Zusammenfassung

  • Fortuna Düsseldorf sorgt in der 2. Bundesliga für Furore

  • Trainer Friedhelm Funkel will noch nichts vom Aufstieg wissen

  • Die Entwicklung hat viel mit der guten Einkaufspolitik zu tun

Düsseldorf - Trainer-Oldie Friedhelm Funkel steht mit Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga auf Platz eins. Vom Aufstieg will der 63-Jährige aber noch nicht reden.

Vor Kurzem unterhielt sich Friedhelm Funkel mit Berti Vogts. "Ich habe eine richtig gute Mannschaft, bestimmt 17 Spieler, die auf einem gleich hohen Niveau spielen", schwärmte der Coach von Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf dem früheren Fußball-Bundestrainer vor.

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Funkel ist von seinem Team begeistert. Dass er seinen geschätzten Co-Trainer Peter Hermann an den deutschen Rekordmeister Bayern München verloren hat, kann die Laune des 63-Jährigen nicht trüben: "Wir blicken nach vorne und nicht zurück."

Im ersten Spiel ohne die Unterstützung des Vertrauten von Bayern-Coach Jupp Heynckes zeigte die Fortuna beim Sieg in Bielefeld (2:0) ihre bislang beste Saisonleistung. "Ich bin ja oft sehr kritisch. Aber das war fantastisch", sagte Funkel, fügte aber an: "Wir sind nicht blauäugig und haben für die nächsten Wochen und Monate noch Verbesserungspotenzial."

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Von der Bundesliga-Rückkehr der Fortuna nach fünfjähriger Abstinenz will der Trainer-Routinier deshalb noch nichts wissen. "Träumen vom Aufstieg dürfen alle, wir aber müssen weiter hart arbeiten", sagte der Aufstiegsspezialist. Mit Bayer Uerdingen (1992, 1994), dem MSV Duisburg (1996), dem 1. FC Köln (2003) und Eintracht Frankfurt (2005) gelang ihm schon fünfmal der Sprung ins Oberhaus.

Dass die Euphorie in Düsseldorf von Tag zu Tag zunimmt, hat auch mit der guten Einkaufspolitik zu tun. "Unsere Scoutingabteilung hat einen tollen Job gemacht", sagte Funkel über den schon 72 Jahre alten Sportvorstand Erich Rutemöller, Chefscout Uwe Klein und deren Mitarbeiter.

Benito Raman gehört zu den besten Zugängen des Sommers
Benito Raman gehört zu den besten Zugängen des Sommers © imago / Nordphoto

Vor allem die Neuzugänge Benito Raman, Takashi Usami, Florian Neuhaus, Niko Gießelmann und Jean Zimmer sowie Torwart Raphael Wolf, der seit einigen Wochen den angeschlagenen Stammtorwart Michael Rensing ersetzt, erweisen sich als Volltreffer.

Kein Wunder, dass man bei der Fortuna optimistisch in die Zukunft schaut, wie auch auf der Bilanzpressekonferenz von Vorstand Robert Schäfer verdeutlicht wurde. Sportlich wird diese Saison ein Platz im oberen Drittel angepeilt, beim Umsatz (28,3 Millionen Euro) eine Steigerung von zehn Prozent und beim wirtschaftlichen Ergebnis ein deutlicher Sprung in die Gewinnzone - nicht zuletzt weil durch die Wechsel von Stürmer Ihlas Bebou zu Hannover 96 und Hermann zu den Bayern rund 6,5 Millionen Euro erlöst wurden.

SID