Köln – Am heutigen Samstag stehen in der 2. Bundesliga zwei Partien auf dem Programm: Der SC Freiburg kann beim Tabellenletzten MSV Duisburg zumindest zwischenzeitlich wieder die Tabellenführung übernehmen. Der 1. FC Union Berlin und der 1. FC Nürnberg wollen sich im direkten Duell aus der Gefahrenzone befreien.

Gruev übernimmt

Schon lange ist es her, als sich der SC Freiburg und der MSV Duisburg zuletzt gegenüberstanden. Im Mai 2009 setzten sich die Zebras mit 2:0 durch. Damals stand übrigens noch Sportdirektor Ivica Grlic im Duisburger Kader. Und der musste unter der Woche auf den schwachen Saisonstart reagieren, tauschte Trainer Gino Lettieri gegen Ilja Gruev aus. Kein Unbekannter: Der Bulgare war bereits als Spieler und als Co-Trainer bei Duisburg aktiv.

Der SC Freiburg steckt hingegen in einer Mini-Krise, konnte zweimal in Folge nicht gewinnen und hat die Tabellenführung an RB Leipzig abgegeben. Ein Remis heute reicht aber schon, um zumindest über Nacht an den Leipzigern vorbeizuziehen (ab 12:45 Uhr im Liveticker). "Wir müssen Geduld haben und kontrolliert spielen, damit wir uns Chancen erarbeiten. Und wir sollten gleichzeitig dem Gegner möglichst keine gestatten, es wird ein hartes Stück Arbeit", sagte SCF-Trainer Christian Streich.

Union empfängt Angstgegner

Beim 1. FC Union Berlin läuft die bisherige Saison überhaupt noch nicht nach Plan. Zu oft hat die Mannschaft 2015/16 eine Führung verspielt. Als Resultat steht die Mannschaft von Sascha Lewandowski auf Platz 14. Und da kommt ausgerechnet der 1. FC Nürnberg (ab 12:45 Uhr im Liveticker). Das einzige Team, gegen das die Eisernen in der Zweitliga-Geschichte noch nie punkten konnten.

Aber auch Nürnberg kommt in dieser Spielzeit einfach nicht aus dem Quark. Seit nunmehr fünf Spielen wartet man auf einen Sieg, zuletzt gab es zweimal in Folge eine Nullnummer (gegen Duisburg und Karlsruhe). Union geht immerhin mit dem Selbstvertrauen eines 2:0-Erfolges gegen Heidenheim in die Partie. Club-Trainer Weiler, der vor allem an der Treffsicherheit arbeiten ließ, erwartet ein "spannendes Spiel. In dieser Liga liegt alles so eng beieinander, die Unterschiede zwischen den Mannschaften sind nicht so groß."