2. Bundesliga

Hansa Rostock und der SSV Jahn Regensburg trennen sich 1:1

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Der FC Hansa Rostock und der SSV Jahn Regensburg müssen noch eine Weile auf den sicheren Klassenerhalt warten. Die beiden Mannschaften trennten sich am 30. Spieltag der 2. Bundesliga 1:1 (1:0). John Verhoek hatte Rostock in der ersten Hälfte in Führung gebracht (44.), Nicklas Shipnoski hatte für die Gäste ausgeglichen (59.). In der Nachspielzeit wurde es noch einmal hektisch, als Danylo Silkan mit Rot vom Platz gestellt wurde (90.+3).

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Der FC Hansa Rostock musste wegen der zehnten Gelben Karte auf seinen Abräumer Lukas Fröde verzichten. Für ihn stand Björn Rother in dieser Saison erstmals in einem Heimspiel in der Startelf. Außerdem schenkte Trainer Jens Härtel nach dem 0:3 gegen Düsseldorf auch Haris Duljevic und Ryan Malone das Vertrauen. Calogero Rizzuto und Thomas Meißner mussten auf der Bank Platz nehmen.

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Auch der SSV Jahn Regensburg musste zwei Gelbsperren ersetzen: Jan-Niklas Beste und Steve Breitkreuz fehlten. Trainer Mersad Selimbegovic ließ nach dem 1:1 gegen Ingolstadt Charalambos Makridis (auf der Bank) und Joel Zwarts (nicht im Kader) draußen, beorderte mit Scott Kennedy, Erik Wekesser, David Otto und Nicklas Shipnoski insgesamt vier Akteure neu in die Anfangsformation.

Rostocks Sikan erhält in der Nachspielzeit die Rote Karte - IMAGO/Fotostand / Voelker/IMAGO/Fotostand

Rasanter Rostocker Start

Hansa zeigte einen richtig rasanten Beginn und wirbelte über den heimischen Rasen. Hanno Behrens (4.) und Timo Becker (5.) kamen gleich zu Torabschlüssen und auch Malone setzte einen Kopfball ab (6.), wurde wegen eines Offensivfouls aber zurückgepfiffen. Doch Regensburg überstand die erste Druckphase und nahm der Kogge schließlich mit einem ruhigen Spielaufbau etwas Wind aus den Segeln.

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Die Partie war dann ausgeglichen. Es ging hin und her auf dem Platz, die Mannschaften waren gewillt, niemand versteckte sich, aber wirklich gefährliche Torszenen blieben auf beiden Seiten aus. Rostock hatte nach einer knappen halben Stunde noch die nennenswerteste Chance durch Becker. Aber seinen Schuss von rechts konnten die Regensburger in letzter Sekunde klären (27.).

Durch das Tor von Shipnoski nimmt Regensburg einen Punkt mit - IMAGO/Andy Buenning/ Eibner-Pressefoto/IMAGO/Eibner

Kurz vor der Pause wurde es dann aber doch noch einmal richtig gefährlich. Und prompt fiel das 1:0 für den Gastgeber, der das Spiel zuvor schnell gemacht hatte und gleich erfolgreich war. Nico Neidhart steckte auf der linken Seite durch, Svante Ingelsson legte dann von der Torauslinie zurück auf den zweiten Pfosten, wo Behrens den Ball per Kopf in die Mitte brachte und Verhoek einnetzte (44.).

In der zweiten Hälfte dann zunächst ein ähnliches Bild. Es kamen immer wieder Bälle vors Tor, doch wirklich gefährlich wurde es nicht. Erst nach einer Stunde, als Regensburg sich über die linke durchsetzte und beim ersten richtig guten Versuch auch gleich zum Ausgleich kam (59.). Leon Guwara spielte Doppelpass mit Wekesser, konnte dann von der Torauslinie ungehindert den Ball in den Strafraum bringen. Am zweiten Pfosten stand Shipnoski, der direkt draufschoss und den Ball zum 1:1 versenkte. Markus Kolke im Rostocker Tor sah nicht ganz glücklich aus in dieser Szene, er war noch dran, lenkte den Ball aber über die Linie ab.

Erst in der Schlussphase wurde es dann wieder richtig gefährlich. Kleiner Chancen gab es bis dahin auf beiden Seiten, doch die Defensiven machten einen guten Job und wehrten die Bälle ab. In der 82. Minute lenkte Damian Roßbach bei einem Abwehrversuch den Ball an den eigenen Pfosten, kurz darauf war Kolke zur Stelle und lenkte einen Schuss von Max Besuschkow ans Aluminium (85.).

Am Ende kochten dann die Emotionen hoch. Nach einem Foul von Andreas Albers, für das der Regensburger Gelb bekam, kam es zu heftigen Diskussionen auf dem Platz. Sikan ließ sich schließlich zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde dafür vom Platz gestellt. Neben weiteren Verwarnungen für Aygün Yildirim und Nik Omladic sah auch Rostocks Trainer Hertel Gelb (90.+3).

Einen Sieger gab es am Ende nicht. Die 40 Punkte, die zum sicheren Klassenerhalt reichen, verpassten sowohl Rostock als auch Regensburg, die jedoch im Mittelfeld der Tabelle so gut wie sicher sein dürften.