München - Mit Energie Cottbus und Fortuna Düsseldorf treffen am Sonntag zwei ehemalige Vereine aus der Bundesliga aufeinander. Gut in die Saison starten wollen auch Fürth, der KSC, Osnabrück und Duisburg (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker).

FC Energie Cottbus - Fortuna Düsseldorf

Das bislang letzte Duelle der beiden Vereine ist gar nicht lang her: Im April gewann Cottbus am 30. Spieltag zuhause mit 4:2 gegen die Fortuna. Trotzdem reichte es am Ende nur zum 9. Platz. Nun will der FC Energie wieder angreifen und am Sonntag mit einem Sieg starten.

"Wer da auf der Gegenseite auf dem Feld steht, ist gar nicht so wichtig. Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, ein guter Start in die Saison ist wichtig für unsere junge Mannschaft", glaubt Vize-Kapitän Markus Brzenska. "Wichtig ist, wie wir vom Anpfiff weg gegen den Ball arbeiten, uns verschieben, das Umkehrspiel in beide Richtungen gestalten", sagt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Welche Mannschaft er auf den Rasen schickt, steht noch nicht abschließend fest. Im Sturm ist Nils Petersen gesetzt. Während Adam Straith am Freitag voll trainierte und wohl einsatzfähig ist, steht hinter dem Einsatz von Emil Jula und Marc-Andre Kruska weiterhin ein dickes Fragezeichen. "Mein Kollege bei der Fortuna hat allerdings auch Sorgen, wie man liest. Insofern nehmen wir es, wie es kommt", gibt sich "Pele" Wollitz kämpferisch.

Bei der Fortuna ist Kapitän Andreas Lambertz allerdings wieder mit an Bord und steht zumindest im Kader. Bedenken bei einem Einsatz hätte Coach Norbert Meier jedenfalls nicht. "Lumpi ist eine Kampfsau im besten Sinne! Viel Anlaufzeit braucht er nicht", sagt er. Obwohl Düsseldorf in der vergangenen Saison den 3. Tabellenplatz nur knapp verpasste, ist die Mannschaft in Cottbus laut ihrem Trainer sicher nicht der Favorit.

"Wir müssen und werden dagegenhalten, denn das ist Grundvoraussetzung, um in Cottbus zu bestehen", kündigte er an. Nach dem Pokal-Aus bei der TuS Koblenz ist für die Fortuna Wiedergutmachung angesagt, die aber durch das Fehlen der verletzten Oliver Fink und Marco Königs und des saisonübergreifend gesperrten Tiago (kam aus Duisburg) erschwert wird. Sascha Dum, der aus Cottbus nach Düsseldorf wechselte, kehrt ins Stadion der Freundschaft zurück und steht wohl in der Startelf.




SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC

Fürths Trainer Mike Büskens will gegen den KSC "nicht wild nach vorne", aber doch auf Sieg spielen. "Ich möchte jedes Spiel gewinnen", kündigte Büskens an. "Auch gegen eine Karlsruher Mannschaft, die insgesamt eine gute Mischung aus Bundesliga-erfahrenen Spielern und jungen Talenten hat."

Der Übungsleiter baut vor allem auf Rückkehrer Thomas Kleine. Der Innenverteidiger kam aus Mönchengladbach und ist neuer Kapitän der "Kleeblätter". Stephan Fürstner wird wohl nach seiner Wadenverletzung nicht spielen können und soll kontinuierlich aufgebaut werden. Sercan Sararer hat Probleme mit dem Innenband am Knie, der Einsatz von Angreifer Christopher Nöthe ist fraglich. Büskens zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Mit einem guten Start können wir hier vielleicht auch so eine Euphorie und eine positive Emotionalität erleben, das würde ich mir wünschen."

KSC-Trainer Markus Schupp sieht seine Mannschaft nach der Pokal-Pleite beim Liga-Rivalen FC Ingolstadt in der Pflicht. "Wir wollen natürlich versuchen, zu gewinnen", sagte er. Auch beim KSC wartet man die letzten Trainingseinheiten ab, bevor der endgültige Kader steht. Serhat Akin, Macauley Chrisantus, Matthias Langkamp sowie Michael Mutzel könnten dem Kader angehören und eventuell sogar von Beginn an zum Einsatz kommen. Auf jeden Fall in der Startelf steht Matthias Zimmermann, der unter der Woche mit der U-19-Nationalelf im Einsatz war und gesund in den Wildpark zurückgekehrt ist. In der Innenverteidigung soll der 21 Jahre alte Stefan Müller wieder zum Einsatz kommen. Tore sind in der Trolli-Arena übrigens quasi garantiert: Keine der letzten 38 Ligapartien mit Karlsruher Beteiligung endete torlos - das ist ligaweit die längste Serie dieser Art.



VfL Osnabrück - MSV Duisburg

Nach dem bitteren Pokal-Aus gegen Kaiserslautern sollen die drei Punkte zum Saisonstart in der Osnatel-Arena bleiben. Coach Karsten Baumann muss nur auf Konstantin Engel und Kristoffer Andersen verzichten, die sich beide nach Muskelfaserrissen im Aufbau befinden. Im Mittelfeld des Aufsteigers will Sebastian Tyrala seine gute Leistung aus dem Pokal-Spiel bestätigen. Der 22-Jährige kam von Borussia Dortmund nach Osnabrück und traf gegen den FCK zum 1:0, das bis zur Nachspielzeit Bestand hatte. Ansonsten vertraut Baumann wohl wieder auf die Spieler, die zu Aufstiegshelden wurden, darunter auch Mittelfeldspieler Björn Lindemann, der in in der vergangenen Saison elf Tore schoss und damit treffsicherster VfL-Profi war. Osnabrücks Nummer "10" leitete mit seinen Vorlagen außerdem zwölf weitere Treffer ein und wurde "Spieler des Jahres" der 3. Liga,

Duisburgs Neuzugang Filip Trojan freut sich auf das Spiel in Osnabrück. "Eine tolle Atmosphäre, es macht Spaß, dort zu spielen", sagt er. Der Mittelfeldspieler, nach einer Verletzung zum Start der Vorbereitung noch mit Trainingsrückstand, wird in Osnabrück zwar erstmals im Duisburger Kader stehen, für einen Einsatz von Beginn an dürfte es aber noch zu früh sein.

"Die machen viel Power, spielen sehr aggressiv. Wer da schläft oder auch nur zu spät wach wird, hat schon ein Problem", lobt Trainer Milan Sasic das Team seines Gegenübers Baumann. Bei allem Respekt vertraut der 51-jährige Fußballlehrer aber auch seinem eigenen, jungen Team. "Ich weiß eines, dass alle auf dem Platz alles geben und 100 Prozent MSV sind! Wir werden alles versuchen, um in Osnabrück zu gewinnen", verdeutlicht Sasic. Nicht mehr im Kader steht Frank Fahrenhorst, dessen Vertrag mit den "Zebras" in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde.