Frankfurt/Main - Bernd Reisig hat am Samstag nach dem Spiel des FSV Frankfurt gegen den FC Augsburg seinen sofortigen Rücktritt als Geschäftsführer des FSV Frankfurt erklärt. Im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel präsentierte Reisig die Chronologie des Zwists um den Umbau der Haupttribüne des Frankfurter Volksbank Stadions. "Wir sind in die Mühlen eines internen Machtkampfes innerhalb der CDU hinein geraten", so Reisig.

Reisigs Entschluss: "Aufgrund der verfahrenen Situation ziehe ich meine persönlichen Konsequenzen. Ich trete nicht zurück, weil ich verloren habe. Ich trete zurück, weil ich keine Kraft mehr habe, um diesen wunderbaren Verein weiter zu führen. Ich bedauere das sehr, weil der FSV ein Teil meines Lebens ist."

"Ein Schock für uns alle"

Bernd Reisig prägte eine Ära des FSV Frankfurt. Seit 1994 war er für den FSV in den Funktionen Schatzmeister, Vize-Präsident, Präsident, Manager und Geschäftsführer tätig. Reisig zeichnete sich hauptverantwortlich für die sensationelle sportliche und strukturelle Entwicklung des Traditionsvereins, inklusive des "dreifachen" Aufstiegs des Clubs von der Oberliga über die Regionalliga, mit "Überspringen" der 3. Liga bis in die 2. Bundesliga. In den letzten beiden Spielzeiten schaffte der FSV Frankfurt unter seiner Führung mit einem der kleinsten Etats der Liga den Klassenerhalt. Aktuell belegen die Schwarz-Blauen einen hervorragenden 6. Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga. Wer Reisigs Nachfolge übernimmt, wird der FSV Frankfurt zu gegebener Zeit bekanntgeben.

"Bernd Reisigs Rücktritt ist für uns alle ein Schock. Er hat unheimlich viel für den FSV Frankfurt geleistet und ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der FSV die Erfolge in den letzten Jahren und diesen momentanen Status erreicht hat. Wir müssen uns nun beraten, wer seine Nachfolge übernehmen wird", bedauerte FSV-Präsident Julius Rosenthal den Rücktritt Reisigs.