Die Pokal-Halbfinalisten des FC Augsburg sind die Überflieger, Arminia Bielefeld scheint die Puste auszugehen - bei den Verfolgern auf das Spitzenduo der 2. Bundesliga lagen am 23. Spieltag Freud und Leid dicht beisammen.

Nur zwei Zähler trennen den Tabellendritten aus Augsburg derzeit vom FC St. Pauli, der im Gipfeltreffen am Montag (ab 20 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) beim Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern antreten muss.

Im Abstiegskampf kletterte der FSV Frankfurt durch ein 2:1-(1: 1) gegen den Karlsruher SC auf den Relegationsplatz.

Mit Teamgeist zum Erfolg

Auch ohne seinen kurzfristig erkrankten Torjäger Michael Thurk setzte Augsburg seinen Ansturm Richtung Spitze fort. Durch den 1: 0-Sieg bei Hansa Rostock blieben die Schwaben bereits zum siebten Mal in Folge ohne Niederlage. "Man hat gesehen, dass die Mannschaft derzeit mit viel Selbstvertrauen auftritt, denn wir stehen stabiler und konnten wieder ohne Gegentor bleiben", sagte Trainer Jos Luhukay.

Matchwinner war "Wintereinkauf" Nando Rafael. Der frühere Bundesliga-Spieler erzielte in der 45. Minute den Siegtreffer. "Wir haben den Ausfall von Michael Thurk gut verkraftet. Jeder kämpfte für jeden", meinte Rafael. Augsburgs Andrew Sinkala sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Fortuna zuhause weiter bärenstark

Fortuna Düsseldorf hielt ebenfalls Kontakt zur Spitze. Der Aufsteiger gewann gegen Schlusslicht Rot Weiss Ahlen 4:0 und blieb damit saisonübergreifend seit genau zehn Monaten vor eigenem Publikum ungeschlagen. Der Brasilianer Anderson (31.), Torsten Oehrl (37.), Martin Harnik (44.) und Sebastian Heidinger (64.) trafen für die Rheinländer.

Bielefeld musste hingegen einen Rückschlag hinnehmen. Durch ein Eigentor von Arne Feick in der 79. Minute kassierten die Ostwestfalen gegen den MSV Duisburg eine 1:2-Niederlage und haben nun vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Andre Mijatovic (57.) die erstmalige Duisburger Führung von Srdjan Baljak (9.) zunächst ausgeglichen. "Ich kann den Unmut der Fans verstehen", sagte Bielefelds Trainer Thomas Gerstner nach der Partie über Pfiffe gegen sein Team.

FSV-Aufholjagd geht weiter

Im Tabellenkeller blieb der FSV Frankfurt beim 2:1 gegen den KSC im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und schob sich auf Rang 16. Lars Stindl hatte den KSC per Foulelfmeter (13.) in Führung gebracht, Alexander Klitzpera (16.) und Jürgen Gjasula (68.) trafen für Frankfurt. KSC-Trainer Markus Schupp wurde Mitte der 2. Halbzeit wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt.

Unter Druck ist nun Rot-Weiß Oberhausen, das zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth durch den zehnten Saisontreffer von Sami Allagui (63.) mit 0:1 verlor und nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Bei Energie Cottbus steht Trainer Pele Wollitz weiter unter Druck, die Lausitzer verloren 1:2 gegen den SC Paderborn. Nach der Führung durch Emil Jula (32.) sorgten Mahir Saglick (52.) und Daniel Brückner (73.) für die Wende zugunsten des Aufsteigers, der die Planungen für die kommende Saison angehen kann.

Union Berlin stoppte seine Mini-Krise und festigte durch den 3: 2-Erfolg über die TuS Koblenz seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Zweimal Hüzeyfe Dogan (10. und 28.) sowie Christian Stuff (59.) machten den Sieg der Berliner perfekt. 1860 München setzte sich im Duell der ehemaligen Bundesligisten gegen Alemannia Aachen mit 3:2 durch und schob sich mit 32 Punkten an dem Konkurrenten vorbei. Die Tore für die Gastgeber erzielten Charis Pappas (29.), Sascha Rösler (49.) und Jose Holebas (79.), für das Team von Michael Krüger trafen Kevin Kratz (11.) und Cristian Fiel (59.).