München - Die SpVgg Greuther Fürth ist auf der Jagd nach ihrem Vereinsrekord. Seit nunmehr zehn Spielen in Folge sind die Franken ungeschlagen, der Rekord von 13 Partien stammt aus dem Jahr 2003. Gegen den FC Energie Cottbus wollen die Franken der Bestmarke einen weiteren Schritt näher kommen.

Im zweiten Spiel am Samstagmittag duellieren sich zwei Aufsteiger. Eintracht Braunschweig hat Dynamo Dresden zu Gast im Eintracht-Stadion (alle Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

FC Energie Cottbus - SpVgg Greuther Fürth

Bange machen gilt nicht beim FC Energie Cottbus vor dem Duell gegen den Tabellenführer. "Greuther Fürth hat eine richtig gute Mannschaft. Aber wir wollen sie schlagen", sagt FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz selbstbewusst. "Wir brauchen Vertrauen zu uns selbst. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge standen wir als Mannschaft vor einer Situation, die es so noch nicht gegeben hat. Der Sieg in Frankfurt war ein Schritt in die richtige Richtung. Dort müssen wir anknüpfen, das Team braucht Überzeugung vor heimischer Kulisse und Mut. Dann können wir nicht nur bestehen, sondern auch gewinnen", gibt sich Wollitz kämpferisch. Bei den Lausitzern fehlen neben den Langzeitverletzten Markus Brzenska und Dennis Sörensen auch Martin Fenin und Alexander Bittroff.

Greuther Fürth will die Tabellenführung bei Energie Cottbus verteidigen. Von den bisherigen sechs Begegnungen gegen die Lausitzer gewann die Spielvereinigung vier. Weiterhin gab es ein Unentschieden, und in der letzten Saison schlug Energie Cottbus die Mittelfranken zum ersten Mal.

"Energie will wieder Vertrauen gewinnen und aus dem Tal raus. Die Cottbuser müssen gewinnen, wenn sie wieder oben anklopfen wollen. Für uns ist das wieder ein Gradmesser. Wir müssen einiges an Willenskraft aufbringen", sagt "Kleeblatt"-Trainer Mike Büskens. "Wir müssen dagegenhalten und die sich bietenden Räume sehr schnell und zielstrebig nutzen. Wir fahren dorthin, um etwas mitzunehmen", fordert Büskens. Fürth fehlen Sebastian Tyrala (Knorpelglättung), Stephan Fürstner (Meniskusquetschung) und Asen Karaslavov (Wadenverhärtung).





Eintracht Braunschweig - Dynamo Dresden

Zu Saisonbeginn war Eintracht Braunschweig die Überraschungsmannschaft schlechthin. Zuletzt blieb der starke Aufsteiger allerdings drei Mal in Folge ohne "Dreier". Dennoch zeigt sich Trainer Torsten Lieberknecht einverstanden mit dem bisherigen Saisonverlauf. "Ich bin mit der Entwicklung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Sie hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, guten Fußball zu spielen. Gegen Dresden wollen wir an den Tempofußball aus dem Spiel gegen Düsseldorf anknüpfen, in dem wir vor allem auch taktisch sehr gut strukturiert standen", sagt der 38-Jährige, der auf die verletzten Marjan Petkovic, Jan Washausen und Emre Turan verzichten muss. Auch bei Mittelfeldregisseur Damir Vrancic ist das Mitwirken noch fraglich.

Im Duell der beiden Aufsteiger treffen zwei personelle Herangehensweisen aufeinander. Während Braunschweig den Kader fast komplett beisammen hielt, musste Dresden 14 Abgänge kompensieren. Die Folge: Die Eintracht startete mit beeindruckenden 19 Punkten und liegt auf dem 6. Platz, Dynamo muss sich mit 11 Punkten und Platz 11 begnügen, was angesichts der Umstände respektabel ist. Von den 16 Neuzugängen standen sieben in der Startelf, die nicht über ein 1:1 gegen das Tabellenschlusslicht aus Aachen hinauskam. Dabei gelang der Ausgleich erst in der 93. Minute durch Pavel Fort.

Dynamo-Trainer Ralf Loose weiß, dass die Ansprüche in der 2. Bundesliga ganz andere sind, als dies noch in der vergangenen Saison der Fall war. Doch er ist er von der Qualität seines Teams überzeugt. "Wir waren in nahezu allen Spielen zumindest bis hinein in die Endphase der jeweiligen Partie auf Augenhöhe mit unseren Gegnern", sagt Loose. Dresden fehlen bei den Niedersachsen Gerrit Müller (Reha) und Jens Möckel (Trainingsrückstand). Im vergangenen Jahr Jahr standen sich beide Mannschaften noch in der 3. Liga gegenüber. Dort verlor Dresden die Partie mit 1:2.