Dresden - Erneut hat das Verletzungspech auf der Torhüterposition bei Dynamo mit voller Härte zugeschlagen: Wolfgang Hesl hat sich beim 2:2 in Paderborn den kleinen Finger der linken Hand gebrochen und fällt voraussichtlich mindestens acht Wochen aus. Die Fraktur im Grundglied des Fingers wird am Montag bei einem ambulanten Eingriff im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt operativ stabilisiert.

Hesl hatte am Freitagabend in der 13. Minute mit einem großartigen Reflex das 2:0 durch den Paderborner Thomas Bertels verhindert. In dieser Situation zog er sich jedoch auch die Verletzung zu, die in der Halbzeit seine Auswechslung erzwang.

"Gemerkt, dass etwas kaputt ist"

"Ich kenne meinen Körper gut und habe schnell gemerkt, dass da etwas kaputt gegangen ist. Zwar war im ersten Moment kein Schmerz zu spüren, aber mit der Zeit machte er sich deutlich bemerkbar und ich konnte den Finger immer weniger bewegen", berichtete Hesl. Die am Samstagmorgen nach einer Röntgenuntersuchung in Friedrichstadt feststehende Diagnose nahm er entsprechend gefasst auf: "Sie hat meine Vermutung bestätigt. Natürlich ist das hart, aber ich kann es nicht mehr ändern. Wir stehen jeden Tag auf dem Platz und sind uns des Risikos von Verletzungen bewusst. Ich werde mich nun darauf konzentrieren, so schnell wie möglich zurückzukehren."

Cheftrainer Ralf Loose kommentierte die Verletzung so: "Das ist eine brutale Diagnose und sehr bitter für Wolfgang und die ganze Mannschaft. Leider hat sich nun bewahrheitet, worauf wir immer hingewiesen haben: Dass wir drei starke Torhüter brauchen." In Paderborn hatte Benny Kirsten nach seiner Einwechslung für Hesl bei seinem Zweitliga-Debüt eine sichere Leistung gezeigt und zum Punktgewinn beigetragen. Da nach dem Ende des zweiten Transferfensters keine Spieler (auch keine vertragslosen) mehr verpflichtet werden dürfen, wird in den nächsten Wochen ein Torhüter aus Dynamos 2. Mannschaft die vakante zweite Torhüter-Position im Training und auf der Ersatzbank besetzen.