München - Die die SpVgg Greuther Fürth will am Freitagabend gegen Verfolger St. Pauli einen "Big Point" in Sachen Aufstieg landen. Bei günstiger Konstellation könnten die Franken das Ziel Bundesliga bereits nach diesem Spieltag erreichen (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Hansa Rostock empfängt derweil den FSV Frankfurt. Hansa würde mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die Nichtabstiegsplätze heranrücken und die Konkurrenten gehörig unter Druck setzen. Im dritten Freitagsspiel empfängt Union Berlin Eintracht Braunschweig.

Steigt bereits am Montag die große Aufstiegsparty bei der SpVgg Greuther Fürth? Im Falle einer Niederlage von Fortuna Düsseldorf am Montag bei Dynamo Dresden und eines Punkteverlusts des SC Paderborn am Sonntag gegen Cottbus würden die Franken erstmals in die Bundesliga aufsteigen. "Wir können einen sehr, sehr großen Schritt nach vorne machen", sagt Fürths Gerald Asamoah, der bis zum vergangenen Sommer noch beim Kiez-Klub unter Vertrag stand. "Mit einem Sieg gegen St. Pauli könnten wir uns absetzen", stapelt Fürths Erfolgstrainer Mike Büskens trotz aktuell bereits sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz tief. Mittelfeldspieler Stephan Fürstner erklärt die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger zum "absoluten Sechs-Punkte-Spiel".

Die Hamburger reisen derweil mit Selbstvertrauen zum Tabellenführer. Unter der Woche gewannen sie durch einen Last-Minute-Treffer von Fin Bartels gegen Union Berlin. "Wir konnten den Sieg gegen Union leider nicht erschöpfend feiern, aber wenn man ein Tor in letzter Sekunde schießt, dann kann man sich schon mal freuen", sagt Pauli-Coach Andre Schubert. Vor Fürth warnt er: "Die haben eine hohe Durchschlagskraft nach vorn. Außerdem haben sie jede Menge Spieler, die richtig guten Fußball spielen, wie zum Beispiel Gerald Asamoah oder Olivier Occean. Es wird schwer werden, dort Lücken zu finden", meint Schubert.

Aufgrund einiger kleinerer Blessuren bei seinen Mannen will der Trainer möglichst viele Spieler mit ins Frankenland nehmen, um auf Ausfälle reagieren zu können. Die zuletzt angeschlagenen Fabian Boll und Deniz Naki seien Optionen für die Startelf, ließ Schubert durchblicken.



Schiedsrichteransetzungen

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist wieder größer geworden bei Hansa Rostock. Aber auch die Erwartungshaltung nach zuletzt drei Siegen. Das weiß auch Hansa-Coach Wolfgang Wolf. Er warnt davor, den FSV Frankfurt auf die leichte Schulter zu nehmen: "Das wird sicherlich ein ganz enges Spiel, dessen Ausgang man nicht vorhersagen kann. Wir müssen sicherlich aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen." Von einer übergroßen Euphorie will Wolf ohnehin nichts wissen: "Unsere Ausgangslage hat sich etwas verbessert - nicht mehr und nicht weniger."

Zudem könnten die Personalprobleme vor dem wegweisenden Duell mit dem FSV Frankfurt noch größer werden: "Marek Mintal hat einen Bluterguss im Oberschenkel, bei ihm wird es bis Freitag ganz eng. Robert Müller hat einen Tritt an die Achillessehne bekommen und musste noch in Cottbus genäht werden. Tom Weilandt ist nach einem Kopfball unglücklich gefallen und hat sich dabei eine Nackenprellung zugezogen."

Gegner FSV Frankfurt rutschte durch die 0:1-Niederlage gegen Düsseldorf zuletzt weiter ab. Verlieren die Bornheimer an der Ostsee, rückt der FC Hansa bis auf einen Punkt heran. "Das könnte für uns ein vorentscheidendes Spiel werden. Aber nur dann, wenn wir gewinnen", erklärt Geschäftsführer Finanzen beim FSV Frankfurt, Clemens Krüger. Coach Benno Möhlmann kann bis auf die Langzeitverletzten Chadli Amri und Mario Fillinger auf alle Spieler zurückgreifen.



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Eintracht Braunschweig will nach dem Punktgewinn gegen Fürth bei Union die nächsten Zähler einfahren. "Rückblickend sind wir mit unserer Eichhörnchen-Taktik ordentlich gefahren und es hat sich bewahrheitet, dass jeder Punkt wichtig ist. Insgesamt für uns also eine perfekte Ausgangssituation", sagt Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Der Eintracht-Coach freut sich auf das Spiel: "Wir sehen die Partie als Herausforderung, wollen ungeschlagen bleiben und drei Punkte holen. Aber das wollten wir ja schon öfter."

Union-Coach Uwe Neuhaus plagen vor der Partie Verletzungssorgen. Maurice Trapp ist durch die Gelb-Rote-Karte beim Spiel gegen den FC St. Pauli zum Zuschauen verdammt, Jerome Polenz kehrte angeschlagen aus der Hansestadt wieder. Silvio steht aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung nach wie vor nicht zur Verfügung. Große Sorgen bereitet wieder die Abwehrformation. Christian Stuff (Lungenentzündung) und Patrick Kohlmann (Adduktorenprobleme) fallen wie bereits beim Spiel gegen Pauli aus.

Das Ziel bleibt dennoch gleich: "Auch wenn die Aufgabe nicht leichter geworden ist, will ich eine Mannschaft sehen, die genauso engagiert zur Sache geht, wie im Spiel bei St. Pauli", fordert Neuhaus. Mit einem Sieg könnte Union den derzeitigen 7. Tabellenplatz festigen.



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