Nach drei Siegen in Serie will der SC sein Punktekonto auch gegen den FSV Frankfurt um drei Zähler aufstocken. Trainer Robin Dutt kann für die Partie wohl ohne größere Personalsorgen planen.

"Nie mehr Zweite Liga, nie mehr, nie mehr, nie mehr ...", schallte es am letzten Spieltag nach dem Schlusspfiff durchs Millerntorstadion. Allerdings erklang der beliebte Fangesang nicht nur im voll besetzten Gästeblock, sondern wurde gleichzeitig von etlichen Fans des FC St. Pauli angestimmt, deren Team trotz einer starken Leistung soeben 1:2 gegen den Tabellenführer SC Freiburg verloren hatte.

FReibur ist der beste Club dW

Eine kleine Momentaufnahme aus der Hamburger Fußball-Kultstätte, in der einfach manches manchmal noch anders ist als in anderen Stadien und die auch Robin Dutt zum Schmunzeln gebracht haben dürfte. Gerne "einmal richtig genießen", würde er diese spezielle Atmosphäre beim Hamburger Zweitligisten, hatte der SC-Cheftrainer vor dem Spiel gesagt. Voraussetzung dafür sei nach dem 0:5 in der vergangenen Saison freilich ein Sieg.

"Mit dem Schlusspfiff", so Dutt, sei nach der packenden Begegnung für ihn dann auch die Zeit des Genießens angebrochen. Obwohl er zunächst feststellen musste: "Es ist ganz ungewohnt für mich, ein Spiel zu kommentieren, in dem der Gegner die bessere Mannschaft war – wir aber gewonnen haben." Das hatte auch Innenverteidiger Pavel Krmas, der es meist mit dem knapp über zwei Meter großen Stürmer Morike Sako zu tun bekam, so erlebt.

"Wir wollten aggressiver spielen, aber das hat nicht so gut geklappt. Dafür haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir kämpfen können." Wie in Mainz bog der SC einen kurz vor der Pause entstandenen Rückstand durch die Tore von Heiko Butscher und Mohamadou Idrissou noch zum Auswärtssieg um. "Die top Fitness und die Mentalität der Mannschaft", so der Tscheche, seien ausschlaggebend gewesen.