München - Die SpVgg Greuther Fürth kann beim Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg die Tabellenführung weiter ausbauen.

Ingolstadt möchte aus dem Tabellenkeller weiter nach oben klettern. Dazu ist ein Erfolg gegen Union Berlin nötig (beide Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Angesprochen auf die Frage, ob das Wiedersehen mit seinem langjährigen Weggefährten Mike Büskens eine Rolle spiele, machte MSV-Trainer Oliver Reck unmissverständlich klar: "Egal wer auf der anderen Seite steht, im Fußball gibt es in den 90 Minuten keine Freunde. Das muss man trennen können." Die Ausgangslage der "Zebras" lässt Freundschaftsdienste auch nicht zu. Der MSV Duisburg hat im Jahr 2012 als einziges Team noch keinen einzigen Punkt geholt und ist auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht. Vier Niederlagen in Folge gab es zuletzt vor fünf Jahren.

Ausgerechnet jetzt kommt der neue Tabellenführer, die SpVgg Greuhter Fürth, nach Duisburg. Mit einem fulminanten 6:2-Erfolg gegen den VfL Bochum hievte sich die Mannschaft von Mike Büskens erstmals seit dem 12. Spieltag wieder an den Platz an der Sonne. Die Franken haben aus den vergangenen sieben Partien nur ein Spiel verloren. Deswegen findet Oliver Reck für den Kontrahenten nur lobende Worte: "Unser Gegner steht nicht umsonst in der Tabelle ganz oben und im Pokal-Halbfinale. Fürth ist die fußballerisch vielleicht beste Mannschaft der Liga!" Für Mike Büskens zählen gegen den MSV am Ende nur die Punkte, egal wie: "Wir wollen das Spiel in unsere Richtung lenken und unser Tempo einsetzen, das müssen wir hinbekommen. Und wenn am Ende ein sogenannter schmutziger Sieg dabei herauskommt."

Verzichten muss der Trainer der "Kleeblätter" dabei auf Stephan Schröck, der seine fünfte Gelbe Karte gegen die "Zebras" absitzen muss. Außerdem stehen Kingsley Onuegbu nach einer Operation am Knöchel sowie Christopher Nöthe und Milorad Pekovic (beide im Aufbautraining) nicht zur Verfügung. Beim MSV Duisburg fällt Markus Bollmann (Leistenverletzung) aus. Zudem verzichtet Reck auf Sergej Karimow und Burakcan Kunt, die am Wochenende in der zweiten Mannschaft der Duisburger zum Einsatz kommen werden.



Schiedsrichteransetzungen

Der FC Ingolstadt ist als eine von nur drei Mannschaften in der Rückrunde noch ungeschlagen (zwei Siege, vier Remis). In sechs Rückrundenspielen holten die Oberbayern schon so viele Punkte wie in der kompletten Hinserie. Damit konnten sich die "Schanzer" zunächst die Abstiegsplätze verlassen. Großen Anteil an dieser Erfolgsfahrt hat FCI-Trainer Tomas Oral. "Die Entwicklung ist gut, wir haben seit meiner Ankunft im November eine stetig steigende Tendenz.", ist der Coach mit seiner Mannschaft zufrieden und verweist auf das gewonnene Selbstbewusstsein: "Die Mannschaft hat in Rostock den Glauben an sich selbst unter Beweis gestellt, das Selbstvertrauen ist groß." Dennoch ist Oral bewusst, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen darf: "Eine kleine Durststrecke, und die Sache sieht wieder ganz anders aus. Wir haben bisher noch nichts erreicht."

Union Berlin verlor dagegen vier der vergangenen fünf Begegnungen in der 2. Bundesliga. "In das neue Jahr sind wir nicht so erfolgreich hineingekommen", moniert Uwe Neuhaus die geringe Punktausbeute. Acht Gegentore in den jüngsten vier Spielen sind dem Union-Coach schlichtweg zu viel. "Es ist wichtig, jetzt eine gute Balance zwischen dem Offensivspiel und der Stabilität der Abwehr zu finden", fordert Neuhaus von seinem Team. Verzichten muss der Berliner Trainer gegen Ingolstadt auf Christopher Quiring, der aufgrund eines Muskelfaserrisses weiterhin aussetzen muss, sowie John Jairo Mosquera, der am Donnerstag überraschend nach China wechselte. Mit größeren Personalsorgen muss sich dagegen Tomas Oral herumplagen. Neben dem Ausfall von Fabian Gerber, mussten die "Schanzer" zum Wochenanfang eine Hiobsbotschaft verkraften. Mit Moritz Hartmann (Innenbandriss im Knie) fehlt ein weiterer Offensivakteur voraussichtlich für den Rest der Saison.



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