Es ist wieder ungemütlich eng geworden an der Spitze der 2. Bundesliga. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist der Vorsprung von Tabellenführer SC Freiburg auf den 3. Platz, den Relegationsplatz, von sieben auf vier Zähler geschrumpft - Stand vor dem 26. Spieltag!

Am Montag gegen Rot Weiss Ahlen (ab 20 Uhr im Live-Ticker) soll daher wieder ein Sieg her.

Erinnerung an die Hinrunde

Der SCF stehe vor einer ähnlichen Situation wie in der Hinrunde, so Cheftrainer Robin Dutt auf der Pressekonferenz zum Spiel. Auch damals sei man nach einer Niederlage gegen Nürnberg nach Ahlen gereist.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn wir am Montag ein ähnliches Ergebnis schaffen", so Dutt. Im Wersestadion gewann der SC beim damaligen Tabellenfünften 3:0. Dennoch schätzt der SC-Coach auch die "sehr gute Qualität" der Gästeoffensive um Kevin Großkreutz, Marco Reus und Lars Toborg.

Dazu hätten die Gäste die besten Zweikampfwerte aller Zweitligamannschaften. Grundsätzlich sagt Dutt allerdings auch: "Alles andere außer ein Sieg wäre für uns eine Enttäuschung."

Alle Mann an Bord

Äußerst erfreulich hat sich über die Länderspielpause die personelle Situation bei den Freiburgern entwickelt. Sowohl Pavel Krmas als auch Jonathan Jäger sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Negative Rückmeldungen angesichts der Belastungen gab es bislang nicht.

Da Oliver Barth erst seit Kurzem wieder trainiert, scheint die Rückkehr von Innenverteidiger Krmas als sicher. Ob Jonathan Jäger nach seiner längeren Pause schon wieder für die Startelf infrage kommt, bleibt abzuwarten. Yacine Abdessadki wird nach seiner Gelbsperre auf jeden Fall wieder ins Freiburger Offensivquartett rücken. "Wir können aus dem Vollen schöpfen", lautete Dutts personelle Bilanz nach den punktspielfreien Tagen.

"Die Flucht nach vorne ist nicht das Richtige"

Doch Achtung, Freiburg! Die Gäste haben in der laufenden Spielzeit auswärts bereits vier Mal die vollen drei Punkte entführt. Auch wenn die Ahlener, die wie die Freiburger zuletzt zwei Mal in Folge verloren haben, dringend Punkte im Abstiegskampf benötigen, wollen sie im badenova-Stadion nicht ins offene Messer nicht laufen. "Die Flucht nach vorne ist nicht das Richtige gegen Freiburg. Ich denke, wir können aus einer abwartenden Haltung besser agieren", vermutet RW-Coach Bernd Heemsoth.

"Unsere Spieler müssen verinnerlichen, dass wir mit einer vernünftigen Leistung etwas holen können", unterstreicht Sportdirektor Stefan Grädler.

RWA ohne Di Gregorio

Verzichten müssen die Gäste in Freiburg auf Baldo Di Gregorio, der aufgrund einer Wadenverletzung passen muss. An seiner Stelle wird entweder Dino Djulbic oder aber Ole Kittner in die Innenverteidigung rücken.

Hinter dem Einsatz von Marco Reus steht noch ein Fragezeichen. Er befindet sich aktuell im Koordinationstraining. Ob er spielen kann, hängt davon ab, wie belastbar sein Knie ist. "Mal sehen, ob wir das Risiko eingehen können", sagte Heemsoth. Nils-Ole Book, der nach seinem Nasenbeinbruch mit einer speziell angefertigten Schutzmaske trainiert, wird möglicherweise auflaufen können.