Die Winterpause dauert zwar noch ein wenig an, doch für die Profis der Zweitliga-Clubs ist die ruhige Zeit vorbei.

Die meisten Mannschaften sind bereits in ihr Trainingslager aufgebrochen und bereiten sich auf die Rückrunde vor. Unter anderem wird auch in Testspielen die Form überprüft und der Trainingsstand der Spieler festgehlaten.

bundesliga.de gibt einen Überblick über die Testspiele der Zweitligisten am Samstag, dem 10. Januar 2009:


Borussia Dortmund - SC Freiburg 1:2 (0:2)

Der SC Freiburg hat am Samstag das erste Testspiel im neuen Jahr mit Erfolg absolviert. Gegen den Tabellensechsten der ersten Bundesliga, Borussia Dortmund, gewann das Team von Trainer Robin Dutt in Marbella 2:1 (2:0).

Der SC kontrollierte die Partie im Raahmen des Trainingslagers in Spanien über weite Strecken und lag schon zur Pause durch Tore von Ivica Banovic (15.) und Suat Türker (26.) vorne. Auch nach dem Seitenwechsel wussten die Freiburger zu überzeugen und ließen nur wenige Möglichkeiten für die Schwarz-Gelben zu. Mohamad Zidan traf im zweiten Durchgang für den BVB die Querlatte, die Dortmunder Schlussoffensive führte nurmehr zum Anschlusstor durch Yasin Öztekin (89.).


Energie Cottbus - Alemannia Aachen 2:2 (0:1)

Branko Jelic hat den Bundesligisten Energie Cottbus im erstem Testspiel in der Winterpause vor einer Niederlage bewahrt.

Der Serbe erzielte im Duell mit Alemannia Aachen in Larnaka auf Zypern per Foulelfmeter in der Nachspielzeit das Tor zum 2:2 (0:1)-Endstand. Neben Jelic traf Landsmann Ivica Iliev (56.) für Energie, die Treffer der Alemannia erzielten Szilard Nemeth (27.) und Markus Daun (66.).


FC Ingolstadt - SpVgg Unterhaching 2:2 (1:1)

Gegen den Tabellen-6. der 3. Liga erwischten die Ingolstädter einen guten Start. In der 12. Minute gingen die Fink-Schützlinge durch Andreas Neuendorf in Führung. Die Mannschaft von Hachings Coach Ralph Hasenhüttl kam in der 38. Minute dennoch zum Augleich.

Zum Ausgleich abgefälscht

Ein Schuss vom linken Strafraumeck wurde von Mario Neunaber abgefälscht, Keeper Marco Sejna war zwar noch am Ball, konnte das 1:1 aber nicht mehr verhindern. In der 82. Minute war Steffen Wohlfarth erneut der Vorbereiter, als er sich über die rechte Seite durchsetzte und sein Querpass bei Jaime Braganca landete. Auch der hatte, wie schon Neuendorf beim 1:0, kein Problem, den Zweitligisten zum zweiten Mal in Front zu bringen. Doch die Freude darüber dauerte nur sechs Minuten, dann sorgte Christian Grujicic mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern von halbrechts für den 2:2-Endstand.

"Wie schon gestern bin ich mit der Laufbereitschaft und vor allem in der ersten Spielhälfte mit den Kombinationen, die wir gezeigt haben, zufrieden. Nach dem Wechsel ist es uns nicht gelungen, den Druck aufrecht zu erhalten. Dazu hat Unterhaching auch wirklich gut dagegen gehalten. Das Ergebnis geht in Ordnung. Jetzt freuen wir uns aber auf bessere Trainingsbedingungen in der Türkei", so Trainer Thorsten Fink.


VfL Osnabrück - Hannover 96 0:3 (0:1)

Hannover 96 konnte das Testspiel gegen den VfL am Samstagnachmittag klar für sich entscheiden. Aus Sicht der Gäste hieß es nach 90 Minuten 3:0 (1:0). Vor 1.609 Zuschauern stellten die Gäste aus der Landeshauptstadt über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft.

Bereits in der 8. Minute brachte Jan Rosenthal die Hannoveraner, die zahlreiche Stammspieler in der Anfangsformation aufboten, mit 1:0 in Führung.

Der VfL nutzt seine Chancen nicht

Im Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Lila-Weißen dann immer besser ins Spiel und vor der Pause ihrerseits mehrfach zu aussichtsreichen Torgelegenheiten. Bis zur Halbzeit blieb es allerdings bei der knappen, aber insgesamt verdienten Führung des Bundesligisten.

In der 48. Minute erhöhte der einsatzfreudige und stets torgefährliche Finne Mikael Forssell auf 2:0, Marvin Braun hatte drei Minuten später die größte Chance zum Anschlusstreffer, traf allerdings nur das Lattenkreuz. Auch Djordjije Cetkovic, der in der 2. Halbzeit zu seinem ersten Einsatz für den VfL kam, konnte das Blatt nicht mehr zugunsten der Osnabrücker wenden, die verletzungsbedingt auf zahlreiche Akteure verzichten mussten. In der 74. Minute fiel dann die Entscheidung: Christian Schulz stellte mit dem letzten Treffer des Tages den 3:0-Endstand her.


TuS Koblenz - FC Prishtina 1:0 (1:0)

Die TuS Koblenz hat ihr erstes Spiel im neuen Jahr gewonnen: Vor 800 Zuschauern in Nörtershausen reichte es auf schneebedecktem Untergrund zu einem 1:0-Erfolg gegen den kosovarischen Spitzenclub FC Prishtina.

Abgesehen vom Ergebnis konnte TuS-Trainer Uwe Rapolder dem Spiel jedoch keine positiven Aspekte abgewinnen: "Die Annahme der Zweikämpfe hat mir gefehlt, wir haben keine Dominanz ausgeübt", kritisierte der Coach. Das Tor des Tages erzielte Matej Mavric, der einen Strafstoß nach Foul an Manuel Fischer sicher verwandelte (7.).

Testspieler Maletic verpasst 2:0

In der Folge kam Prishtina besser ins Spiel und folgerichtig auch zu einigen Chancen: In der 16. Minute setzte Ardian Kozhani das Leder an den Pfosten, nachdem David Yelldell zuvor schon einen Kopfball entschärfen musste. Das 2:0 für die TuS hatte schließlich Testspieler Darko Maletic auf dem Fuß, der freistehend vor Keeper Feim Statovci auftauchte, den Ball aber nicht im Tor unterbrachte (32.).

Auch nach der Pause blieb Prishtina gefährlich, so dass sich auch Marcus Rickert im Koblenzer Tor noch auszeichnen konnte. Die besseren Chancen hatte allerdings die TuS: Andreas Richter per Kopf (70.) und Njazi Kuqi (81.) hätten das Ergebnis höher gestalten können.


1. FC Kaiserslautern - Rapid Wien 2:0 (1:0)

Im Rahmen des "Love Cyprus Cup" traf der 1. FC Kaiserslautern auf den österreichischen Rekordmeister Rapid Wien. In der ersten Hälfte hatten die "Roten Teufel" deutlich mehr vom Spiel als ihr Gegner aus der Alpenregion. Folglich gab es auch mehr Tormöglichkeiten für den FCK. In der Anfangsphase verzogen Sidney Sam und Erik Jendrisek nur knapp (6./9.).

Eine gute Viertelstunde später "klingelte" es im Rapid-Kasten: Dragan Paljic hatte sich auf links energisch durchgesetzt, guckte die Wiener Abwehr aus und passte in die Mitte, wo der heraneilende Srdjan Lakic keine Mühe hatte den Ball zu versenken (26.). Danach verlor das Spiel etwas an Fahrt und die Pfälzer brachten den Vorsprung in die Pause.

Lakic zum Zweiten

FCK-Trainer Milan Sasic hatte zur zweiten Halbzeit ausgewechselt und Neuzugang Fabian Müller für Florian Dick gebracht. Müller durfte kurz darauf erstmals mit seinen neuen Teamkollegen jubeln, als Anel Dzaka einen Freistoß aus ca. 30 Metern auf das Wiener Tor getreten hatte. Keeper Hedl konnte nur abklatschen und Srdjan Lakic staubte mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 ab (55.).

Zwölf Minuten später gelang Sascha Kotysch mit einem 30-Meter-Schuss beinahe das 3:0, aber diesmal war Hedl zur Stelle und klärte glänzend. Der FCK blieb weiter die spielbestimmende Mannschaft und ließ bis auf eine gute Möglichkeit von Yassim (70.), die Keeper Luis Robles zunichte machte, keine Chancen der Rapidler zu. Somit siegte der FCK am Ende verdient mit 2:0 gegen Rapid Wien.