München - In der Vorsaison sicherte sich Dynamo Dresden nahezu in letzter Sekunde über die Relegation den Klassenerhalt. Jetzt stehen die Sachsen nach sechs Spieltagen immer noch ohne Sieg da. Mit einem Dreier beim ebenfalls durchwachsen gestarteten Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf will Dynamo jetzt die Rote Laterne abgeben. Hoffnungsträger an der Elbe ist der neue Trainer Olaf Janßen.

Auch beim FC Ingolstadt hofft man am 7. Spieltag auf Besserung, allerdings wartet auf den Tabellen-17. mit Union Berlin eine hohe Hürde. Die "Eisernen" könnten theoretisch sogar auf Platz 1 springen, sollte die SpVgg Greuther Fürth zeitgleich gegen den VfL Bochum Federn lassen (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker).

Mit sieben Punkten aus sechs Spielen droht Fortuna Düsseldorf schon früh in der Saison die oberen Tabellenränge aus dem Blick zu verlieren. Damit das nicht passiert, müssen vor allen Dingen eigene Fehler minimiert werden. "Wir dürfen nicht mehr diese einfachen Gegentore bekommen", beschreibt Fortuna-Coach Mike Büskens das Hauptproblem seiner Mannschaft. Unter der Woche hat allerdings Axel Bellinghausen (Pferdekuss) das ohnehin schon üppig besetzte Lazarett der Düsseldorfer weiter vergrößert. Dafür könnte Aristide Bance sein Pflichtspieldebüt für die Fortuna geben - und das sogar in der Startelf. "Die Wahrscheinlichkeit, dass er von Beginn an spielt, ist größer als die, dass er von der Bank aus kommt. Er soll so lange vorne Gas geben, wie es sein Fitnesszustand zulässt", so Büskens.

Bei Dynamo Dresden versucht man derweil mit allen Mitteln, den Bock umzustoßen. Unter der Woche gab es einen Mannschaftsausflug auf die Festung Königstein, mit Romain Bregerie wurde ein neuer Kapitän ernannt. Und natürlich soll Olaf Janßen als neuer Mann an der Seitenlinie maßgeblich für eine Trendwende sorgen. Der 46-Jährige arbeitete zuletzt als Co-Trainer von Berti Vogts bei der Nationalmannschaft von Aserbaidschan. In Dresden will er dafür sorgen, dass "die Fans ins Stadion gehen und sehen können, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht, die Vollgas gibt". Zunächst einmal gilt es aber, die Auswärtspartie in Düsseldorf erfolgreich zu bestreiten.



Schiedsrichteransetzungen

Das Kleeblatt reitet weiter auf der Welle des Erfolgs. Nach vier Siegen und zwei Unentschieden thront der Absteiger an der Spitze der Tabelle. Und wenn es nach Trainer Frank Kramer geht, soll sich daran so schnell auch nichts ändern. "Wir werden versuchen, die aktuelle Situation weiter zu verlängern", sagt der 41-Jährige. "Aber wir tun sehr gut daran, bodenständig zu bleiben." Dabei kann Kramer wieder auf den zuletzt angeschlagenen Ilir Azemi zurückgreifen. Ognjen Mudrinski (Zahn-OP) fällt hingegen aus. Ob Jubilar Mergim Mavraj mitwirken kann, ist noch ungewiss. Der Innenverteidiger stieg erst am Freitag wieder ins Training ein und steht gegen Bochum vor seinem 50. Zweitligaspiel für Fürth.

Viel Erfahrung bringt auch der gegnerische Trainer Peter Neururer mit. Und bezüglich Fürth handelt es sich dabei durchwegs um gute. Denn als Trainer verlor er in sieben Spielen gegen die Franken kein einziges Mal. Sein Team "will dem Tabellenführer einiges abverlangen", sagt Neururer, der jedoch auf Routinier Christian Tiffert (muskuläre Probleme) verzichten muss. "Damit fällt für uns eine Variante aus, die sehr interessant hätte werden können." Slawo Freier, der zuletzt ebenfalls mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, meldete sich rechtzeitig zum Spiel in Fürth fit.



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Nach vier Punkten aus den vergangene beiden Partien ist beim FCI ein leichter Aufwärtstrend spürbar. "Wir wollen den Wind aus den letzten zwei Spielen und Trainingswochen mitnehmen", sagt Cheftrainer Marco Kurz vor dem Duell gegen Union Berlin. Die Bilanz spricht dabei für die Schanzer, zumal es beim Aufeinandertreffen der beiden Teams noch nie einen Auswärtssieg gab. Neben den Langzeitverletzten fehlt Kurz Neuzugang Almog Cohen. "Er hat in dieser Woche belastet, hatte dabei aber Schmerzen, weswegen wir die Handbremse bei ihm angezogen haben", sagt Kurz. Auch Caiuby wird nicht im Kader stehen, da er aus disziplinarischen Gründen in dieser Woche individuell trainierte. Ab Montag ist der Brasilianer wieder fester Bestandteil der Mannschaft.

Der Gegner aus Berlin ist seit fünf Spielen ungeschlagen und reist mit der dezenten Hoffnung auf den Sprung an die Tabellenspitze nach Ingolstadt. Voraussetzung dafür wäre auf jeden Fall ein Sieg, auch wenn dies in bislang drei vergeblichen Anläufen beim FCI noch nicht geklappt hat. "Wir wollen gewinnen, egal was da in den letzten Jahren passiert ist", sagt Linksverteidiger Patrick Kohlmann im "kicker". Personell hat Trainer Uwe Neuhaus wieder mehr Optionen, denn Baris Özbek ist seit über einer Woche wieder im Training. Aber es ist gut möglich, dass Neuhaus seiner Erfolgself der vergangenen Wochen vertraut.



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