0:3 - nicht gerade ein Positiverlebnis, mit dem die Fortuna aus Düsseldorf in die Länderspielpause ging. Doch Trainer Norbert Meier ist sich sicher, dass seine Profis die Niederlage gegen Duisburg gut verarbeitet haben und ist vor dem dritten Heimspiel gegen den FC Augsburg (die Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) in der ESPRIT arena "felsenfest von einer guten Leistung überzeugt.

Hoffnung macht auch die sich entspannende Personalsituation. Bei der Fortuna kehrten einige Profis, die zuletzt durch Verletzungen längere Zeit ausfielen, zurück. So sammelten Michael Melka im Tor, die beiden Abwehrspieler Jens Langeneke und Kai Schwertfeger Spielpraxis, aber auch Neuzugang Martin Harnik konnte in zwei Testspielen erstmals das Zusammenspiel mit seinen neuen Kollegen unter Wettkampfbedingungen üben.

Meier attestiert FCA "starken Angriff"

Zum Gegner äußerte sich Fortunas Cheftrainer Norbert Meier mit Respekt. Seiner Meinung nach hat sein Gegenüber beim FCA, Trainer Jos Luhukay, die Mannschaft in der Sommerpause "sehr gut verstärkt. Der Angriff mit Kevin Schindler, Michael Thurk, Sandor Torghelle und Edmond Kapllani ist schon stark. Nichtsdestotrotz ist es für uns ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen", bekräftigt der Düsseldorfer Chefcoach.

Die Mannschaft von FCA-Trainer Jos Luhukay möchte in Düsseldorf an die Leistung aus dem letzten Auswärtsspiel in Bielefeld anknüpfen und möglichst genauso erfolgreich sein.

Zahlreiche Ausfälle

"Wir wollen wieder versuchen, die Initiative zu ergreifen und schnell von Defensive auf Offensive umschalten", sagt Luhukay: "Ich hoffe, dass wir uns dann vorne besser durchsetzen und unsere Torchancen nutzen."

Für das Spiel in Düsseldorf hat Jos Luhukay einige Ausfälle zu beklagen, denn neben dem Gelb-Rot-gesperrten Kapitän Uwe Möhrle und Mittelfeldspieler Tobias Werner (Sprunggelenk-OP) stehen auch Robert Strauß, Benjamin Kern und Jonas de Roeck nicht zur Verfügung.


Armina Bielefeld - Rot Weiss Ahlen

"All jene, die nur über die Höhe des Sieges gegen Ahlen spekulieren, kann ich nur warnen", sagte Bielefelds Trainer Thomas Gerstner, der eine völlig andere Partie als an den ersten vier Spieltagen erwartet. "Ahlen steht kompakt, versucht die Mannschaft im Ballbesitz in die Enge zu drängen und nach einem Ballgewinn mit fünf, sechs Spielern schnell nach vorne zu spielen", legt Gerstner seine Erkenntnisse aus den Beobachtungen des Gegners dar.

Weiterhin sei davon auszugehen er, dass die Gäste nicht ihr Heil in der Offensive suchen werden, weswegen es für seine Mannschaft "die wohl schwierigste Aufgabe bisher wird." Einer, der diese zu lösen vermag, könnte Michael Delura sein. Im Training hinterließ der zuletzt von einem Bänderriss lahm gelegte Neuzugang "einen guten Eindruck, weswegen die Möglichkeit, dass er anspielt, besteht", so Gerstner.

Last-Minute-Transfer Franck Manga Guela wird wahrscheinlich noch nicht zum Einsatz kommen, denn wenngleich der Laktattest zufriedenstellend ausfiel, fehle es dem Ivorer noch an "Explosivität und Dynamik". Definitiv nicht dabei: die Verletzten Radim Kucera und Jonas Kamper.

Innenbandanriss bei Lartey

"Wir fahren als Außenseiter nach Bielefeld! Die Arminia will Meister der 2. Bundesliga werden, da sind drei Punkte gegen uns eingeplant, doch wir wollen dagegenhalten und vielleicht gelingt uns eine Überraschung in der Schüco-Arena" gab sich RW-Trainer Stefan Emmerling in der Pressekonferenz vor der Begegung in Bielefeld gewohnt kämpferisch. Er möchte gerne das Positive aus den ersten Begegnungen herausfiltern und die Arminia mit diesen Mitteln versuchen in Schach zu halten.

Allerdings steht dem RW Ahlen Mohammed Lartey aufgrund eines Innenbandanriss nicht zur Verfügung. Dafür meldete sich Christian Mikolajczak nach seiner überstanden Virusinfektion wieder fit. Mario Vrancic trainierte eine Woche mit der U-20-Nationalmannschaft und erzielte im Testspiel für die U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten gegen Südafrika den 6:0-Endstand.

Angeschlagen ist Baldo di Gregorio, den Adduktorenprobleme zu einer Trainingspause zwangen. Am Mittwoch nahm er das Training wieder auf und soll im Abschlusstraining den letzten Härtetest überstehen.

"Im Spiel nach Vorne muss mehr kommen"

Für das Spiel in Bielefeld will Emmerling weiterhin auf die erfahrenen Spieler im Team setzen, so kann es sein, dass Lars Toborg wieder den Vorzug vor dem in den Testspielen treffenden Marcel Reichwein erhält. Nach dem geglücktem 4-3-3-System im Spiel gegen 1860 München, will der Trainer es wieder mit dieser Spielvariante versuchen.

"In diesem Spiel hat mir das Auftreten meiner Mannschaft gefallen. Gerade die Defensive hat ordentlich gearbeitet und nur wenige Möglichkeiten der Gäste zugelassen! Nur im Spiel nach Vorne muss mehr kommen. Das heißt nicht, dass wir der Arminia ins offene Messer laufen wollen, doch wir müssen es mal schaffen in Führung zu gehen. Dieses Erfolgserlebnis braucht mein Team!"

"Wir haben keine Angst, aber der Druck ist da, doch meine Mannschaft ist zweitligatauglich und kann auch in der Schüco-Arena bestehen", ist sich Stefan Emmerling sicher.