Düsseldorf - Sieben Gegner stehen für Düsseldorfs Profis noch bis zum ersten Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Programm. Den ersten Test vermochte die Fortuna souverän zu meistern. Gegen den Landesligist PSV Wesel-Lackhausen ein klares 7:1 (2:0).

Am fünften Tag der Vorbereitung wartete auf die Akteure von Chefcoach Norbert Meier das, was Fußballer am liebsten mögen: Die sportliche Herausforderung auf dem Rasen. Dass der siebtklassige Gegner ein reiner Sparringspartner werden würde, durfte man nicht ernstlich annehmen, auch wenn die Zuschauer den Düsseldorfern die Favoritenrolle weitgehend vorbehaltlos einräumten.

Fortuna kontrolliert die Partie

Die "Rot-Weißen" übernahmen vom Anpfiff an das Zepter und suchten mit stürmisch vorgetragenen Angriffen den direkten Weg zum Tor. Vor allem Ballstafetten, die über Kai Schwertfeger, Adam Bodzek, Oliver Fink und Maximilian Beister über die rechte Seite vorgetragen wurden, sorgten immer wieder für viel Wirbel im Defensiv des PSV.

U-21-Nationalspieler Beister war es auch, der sich in der siebten Spielminute als Erster in die Torschützenliste eintrug, als er zum 0:1 mit einem satten Schuss einnetzte. Danach vergingen 20 Minuten, bis der nächste Treffer zu verzeichnen war. Nach einem Foul an Beister war es Rösler, der den fälligen Freistoß gefühlvoll in den 16-Meter-Raum flankte, wo Assani Lukimya den Ball zum 2:0 über die Linie drückte.

Wesel-Lackhausen findet langsam ins Spiel

Die Gastgeber ließen sich hierdurch jedoch nicht ins Bockshorn jagen und fanden allmählich besser ins Spiel, wie eine sehenswerte Kombination in der 37. Minute bewies, die von Michael Ratajczak entschärft werden konnte.

Den nächsten Gegentreffer vor dem Seitenwechsel mussten jedoch abermals die Weseler hinnehmen: Ken Ilsø prüfte Torhüter Erhardt mit einem strammen Schuss in der 45. Minute, den er noch abwehren konnte, doch gegen den nächsten Schuss, von Ranisav Jovanovic zum 3:0, war er machtlos.

Sechs Neue nach der Halbzeit

Auch nach Wiederanpfiff wollte sich die Mannschaft des Trainergespanns Roger Rütter und Axel Zehle (der bei Fortuna seit einiger Zeit als Mentalcoach fungiert) nicht einfach geschlagen geben. Gegen die nur auf sechs Positionen veränderte Düsseldorfer Mannschaft brach in der 47. Minute Sebastian Eisenstein durch und sein satter Schuss hätte beinahe zum Anschlusstreffer geführt. Beinahe, weil der Ball nur an die Latte klatschte und auch der Nachschuss sein Ziel verfehlte.

So verging abermals einige Zeit, bis der nächste Torjubel aufkam - und dies wiederum zugunsten der Gäste: Lukimya verewigte sich zum zweiten Mal an diesem Tag in der Torschützenliste und vollstreckte zum 0:4. Eine Viertelstunde später war Marco Königs erfolgreich, nachdem er zuvor schon einige Akzente gesetzt hatte, und erhöhte auf 0:5.

Gastgeber treffen

Keine vier Minuten später kam der große Augenblick für den gerade erst eingewechselten A-Jugendlichen Necati Güclü. Er zeigte in seiner ganzen Unbekümmertheit, wie sie bei Junioren oftmals anzutreffen ist, wie wenig ihn der große Name des Gegners anrührte, hielt drauf und erzielte einen sehenswerten Treffer.

Für die Treffer sechs und sieben sorgten die Debütanten Adriano Grimaldi und Christian Weber. Die Zuschauer sahen ein Spiel mit sehenswerten Ballpassagen beider Clubs. Dass dies in einer sehr freundlichen Atmosphäre und auf einem top-gepflegten Rasenplatz stattfand tat sein Übriges.

Kruse und Aouadhi ohne Einsatz

Nicht zum Einsatz kam der Australier Robbie Kruse, der leichte muskuläre Probleme hatte. Und auch der erste Einsatz von Karim Aouadhi scheint sich weiter zu vezögern, da der abgebende tunesische Verein auf den noch laufenden Vertrag, der offiziell am 30. Juni endet, pocht.

Fortuna Düsseldorf: Ratajczak (46. Ambrusics), Schwertfeger, Lukimya (72. Hazaimeh), Langeneke (46. Talis), Fink (77. Tugrul), Dum, Jovanovic (46. Grimaldi), Ilsø (64. Königs), Beister (46. Bröker), Bodzek (46. Weber), Rösler (46. van den Bergh), Schwertfeger

Tore: 0:1 Beister (7.), 0:2 Lukimya (27.), 0:3 Jovanovic (45.), 0:4 Lukimya (62.), 0:5 Königs (76.), 1:5 Güclü (80.), 1:6 Grimaldi (87.), 1:7 Weber (88.)