München - Die zweite Länderspielpause der Saison läuft, der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga ruht daher im Moment. In der 2. Bundesliga sind neun Spieltage absolviert und erste klare Tendenzen zeichnen sich ab. Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

bundesliga.de blickt auf die Teams der 2. Bundesliga, die mit ihren bisherigen Saisonleistungen im Plan liegen.

FSV Frankfurt

Die Hessen holten aus den letzten drei Spielen zwar nur einen Punkt, sind aber trotzdem als Siebter nach neun Begegnungen mit 15 Zählern voll im Soll. Die Frankfurter hatten in ihren zwölf bisherigen Zweitliga-Spieljahren nie eine bessere Bilanz als jetzt (im Vorjahr acht Punkte, Platz 11). Eine Stärke der Möhlmann-Elf sind die Standards, aus denen bereits sieben Treffer resultierten, kein Team ist gefährlicher nach ruhenden Bällen. Fünf Kopfballtore und acht Stürmertore sind ebenfalls Spitzenwert in der Liga. Alleine Neuzugang Edmond Kapllani (Foto) traf fünf Mal. Ein weiterer Baustein des FSV ist die Fairness - nur elf Gelbe Karten (kein Platzverweis) gelten als Beleg. Damit sind die Hessen die fairste Elf der 2. Bundesliga.

FC Ingolstadt

Die "Schanzer" stehen ebenfalls sehr solide da in der 2. Bundesliga. Mit 13 Punkten ist die Elf von Tomas Oral im Moment auf Rang 8 - was für eine Steigerung im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren, als der FCI nach der Hinrunde nur zwölf bzw. zehn Punkte auf dem Konto hatte. Damit stehen die Bayern schon jetzt besser da als nach 18 Spielen in den beiden letzten Jahren, auch wenn die Mannschaft nun schon seit drei Spielen auf Sieg wartet. Die Defensive funktioniert vor allem zu Spielbeginn sehr gut. In der ersten halben Stunde kassierte die Mannschaft noch kein Gegentor. In der Offensive saßen sechs der acht Großchancen, kein anderes Team ist effizienter in dieser Hinsicht. Mit Caiuby (Foto) hat der FCI endlich einen Torjäger in den eigenen Reihen.

SC Paderborn

Spielstark, treffsicher, konterstark - auf diese drei Schlagworte kann man den Erfolg der Elf von Neu-Trainer Stephan Schmidt (Foto) runterbrechen. Spielstark: 13 Tore erzielten die Paderborner aus dem laufenden Spiel heraus, so viele, wie keine andere Mannschaft in der 2. Bundesliga. Treffsicher: Insgesamt schoss der SC 15 Treffer, nur Hertha BSC und Braunschweig waren erfolgreicher (16 Tore), zudem trafen die Ostwestfalen in jeder Begegnung mindestens ein Mal. Die SC-Akteure sorgen vor allem aus der Distanz für Gefahr, haben mit fünf Weitschusstreffern die meisten der Liga erzielt. Konterstark: Die Mannschaft konnte schon sechs Mal im Anschluss an eine schnelle Balleroberung über einen eigenen Torerfolg jubeln.

Dynamo Dresden

Die Sachsen sind mit neun Punkten in die Meisterschaft gestartet, stehen um zwei Punkte besser da als in der Vorsaison. Nach vorne hat die Mannschaft von Ralf Loose große Qualität, vor allem dank Torjäger Mickael Pote (Foto), der bisher fünf Treffer erzielte. Zuletzt blieb Dynamo zwei Spiele ungeschlagen, gewann im Derby gegen Aue (3:1) und holte einen Punkt in Köln (1:1). Über die Flügel kommt allerdings wenig "Futter" für Pote: Die Außenspieler versuchten es bislang nur 78 Mal mit einer Hereingabe, so selten wie kein anderes Team. Trotzdem erzielten die Dresdner bereits fünf Kopfballtore. Die Achillesferse der Dresdner liegt aber ohnehin in der Abwehr, die in dieser Saison noch nie zu Null spielte und mit 149 Torschüssen die meisten Chancen der Liga zuließ.

SSV Jahn Regensburg

Die Defensive ist das Pfund des Aufsteigers, der aktuell den 10. Platz belegt. Torwart Michael Hofmann (Foto) musste nur zehn Gegentreffer hinnehmen. 93 zugelassene Torschüsse bedeuten sogar den drittbesten Wert der Liga nach den Absteigern Köln und Hertha BSC. Besonders auffallend: Beim Aufsteiger gibt es nur hopp oder tropp. Die Mannschaft von Oscar Corrochano hat bislang noch nicht ein Mal remis gespielt (drei Siege, sechs Niederlagen). Die Regensburger unterlagen fünf Mal nur mit einem Tor Unterschied. Das Offensivspiel des SSV besticht durch Passsicherheit, die Elf traf bereits sieben Mal nach einem direkten Zuspiel eines Mitspielers.

SV Sandhausen

Regensburgs Mitaufsteiger Sandhausen rangiert momentan auf dem 14. Platz, hat durch den Sieg gegen Aalen (1:0) die Abstiegsplätze verlassen. Auffallend: In dieser Saison hat die Abwehr um Fabio Morena (Foto) erst zwei Mal zu Null gespielt und schlussendlich beide Spiele gewonnen. Aber selbst nach einem Rückstand sollten die Gegner den SVS nicht abschreiben, die Mannschaft hat zwei Mal nach dem 0:1 noch gepunktet. Beim Blick auf die Statistik wird allerdings deutlich, wo die Problemzonen liegen: Einerseits ist es die rechte Abwehrseite, über die sechs Gegentore fielen. Andererseits kassierte der Aufsteiger zehn Treffer durch gegnerische Mittelfeldspieler. Daran müssen die Badner arbeiten, um den Klassenerhalt zu realisieren.


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Christoph Gailer