktik und Torabschluss" schrieb der 59-Jährige in den ersten Tagen auf den Trainingsplan. Und mit Funkel, der einen Vertrag bis zum Saisonende inklusive Option auf eine weitere Spielzeit erhielt, soll der Aufstieg her. Mit dem KFC Uerdingen (zwei Mal), dem MSV Duisburg, dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt stieg Funkel bereits in die Bundesliga auf, weshalb ihm nach wie vor der Ruf eines Aufstiegsexperten anhaftet. "Er ist ein absoluter Kenner der 2. Bundesliga, der darauf brennt, noch ein Mal in die Bundesliga aufzusteigen", sagte 1860-Sportdirektor Florian Hinterberger. Wie bei den Hausherren sind auch bei den Münchnern alle Mann an Bord. In der Vorsaison gab's in Aalen ein 1:1.



Schiedsrichteransetzungen

In Paderborn geht das Kellergespenst um, doch es steht ein Heimspiel an und das macht Hoffnung. Im eigenen Stadion sind die Spieler von Coach Andre Breitenreiter seit zwei Spielen ungeschlagen, dennoch steht der SCP aktuell nur auf dem Relegationsrang 16. Umso ärgerlicher also, dass mit Mahir Saglik, Christian Strohdiek, Daniel Brückner und Alban Meha gleich mehrere Leistungsträger ausfallen. Für Breitenreiter stehen die Ausfälle jedoch nicht im Fokus. "Es kommt ohnehin stärker darauf an, wie wir die einzelnen Positionen ausfüllen. In jedem Fall wollen wir offensiv sein und agieren." Derweil dürfte der von Werder Bremen ausgeliehene Florian Hartherz links in der Viererkette debütieren.

Neun Punkte aus sechs Spielen stehen beim Aufsteiger aus Karlsruhe bislang auf dem Konto - eine starke Bilanz, die den Badenern Platz 5 einbringt. Dementsprechend selbstbewusst fahren die Aufsteiger nach Ostwestfalen: "Wir wollen drei Punkte holen und alles tun, um den Sieg einzufahren", erklärte Cheftrainer Markus Kauczinski. Die Leistungen der KSC-Akteure finden sogar international Anklang, so debütierte Daniel Gordon unter der Woche für Jamaika (0:0 gegen Panama). Auch dort gibt es eine starke Verbindung zum Wildpark. Ex-Coach Winfried Schäfer trainiert die Auswahl der Reggae Boyz. Doch zurück zum Duell mit Paderborn. Der Ex-SCP-Spieler Manuel Gulde wird beim Auswärtsspiel bei den Ostwestfalen wegen Patellasehnen-Problemen fehlen. Auch Neuzugang Jungbin Park wird noch keine Option sein, dagegen könnte der wiedergesene Dennis Kempe wieder in die Starformation rücken.



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Die "Veilchen" hoffen gegen Aufsteiger Bielefeld auf eine Trendwende. Nach dem guten Start mit zwei Siegen aus den ersten zwei Spielen kassierte das Team von Falko Götz in den vergangenen vier Spielen drei Niederlagen - einfach wird es aber nicht: "Das wird ein Kampf mit offenem Visier", sagte Götz, der ein "sehr enges Spiel" prophezeite.

Auch sein Trainerkollege aus Bielefeld erwartet ein intensives Spiel. "Aue kommt sehr über die Physis, sie sind körperlich äußerst robust und sehr heimstark", sagte Stefan Krämer. Der Aufsteiger präsentierte sich zuletzt auf einem guten Weg. In den vergangenen fünf Spielen kassierten die Ostwestfalen nur eine Niederlage. Trainer Krämer findet dennoch ein Haar in der Suppe. "Elf Gegentore nach sechs Spielen waren nicht unser Ziel. Wir müssen hier ganz einfach Fehler minimieren. Unsere Spielweise ändern wir aber nicht, wir betonieren uns ganz sicher nicht hinten ein", sagt Krämer.

Der Bielefelder Coach muss im Erzgebirge weiter auf die verletzten Dennis Riemer, Jan Fießer und Oliver Petersch verzichten. Bei Aue steht Tobias Nickenig nach überstandenen Rückenproblemen wieder zur Verfügung, auch Guido Kocer (Zehen-OP) und Kevin Pezzoni (Infektion) sind wieder eine Option. Weiterhin fehlen jedoch Thomas Paulus (Knöchelprobleme) und Kevin Schlitte (Reha).



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