Fast gebetsmühlenartig hatte Fortuna Düsseldorfs Cheftrainer Oliver Reck in den letzten Wochen den besonderen Stellenwert von Sergio da Silva Pinto für die Mannschaft hervorgehoben. "Er ist ein ganz wichtiger Baustein in unserem System“, betont Reck immer wieder. Während dies schon in den ersten Spielen der Saison sichtbar war, setzte der Routinier beim 2:0-Erfolg in Nürnberg noch einen drauf.

Laufstark und aggressiv in den Zweikämpfen wie gewohnt, dazu mit vielen klugen Bällen. Einer davon leitete das 1:0 ein: Mit einer cleveren Seitenverlagerung brachte da Silva Pinto Rechtsverteidiger Julian Schauerte ins Spiel, der wiederum dank einer glänzenden Einzelaktion Erwin Hoffer in Szene setzen konnte.

"Die Kritik habe ich genossen"

Auch den zweiten Treffer, den er schließlich selber erzielte, bereitete er durch starkes Nachsetzen selbst vor. „Wir wussten vorher: Wenn wir unsere Dinge umsetzen, dann nehmen wir aus Nürnberg Punkte mit“, sagte der Mittelfeldspieler nach der Partie. "Wir haben eine taktisch sehr gute Leistung gezeigt, dazu Einsatz und Herz. Wir können mit diesem Auftritt zufrieden sein.“

In den ersten Wochen der Saison sah sich da Silva Pinto immer wieder Kritik ausgesetzt. "Die Kritik habe ich genossen und belächelt“, gab er zu Protokoll und äußerte in gleichem Atemzug einen Wunsch: "Ich möchte in Ruhe mit den Jungs arbeiten. Wir werden dabei keine Störfeuer von außen zulassen.“ Und auch dafür ist da Silva Pinto mit seiner großen Erfahrung für die Fortuna unheimlich wichtig.