Köln - Die Sonntagsschicht der 22. Bundesliga steht an: Nachdem Spitzenreiter FC Ingolstadt erneut Punkte gelassen hat, kann der 1. FC Kaiserslautern beim FSV Frankfurt einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg machen.

Mit einem Dreier würden die Pfälzer auf Platz 2 vorrücken und den Rückstand auf die Schanzer auf drei Punkte verkürzen. In Düsseldorf kommt es zum Tabellennachbarduell mit dem 1. FC Nürnberg, Union Berlin hat es mit Heidenheim zu tun. bundesliga.de fasst alle wichtige Infos im Vorfeld der beiden Partien (ab 12:45 Uhr im Liveticker) nochmal für Sie zusammen:

FSV Frankfurt – 1. FC Kaiserslautern

In Bornheim treffen zwei Traumstarter aufeinander. Sowohl der FSV als auch die Roten Teufel gaben in 2015 noch keinen einzigen Punkt ab. "Die Ergebnisse waren zuletzt sehr gut. Besonders erfreulich ist, dass wir die letzten drei Spiele zu Null gespielt haben", so FCK-Coach Kosta Runjaic im Vorfeld. Die Lauterer fahren mit großen Ambitionen nach Hessen, mit dem Wissen, das Spitzenreiter Ingolstadt mit dem 1:1 in Aalen erneut gepatzt hat. Sprich: Die Roten Teufel können einen echten Big Point landen.

Die Frankfurter werden jedoch was dagegen haben, laufen nach zwei Siegen in Folge ebenfalls mit großen Selbstbewusstsein auf. Coach Benno Möhlmann weiß jedoch um die "Riesenaufgabe", zählt den FCK zu "den drei Top-Aufstiegskandidaten". Verstecken werden sich die Gastgeber jedoch sicher nicht, wie Marc Kruska betont: "Uns steht eine harte Aufgabe bevor, aber wir gehen mutig ins Spiel". Personell muss der FSV auf Denis Epstein (Rehabilitation), Zafer Yelen (Rehabilitation) und Chhunly Pagenburg (Rückenbeschwerden) verzichten.

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Nürnberg

Im Rheinland treffen mit Düsseldorf und Nürnberg der Tabellen-6. Auf Tabellen-7., beide trennen gerade mal zwei Punkte voneinander. Die Fortuna braucht unbedingt den Dreier, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Die Elf von Coach Oliver Reck wartet in 2015 immer noch auf einen Dreier, zuletzt setzte es eine bittere 2:3-Heimniederlage gegen Aue. "Ich habe schon mehrere schwierige Situationen bei der Fortuna mitgemacht", so Reck, der betont, dass seine Mannschaft "immer zu seiner Serie in der Lage" sein. Mit dabei sind die zuletzt Jonathan Tah und Bruno Soares.

Der "Club" reist mit einem 3:1-Heimsieg gegen Union Berlin an, auswärts lief es zuletzt gut, trotz des 1:2 zum Jahresauftakt in Frankfurt. Von den letzten drei Gastspielen gewannen die Nürnberg zwei. Zufrieden ist Coach Rene Weiler, der wieder auf Defensivmann Javier Pinola setzten kann, aber noch nicht: "Es gibt immer Verbesserungspotenzial. Im letzten Spiel haben wir die Zweikämpfe gut angenommen, allerdings hätte das Spiel nach vorne noch besser sein können". Ein Unentschieden ist übrigens nicht zu erwarten: Seit über 20 Jahren trennten sich der FCN und die Fortuna nicht mehr remis (am 3. September 1994 gab es in Düsseldorf ein 1:1).

Union Berlin - 1. FC Heidenheim

Nach der bitteren 1:3-Pleite in Nürnberg wollen die "Eisernen" vor eigenem Publikum wieder jubeln. Union trafen vor dieser Saison noch nie in einenm Pflichtspiel auf Heidenheim, nun gibt es bereits das dritte Duell seit August 2014. Die Bilanz ist alles andere als berauschend: Im Pokal und fünften Spieltag setzten es jeweils Niederlagen. Nun soll es im dritten Anlauf endlich klappen. "Wir haben Erfahrung mit dem Gegner gesammelt. Bei uns hat sich seit dem einiges getan, in Heidenheim dagegen weniger. Vielleicht können wir daraus Kapital schlagen", hofft Union Coach-Düwel.

Bei den Gästen läuft seit längerem nicht rund. Nach einem furiosen Saisonstart werden die Heidenheimer in Tabelle etwas durchgereicht, mit der Spitzengruppe hat das Team von Frank Schmidt nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen nicht mehr zu tun. "Es ist für uns auch möglich in Berlin erfolgreich zu sein. Es ist aber genauso möglich, dass du unter Druck gerätst, dich freischwimmen und über die Zweikämpfe kommen musst", so Coach Schmidt im Vorfeld.