München - Keiner der drei Bundesligabsteiger hat es geschafft, zum Auftakt der 2. Bundesliga zu siegen. Gelang dem 1. FC Kaiserslautern zumindest noch ein Remis gegen Union Berlin, musste der 1. FC Köln bei Eintracht Braunschweig ein 0:1 hinnehmen. Am 2. Spieltag wollen beide Teams ihren Ansprüchen gerecht werden und den ersten "Dreier" der Saison einfahren.

Die frühen Freitagsspiele der 2. Bundesliga (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) stehen ganz im Zeichen der Ab- gegen die Aufsteiger. Der 1. FC Köln trifft zuhause auf den SV Sandhausen. Zeitlich parallel gastiert Kaiserslautern beim VfR Aalen und zeigt Resepekt vor dem Tabellenführer. "Es war für mich schon etwas überraschend, wie furios und souverän der VfR Aalen in Duisburg aufgetreten ist", sagt FCK-Verteidiger Mathias Abel. bundesliga.de hat die Infos zum 2. Spieltag:

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt mit dem Auswärtssieg beim MSV Duisburg verspürt VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl eine Aufbruchstimmung in seinem Team. "Nach so einem Auftritt geht im Training manches leichter von der Hand", sagt Hasenhüttl. Beim überraschend deutlichen 4:1-Sieg "hat die ganze Mannschaft überzeugt", erklärt Robert Lechleiter. Zur Heimpremiere in der 2. Bundesliga erwartet Hasenhüttl eine schwierige Aufgabe. "Wir wissen, dass wir eine Topleistung abrufen müssen, um am Freitag bestehen zu können." Und dennoch geht der Tabellenführer selbstbewusst in die Partie. "Der FCK verfügt über ein Riesenpotenzial. Aber wir rechnen uns in jedem Spiel etwas aus", sagt Lechleiter. Bis auf Jürgen Mössmer stehen Hasenhüttl alle Spieler zur Verfügung.

Nach dem spektakulären Saisonauftakt will man sich beim 1. FC Kaiserslautern nicht über die verschenkten Punkte beklagen und schaut nach vorne. "Natürlich hätten wir lieber die drei Punkte hierbehalten, aber wir wissen die Situation auch einzuschätzen, haben das letzte Spiel jetzt abgehakt und konzentrieren uns nur noch auf die Partie in Aalen", sagt Abel. Im erfolgreichen Auftakt der Aalener sieht FCK-Trainer Franco Foda einen Vorteil für sein Team. "Mit der Euphorie im Rücken werden sie zu Hause auch sicherlich nach vorne spielen wollen, so dass sich für uns mehr Räume ergeben können, als dies insbesondere in der ersten Hälfte gegen Berlin der Fall war", sagt Foda und nimmt seine Mannschaft in die Pflicht: "Entscheidend ist es allerdings, wie wir auftreten. Wir wollen versuchen, unser Spiel zu machen und wir wollen natürlich auch versuchen, auswärts drei Punkte zu holen." Fehlen werden Foda weiterhin Rodnei, Pierre De Wit und Mimoun Azaouagh. Dazu steht hinter den Einsätzen von Jan Simunek und Ilian Micanski noch ein Fragezeichen.

Der VfR Aalen und der 1. FC Kaiserslautern treffen erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Aalens Stürmer Cidimar hingegen spielte in der 2. Bundesliga bereits sechs Mal mit Fürth und dem FSV Frankfurt gegen die Pfälzer, blieb dabei ohne Treffer. Die starke Offensive der Gastgeber trifft auf einen FCK, der in den vergangenen zehn Pflichtspielen 25 Gegentreffer kassierte und nie zu Null spielte.



Schiedsrichteransetzungen

In Sandhausen haben die Verantwortlichen das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt noch nicht ganz abgehakt vor der Partie beim 1. FC Köln. "Wir hatten schon drei hochkarätige Chancen", sagte Trainer Gerd Dais: "Wir müssen künftig konsequenter sein." Beginnen will der SVS damit beim Gastspiel in Köln, auch wenn Dais ein kompliziertes Spiel erwartet. "Köln hat das erste Spiel verloren und wird uns unter Druck setzen." Hinzu kommt, dass mit David Ulm der Spielmacher des Aufsteigers ausfallen wird. Fabio Morena oder David Blacha sollen Ulm ersetzen und die Vorgabe von Dais erfüllen. Seine Mannschaft solle sich nicht bloß hinten reinstellen.

Der FC will seinerseits den ersten Sieg in der neuen Saison einfahren. Mit dem 0:1 im Auftaktspiel in Braunschweig setzte sich Kölns Negativserie fort: Seit zehn Pflichtspielen ist der FC nun sieglos (drei Remis, sieben Niederlagen). Man habe deshalb bereits Scoutingberichte über den Gegner analysiert und reichlich Videomaterial studiert, sagt Trainer Holger Stanislawski. Das Wichtigste sei, dass man auf die eigene Leistung schaue: "Wir gehen mit unserem eigenen Matchplan in die Partie", sagte der Trainer. Er nahm Sturmspitze Chong Tese in Schutz: "Man kann nicht immer nur dem Stürmer den Vorwurf machen, wenn der Ball mal nicht reingeht; es spielen immer elf Spieler."

Auf die Unterstützung von Abwehrrecke Kevin Mc Kenna muss der FC verzichten. Der 32-Jährige wurde am Sprunggelenk operiert und wird für drei Wochen ausfallen. Ebenfalls pausieren muss Christian Clemens, der sich nach seiner Außenbanddehnung im Aufbautraining befindet. Rechtzeitig genesen ist Tobias Strobl.



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