München - Die Samstagspartien des 26. Spieltags stehen wieder einmal im Zeichen des Aufstiegskampfes.

Greuther Fürth will bei 1860 München, das seine leisen Hoffnungen auf einen Sprung in die Spitzengruppe begraben musste, weitere Zähler für die Bundesliga sammeln und Eintracht Frankfurt die Tabellenführung wieder abjagen. Außerdem peilt Paderborn mit seinem Top-Torjäger den "Dreier" in Ingolstadt an (beide Samstagsspiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Durch das bei Erzgebirge Aue mussten die "Löwen" wohl ihr letztes Fünkchen Hoffnung auf ein Eingreifen in den Aufstiegskampf begraben. Die Motivation ist dennoch hoch. "Wir haben zuhause immer einen unheimlichen Willen gezeigt", sagt 1860-Cheftrainer Reiner Maurer. Man wolle "eine bärenstarke Mannschaft" aus Franken schlagen, so Maurer: "Das ist klar unser Ziel." Mit Hochachtung spricht der 52-Jährige über den Kontrahenten. "Sie verfügen über eine Top-Defensive, stehen sehr stabil, und die Außenverteidiger machen viel Druck nach vorne." Im Mittelfeld lobt er die viele Alternativen, und vorne hätte das "Kleeblatt" "mit Olivier Occean und Christopher Nöthe zwei richtige Torjäger".

Die Münchner haben personell ein paar Sorgen. Stefan Aigner fehlte in Aue wegen einer Grippe, Djordje Rakic zog sich beim umkämpften Remis gleich mehrere Blessuren zu. Beide Akteure brennen aber auf einen Einsatz, genauso wie Guillermo Vallori und Dominik Stahl, die im Erzgebirge von Beginn an ran durften.

Greuther Fürth will nach dem 3:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Dresden am Freitag die Tabellenführung zurückerobern. SpVgg-Trainer Mike Büskens erwartet "bissige" Löwen: "Wir wollen unseren Platz verteidigen gegen eine richtig gute Mannschaft, die nochmal oben ranschnuppern möchte."

Dementsprechend erwartet der Fürther Coach den Gegner engagiert und hochmotiviert: "Sie müssen nach vorne agieren und können nicht auf Halten spielen." Personell kann Büskens nahezu aus dem Vollen schöpfen, auch Gerald Asamoah hat die letzten Trainingseinheiten mit absolviert. Wer den verletzten Stephan Schröck (Knieverletzung) ersetzt, ließ der Trainer wie gewohnt offen



Schiedsrichteransetzungen

Nach dem "Geisterspiel" bei Dynamo Dresden, in dem sich die "Schanzer" noch durch reine Eigenmotivation zum Punktgewinn antreiben mussten, können sie nun wieder auf die Unterstützung von den Rängen bauen. Nach acht Spielen ohne Niederlage ist das Selbstvertrauen groß. "Von der Schießbude zum Bollwerk" war angesichts der neuen Defensivstärke des FC 04 (nur elf Gegentore in den letzten neun Spielen) in der lokalen Presse (Donaukurier) die Rede. Länger als die Mannschaft Tomas Oral ist kein anderer Zweitligist ungeschlagen. "Unsere neue Stabilität gibt der Mannschaft Selbstvertrauen", weiß der Trainer: "Unsere Fans und wir haben es verdient, endlich den ersten Heimsieg in diesem Jahr zu erleben. Wir sind reif dafür."

Doch vor den Gästen ist Ingolstadt gewarnt: Paderborn ist gerade in fremden Stadion bärenstark, holte zusammen mit Eintracht Frankfurt die meisten Punkte auswärts (24). Insgesamt stehen erst drei Saisonniederlagen zu Buche. "Sie sind ganz klar die Überraschung der laufenden Saison", sagt Oral, der immerhin personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Proschwitz wieder an Bord



Beim SCP ruhen große Hoffnungen auf Top-Stürmer Nick Proschwitz der mit nach Ingolstadt gereist ist. Für Chef-Trainer Roger Schmidt ergibt sich dadurch eine Vielzahl von Optionen für die Startelf, die Zielsetzung bleibt aber klar: "Wir hoffen, dass der Wahnsinn weitergeht." Wahnsinn ist nicht nur die sehr starke Hinrunde und die Tatsache, dass Paderborn als drittbeste Rückrunden-Mannschaft in den Süden fährt.

Diese Bewertung gilt auch für den Heilungsprozess von Proschwitz, der nach seinem Jochbeinbruch aus dem Spiel bei Alemannia Aachen (3. März) bereits wieder mit einer speziellen Schutzmaske trainiert. Schmidt will aber noch abwarten, "ob es für die Startformation reicht". Mit "anspruchsvollem und leidenschaftlichem Fußball" wollen die SCP-Kicker das Niveau des bisherigen Saisonverlaufs aufrechterhalten. Mit Proschwitz sowie Thomas Bertels, Daniel Brückner, Rolf-Christel Guie-Mien undf Lukas Rupp nannte Schmidt gleich mehrere Kicker, die in die erste Elf drängen.



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