Der FC St. Pauli muss in seiner Führungscrew weitere Wechsel verkraften. Nachdem Corny Littmann als Präsident zurückgetreten war, wird nun der ehemalige Vizepräsident der Hanseaten, Stefan Orth, den Club als kommisarischer Präsident führen.

Dies gaben der Aufsichtsrat und das Präsidium des FC St. Pauli am Montagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz im Millerntor-Stadion bekannt.

Eine finale Entscheidung über das Amt des Vereinspräsidenten des FC St. Pauli erfolgt durch die nächste Mitgliederversammlung in diesem Jahr, deren Termin noch nicht bekannt ist.

Schulz legt Amt nieder

Während mit Orth ein Vizepräsident vorerst zum Präsidenten aufsteigt, verabschiedet sich der zweite. Der 43 Jahre alte Unternehmer Marcus Schulz, neben Orth zweiter Vizepräsident, hat am späten Sonntagabend dem Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Burmester und auch seinen Präsidiumskollegen seinen Rücktritt mitgeteilt.

Schulz, der seit 2004 ehrenamtlich für den FC St. Pauli tätig war, vollzieht den Schritt aus persönlichen Gründen. Er bittet um Verständnis: "Ich habe immer gern im Präsidium gearbeitet. Aber irgendwann ist halt Schluss." Und stellt weiter klar: "Ich habe die Entscheidung, Stefan Orth zum Präsidenten zu machen, voll mitgetragen." Orth, der bisher ebenfalls Vizepräsident war, soll im Laufe des Montagnachmittags bei den Haseaten als neuer Präsident vorgestellt werden.