Mit kräftigen Zügen weg vom Abstiegsstrudel - so könnte das Motto der Sonntagsspiele des 27. Spieltags (>alle Spiele So., ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!) lauten.

Dabei kann sich Rot-Weiß Oberhausen ein Beispiel am Gegner Karlsruher SC nehmen. Die Badener haben mit zuletzt zwei 1:0-Siegen in Folge sieben Punkte zwischen sich und den Relegationsplatz gelegt. RWO hat momentan nur zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellen-16. FSV Frankfurt, da soll nach der 3:5-Niederlage vom vergangenen Spieltag beim FC St. Pauli nun wieder ein Dreier her.

Zusammenhalt gegen breite Brust

"Wenn wir an unsere Leistung der letzten Wochen anknüpfen, dann bin ich überzeugt, dass wir gegen den KSC gewinnen können", sagt RWO-Trainer Hans-Günter Bruns optimistisch. Schließlich hatte seine Mannschaft am Millerntor ja nicht enttäuscht und in der Woche zuvor gegen die TuS Koblenz 2:0 gewonnen.

Verzichten muss Bruns aber auf Tim Kruse, Mike Tullberg, Felix Luz und Benjamin Reichert verzichten. Diese Ausfälle sollen vor allem durch den RWO-typischen Zusammenhalt ausgeglichen werden, den Bruns noch einmal besonders hervorhebt: "Dieser war schon immer super, aber er ist noch besser geworden. Jeder ist mit hundert Prozent dabei, jeder fiebert mit, auch wenn er auf der Bank sitzt."

Allerdings treffen die "Kleeblätter" mit dem KSC auf ein Team, das mit breiter Brust anreist. Mit den Siegen gegen die Spitzenteams aus Bielefeld und Augsburg zeigten sich die Karlsruher in den letzten zwei Wochen wieder von ihrer guten Seite. Diese Saison gibt es beim KSC schließlich nur hopp oder top. Keine der letzten 16 Partien mit Beteiligung der Badener endeten mit einem Remis, die letzte Punkteteilung des KSC war das 1:1 im Hinspiel gegen RWO.

Obwohl das Team punktemäßig durchatmen kann, will Trainer Markus Schupp mehr. "Keiner kann davon sprechen, zufrieden zu sein. Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht", sagte er. Verzichten muss Schupp auf Serhat Akin (Magen-Darm-Virus), fraglich ist der Einsatz von Christian Demirtas (Sprunggelenksprobleme). Alexander Iashvili (Halsschmerzen), Marvin Matip (Angina) und Marco Engelhardt (Gelbsperre abgesessen) werden wohl dabei sein.

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TSV 1860 München - FSV Frankfurt

Weiteren Druck auf Rot-Weiß Oberhausen möchte natürlich der FSV Frankfurt ausüben. Die Hessen, seit sieben Spielen ungeschlagen, könnten mit einem Erfolg sogar den Relegationsplatz an RWO übergeben, weshalb "Löwen"-Trainer Ewald Lienen eindringlich vor den Gästen warnt. "Das ist eine höchst gefährliche Mannschaft, die gut drauf ist und aufgrund der Serie mit viel Selbstvertrauen nach München kommt. Sie wird uns alles abverlangen", sagte Lienen.

Beim 2:3 im Hinspiel machten die Münchner schon einmal schlechte Erfahrungen mit dem FSV. "Uns hat die Kompaktheit und Aggressivität gefehlt, wir haben es Frankfurt sehr leicht gemacht", erklärte Lienen zurückblickend. Aktuell können aber auch die "Löwen" eine gute Serie vorweisen, gewannen vier der letzten fünf Spiele. Fehlen wird gegen Frankfurt Eke Uzoma (Muskelschmerzen). Stefan Aigner, Sascha Rösler und Benjamin Lauth konnten nur eingeschränkt trainieren, Sandro Kaiser (Angina) droht auszufallen.

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen macht seinem Team vor allem mit der Erinnerung an das 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern vor zwei Wochen Mut: "Wer sich gegen die Teufel wehren kann, kann auch gegen die Löwen etwas erreichen", dichtete er. Personelle Veränderungen will er im Vergleich zum überzeugenden 2:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf in der Vorwoche kaum vornehmen.Ausfallen werden weiterhin Pekka Lagerblom und Sanibal Orahovac. Dagegen steht Stefan Hickl wieder zur Verfügung.

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1. FC Union Berlin - Alemannia Aachen

Berlin war für Alemannia Aachen bislang keine Reise wert – zumindest im Bezug auf Zweitliga-Gastspiele beim 1. FC Union. Alle drei bisherigen Heimspiele in der 2. Bundesliga entschieden die Berliner gegen die Alemannia für sich. Und auch im Hinspiel überzeugte die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus mit einem 4:1 im neuen Tivoli-Stadion.

Um den eigenen Abwärtstrend zu stoppen - Union konnte nur eines seiner letzten acht Spiele gewinnen – ist ein weiteres Erfolgserlebnis gegen die Westdeutschen dringend vonnöten.Bei einer Niederlage könnte neben Aachen auch der KSC an den Berlinern vorbeiziehen. "Wir wollen am Sonntag mit 38 Punkten auf dem Konto unserem 40 Punkte-Ziel wieder ein Stück näher kommen", gibt Coach Neuhaus deshalb auch als Parole aus. Er warnt vor allem vor den schnellen Kontern der Aachener und vor deren Torjäger Benjamin Auer.

Fehlen werden weiterhin Björn Brunnemann und Paul Thomik. Bernd Rauw stieg in dieser Woche ins Mannschaftstraining ein und wird wohl zum Kader gehören. Unsicher ist, ob Verteidiger Patrick Kohlmann (Magen-Darm-Infekt) und Chinedu Ede dabei sein können, Dominic Peitz fehlt gelbgesperrt.

Mit personellen Sorgen kennt sich auch Alemannia-Coach Michael Krüger aus, ihm fehlen weiterhin sieben Profis. Der wieder genesene Mirko Casper wurde von einem Magen-Darm-Virus flachgelegt. Nach dem Erfolg gegen Bielefeld am 26. Spieltag sieht aber zumindest die sportliche Lage bei den Gästen wieder etwas besser aus. "Entscheidend wird sein, die Ordnung genauso diszipliniert beizubehalten wie am letzten Freitag gegen Bielefeld", fordert Krüger: "Es ist an der Zeit, dass die Mannschaft eine solche Leistung auch mal bestätigt."

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