München - Die Konkurrenz hat gepunktet, aber auch gepatzt. Zwar siegten die Topteams Köln und Union, doch durch die Niederlage von Greuther Fürth hat der 1. FC Kaiserslautern im Montagabendspiel die Chance auf Relegationsplatz 3 zu springen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg beim VfL Bochum. Die Ruhrpott-Kicker könnten ebenfalls einen Dreier gut gebrauchen - nach vier Pleiten in Folge.

Der FCK ist voll in der Spur - das Team ist seit vier Partien erstmals in dieser Saison ohne Niederlage. Vor dem Match in Bochum (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) warnt Trainer Kosta Runjaic jedoch vor dem VfL, gerade wegen dessen prekärer Lage: "Die Bochumer haben gute Zweikampf- und Torschusswerte vorzuweisen und wollen vor allem aufgrund der letzten Ergebnisse sicherlich nicht noch weiter nach unten. Solch eine Angst kann sicherlich auch lähmen, aber wir dürfen uns darauf nicht verlassen und müssen schauen, dass wir vorne effizienter werden."

Pause für Nationalspieler Ring



Personell kann der FCK fast aus dem Vollen schöpfen, nur die Langzeitverletzten Albert Bunjaku und Florian Riedel werden definitiv nicht mit ins Ruhrgebiet fahren. Auf einen wichtigen Spieler werden die Roten Teufel jedoch verzichten müssen. Der finnische Nationalspieler Alexander Ring wird aller Voraussicht nach eine Verschnaufpause erhalten. "Wir werden sicherlich die eine oder andere Position in Bochum neu besetzen", sagte der Coach und weiter, "Alex Ring hat im letzten Spiel unter seinem Niveau gespielt. Das hatte vielleicht auch damit zu tun, dass er unter der Woche noch ein schweres Länderspiel zu bestreiten hatte."

Als erste Alternative für die Startelf gilt der etwas defensiver orientierte Willi Orban, der laut Runjaic ein "großes Talent und noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung" ist. Möglich ist zudem das Startelf-Comeback des lange verletzten Enis Alushi. Zur Taktik in Bochum kündigte Runjaic vielsagend an: "Wir werden auch tief im Westen hoch stehen."

Neururers Garantie - Aydin angeschlagen



Offensiv orientiert werden es auch die Bochumer angehen, spielen sie doch vor eigenen Publikum und sind fast schon zum Siegen verdammt. Nach vier Pleiten in Folge ist die Stimmung im Keller. "Alle wissen um die Situation, in der wir uns gerade befinden. Nach unserem guten Start ist mittlerweile ein Bruch zu erkennen. Die letzten Ergebnisse lesen sich natürlich nicht gut und fühlen sich noch brutaler an", sagte Coach Peter Neururer.

Personell gesehen kann der VfL auf einen weitestgehend gesunden Kader zurückgreifen. Für Mirkan Aydin kommt indes ein Platz in der Start-Elf nicht in Frage. Der Stürmer, der an Hüftproblemen laborierte, wird demnach zuerst auf der Bank Platz nehmen. Vorne drückt der Schuh sowieso nicht bei den Blau-Weißen.

Auf die Defensive wird es ankommen, weiß auch Neururer: "Lautern hat eine sehr gute Offensive. Zudem haben sie die Möglichkeit, sich auch von der Bank aus offensiv zu verstärken". Allerdings ist sich der Coach sicher, dass seine "Mannschaft alles dafür tun wird, zu Hause zu punkten. Das können wir durch hundertprozentige Bereitschaft und Leistung erreichen. Für die Bereitschaft der Mannschaft gebe ich sogar eine Garantie ab."




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