München - Eintracht Braunschweig ist derzeit unangefochtener Ligaprimus im Unterhaus. Dahinter liegen allerdings eine Reihe weiterer Clubs, wie etwa 1860 München, Überraschungsaufsteiger VfR Aalen oder auch Absteiger Hertha BSC, die gut in die Saison gefunden haben.

bundesliga.de blickt auf die Teams der 2. Bundesliga, die sich aktuell in Form präsentieren:

Eintracht Braunschweig

23 Punkte, mit 16 geschossenen und drei kassierten Toren Ligaspitze - das sind die Zahlen des besten Eintracht-Starts aller Zeiten in der 2. Bundesliga. Seit dem 2. Spieltag sind die Braunschweiger Spitzenreiter - mit aktuell fünf Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Hertha BSC wird dies mindestens nach dem 10. Spieltag auch noch so bleiben. Braunschweig hat zudem die meisten Tore erzielt, das Torschießen allerdings auf viele Schützen verteilt: Von den neun verschiedenen Torschützen stechen Kapitän Dennis Kruppke (vier) und Orhan Ademi (drei, Foto) heraus. "Hinzu kommt, dass wir eine sehr eingespielte Mannschaft haben, die in den vergangenen Spielzeiten nur punktuell verstärkt wurde", sagt Marc Arnold, der sportliche Leiter der Eintracht.

Hertha BSC

Die Hertha ist mit Ligaprimus Braunschweig gleichauf - allerdings nur hinsichtlich der geschossenen Tore, denn auch die Berliner trafen 16 Mal. Die Hauptstädter präsentieren sich mittlerweile in Topform, denn nach dem holprigen Start mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Begegnungen ist die Hertha seit sieben Spielen ungeschlagen. Das Team von Trainer Jos Luhukay steht somit nach dem 9. Spieltag erstmals auf einem Aufstiegsplatz. "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Länderspielpause geschaffen", sagt Luhukay. Großen Anteil daran hat der mit vier Treffern beste Torschütze der Berliner, Ronny (Foto), auch wenn er beim überzeugenden 3:0-Erfolg über 1860 München nicht zu den Torschützen zählte.

1. FC Kaiserslautern

Auch Kaiserlautern liegt in einer Statisik mit Ligaprimus Braunschweig auf einer Stufe, denn die Pfälzer haben ebenfalls noch keine Niederlage in dieser Saison kassiert. Alleiniger Spitzenreiter sind die "Roten Teufel" in Sachen Passsicherheit - mit nur 17 Prozent hat Lautern die niedrigste Fehlpassquote der Liga. Das ist durchaus bemerkenswert, schließlich gab es nach dem Abstieg einen Umbruch mit vierzehn Ab- und zehn Zugängen. Besonders das neue Sturmduo mit Mohamadou Idrissou und Albert Bunjaku (Foto) überzeugte bislang mit zusammen neun Treffern, allerdings traf der Schweizer kurioserweise nur auswärts. "Ich will jetzt auch endlich zuhause treffen, am liebsten vor unserer Kurve", sagt Bunjaku, der am kommenden Freitag gegen Sandhausen die Möglichkeit hätte, sein erstes Heimtor zu erzielen.

TSV 1860 München

Auch die erste Saisonniederlage am vergangenen Spieltag gegen Hertha BSC kann die Freude über den besten Start bei den "Löwen" kaum schmälern. "Wir haben 16 Punkte nach neun Spielen, davon mussten wir fünf schwere Auswärtsspiele bestreiten. Von der Seite her haben wir bisher eine gute Saison gespielt", sagt Trainer Reiner Maurer (Foto). Vor allem die Defensive ist das Prunkstück der Mannschaft, auch wenn die Münchner beim 0:3 in Berlin genauso viele Tore kassierten wie an allen acht Spieltagen zuvor zusammen. Schließlich stand sechs Mal hinten die Null - Bestwert in der Liga. Außerdem präsentieren sich die "Löwen" mit drei Treffern in der Anfangsviertelstunde als Frühstarter: Kein Team traf in der Zeit häufiger.

VfR Aalen

Zwar verlor das Team von der Ostalb jüngst das Duell gegen Mit-Aufsteiger Sandhausen, es steht jedoch mit 15 Punkten noch immer als bester Neuling auf dem 6. Tabellenplatz. Nur Braunschweig hat mehr Siege auf dem Konto als Aalen, das sieben Mal gewann - genauso oft wie die anderen Aufsteiger Sandhausen und Regensburg zusammen. "Unsere Stärke ist das Kollektiv. Davon lebt die Mannschaft", sagt Neuzugang Oliver Barth, dessen Team mit nur 118 Fouls die wenigsten aller Zweitligisten beging. Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit, ist vor allem das torgefährliche Mittelfeld um Top-Torjäger Martin Dausch (vier, Foto) das Erfolgsgeheimnis: Neun Mal trafen Mittelfeldspieler des VfR - Bestwert der Liga.

FC Energie Cottbus

Die Lausitzer kassierten zuletzt zwei Niederlagen in Folge, blieben allerdings die ersten sieben Partien ungeschlagen und stehen insgesamt mit 17 Punkten noch immer auf einem sehr guten 4. Tabellenplatz. Schließlich hat die Mannschaft von Trainer Rudi Bommer in der vergangenen Rückrunde nur 13 Zähler geholt und somit lange gegen den Abstieg gekämpft. Sucht man einen Grund für die tolle Bilanz, wird man in der Offensive fündig. Die beiden Neuzugänge Boubacar Sanogo und Marco Stiepermann haben voll eingeschlagen - Sanogo ist mit fünf Toren einer der besten Torjäger der Liga, Stiepermann mit sechs Punkten einer der Top-Scorer. Letzterer hofft nach seiner Knieverletzung auf ein Comeback im nächsten Spiel gegen Aalen.

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